Station 3: Wo gibt es Handlungsbedarf?
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Orte mit Veränderungsbedarf in der Magdeburger Innenstadt sind laut der insgesamt 121 abgegebenen Kommentarzettel vielfach vorhanden. Analog zu Station 2 konnten Magdeburgerinnen und Magdeburger diesmal mit „Blitzstickern“ Markierungen vornehmen, um auf Orte zu verweisen, an denen etwas fehlt oder die sich in Zukunft verändern sollten. Die ausgewählten Orte konzentrieren sich auffällig um die großen Verkehrsachsen und Plätze in der Innenstadt.

Am Breiten Weg (14) wünschen sich viele Teilnehmende eine attraktivere Umgestaltung der Straße durch z.B. die Verringerung des Autoverkehrs, den Ausbau einer fahrradfreundlichen Infrastruktur oder die Wiederbelebung der Straße durch Sitzgelegenheiten oder Bepflanzung. Für den Hasselbachplatz (10) wird angemerkt, dass kaum Raum für den Rad- und Fußverkehr vorhanden und zudem kein Platz für eine Außengastronomie verfügbar ist. Vorgeschlagen werden autofreie Lösungen und die Reduzierung von Flächen für den Kfz-Verkehr für die Entzerrung der Situation am Platz. Den Rückbau von Verkehrsspuren für den Kfz-Verkehr erhoffen sich einige auch für die Ernst-Reuter-Allee (3), um die Trennwirkung der Straße zu beheben. Für eine Verkehrsreduzierung schlagen die Teilnehmenden am Universitätsplatz (5) vor, mehr Grünflächen herzustellen und den Platz (nach historischem Vorbild) neu zu gestalten.

Das Elbufer bzw. Schleinufer (8), auch Lieblingsort vieler Magdeburgerinnen und Magdeburger, steht wegen fehlender Radwege unter Kritik. Zudem ist vielen wichtig, die Parkflächen zu beseitigen und stattdessen Freizeitangebote (Cafés, Grünflächen) zu schaffen. Ein weiterer Ort, an dem die Teilnehmenden Handlungsbedarf sehen, ist die Jakobstraße (8). Für diesen Bereich wird eine bessere Ausrichtung auf den Radverkehr gewünscht, günstige Sanierungen für den Wohnungsbau und ansprechendere Bebauungen für künftige Bauvorhaben. Der Bahnhofsvorplatz (7) sollte laut Meinungen in seiner Gestaltung verändert werden, um seiner Rolle als Ankunftsort gerecht zu werden. Die Teilnehmenden bemängeln die Barrierefreiheit und Unattraktivität des Platzes. Für den Domplatz (5) wird sich die Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch mehr Sitzplätze, Gastronomie oder durch mehr temporäre Nutzungen gewünscht. Gleiches gilt für den Alten Markt, an dem eine Aufwertung durch Bepflanzungen und Sitzgelegenheiten vorgeschlagen wird.

In Bezug auf Leerstand wird allgemein vorgeschlagen, Lücken wie die Parkplätze am Karstadt, der Julius-Bremer-Straße oder in der Leiterstraße (5) zu bebauen.
Ein brisantes Thema insgesamt ist die Umgestaltung des Straßenraums zu einer barrierefreien, fuß- und radfahrerfreundlicheren Innenstadt. Das betrifft die großen Verkehrsachsen und -kreuzungen Otto-von-Guericke-Straße, Breiter Weg, Ernst-Reuter-Allee und Schleinufer. Hierzu werden beispielsweise der Bau von Brücken für den Fuß- und Radverkehr vorgeschlagen (3) oder der Ausbau des ÖPNV (5).