Kreishandwerksmeister spricht 109 junge Gesell*innen frei
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Kreishandwerksmeister spricht 109 junge Gesell*innen frei

„Gott schütze das ehrbare Handwerk.“ Mit diesen Worten sprach Kreishandwerksmeister Konrad Zahn am Dienstag in Magdeburg 109 junge Gesell*innen nach 3,5-jährigerAusbildung frei. Veranstalter der festlichen Zeremonie in der Johanniskirche war die Kreishandwerkerschaft Elbe-Börde. „In Kooperation mit der Landeshauptstadt Magdeburg sind wir jetzt zum sechsten Mal Gast in diesen Gemäuern, die unserer Freisprechung einen würdigen Rahmen verleihen“, sagte die amtierende Geschäftsführerin Kristina Oeltze.

Freisprechung Gesellen 3.3.20 © Kreishandwerkerschaft elbe-börde, Fotograf Frank Heidel
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© Kreishandwerkerschaft elbe-börde, Fotograf Frank Heidel

Die jungen Facharbeiter*innen aus dem Jerichower Land, dem Landkreis Börde, der Landeshauptstadt Magdeburg sowie dem Landkreis Schönebeck sind nun Elektroniker*innen, Kraftfahrzeugmechatroniker*innen, Anlagenmechaniker*innen und Metallbauer*innen. Überreicht bekamen sie ihre Zeugnisse und Gesellenbriefe von ihren jeweiligen Innungsobermeistern sowie den Gesellenprüfungsausschussvorsitzenden. Mit nur drei Vertreterinnen waren die weiblichen Facharbeiter deutlich in der Unterzahl – im Gegensatz zum 20-köpfigen Kinder- und Jugendchor des Hegelgymnasiums mit 17 jungen Damen. Das junge Ensemble sorgte für den kulturellen Rahmen.

"Handwerk macht glücklich"

„Der Materialwert des Gesellenbriefes ist gering“, sagte Handwerksmeister Zahn in seiner Festrede. „Doch bei entsprechendem Ehrgeiz wird er Gold wert sein – er ist die Fahrerlaubnis für das Berufsleben.“ Zahn blickte zu den Ursprüngen der Freisprechung in das späte Mittelalter zurück: „Damals gehörte der Lehrling während der Ausbildung zum Familienverband des Meisters, saß bei den Mahlzeiten am Tisch der Familie und musste fragen, wenn er das Haus verlassen wollte.“ Und noch ein Aspekt hat sich Zahn zufolge in all den Jahren nicht verändert: „Das Lernen wird auch mit der Freisprechung nicht aufhören.“

Konrad Zahn von der Kreishandwerkerschaft elbe-börde
© Kreishandwerkerschaft elbe-börde, Fotograf Frank Heidel 

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Magdeburg, Burghard Gruppe, bediente sich in seiner Ansprache einer aktuellen Studie der Universität Göttingen. Ihr Ergebnis: Handwerk macht glücklich. Seine These: „Im Gegensatz zu Buchhaltern oder Steuerberatern haben viele Handwerker ihr Hobby zum Beruf gemacht.“

 Magdeburgs Wirtschaftsbeigeordneter Rainer Nitsche würdigte die Kreishandwerkerschaft Elbe-Börde als „ein starkes Bündnis über regionale Grenzen hinweg, das gemeinsam erfolgreich wirtschaftet“.

Auszeichung für gute Leistungen

 Ausgezeichnet wurden acht junge Leute für gute Leistungen während der Ausbildung:

  • Darius Dartsch,
  • Maximilian Dziony,
  • Gregor Fronia,
  • Alexander Kißmehl
  • Tobias Rüst,
  • Adrian Uka
  • Dustin Schädler
  • Mathias Gießel.

Die Kreishandwerkerschaft ist ein Zusammenschluss der in Innungen freiwillig organisierten handwerklichen Fachbetriebe.