Vortrag: Mit dem Planwagen von Brück nach Welik Nowgorod
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Vortrag: Mit dem Planwagen von Brück nach Welik Nowgorod

Eine abenteuerliche Reise von Deutschland nach Russland: Mit einem Video- und Lichtbildvortrag am 19. Februar nehmen Pfarrer Helmut Kautz und Friedbert Enders Interessierte mit auf eine 2.300 Kilometer lange Planwagen-Tour. 2018 absolvierten die beiden Männer aus Brück dieses „Titanen on Tour“-Abenteuer und berichten ab 18:00 Uhr im Wolf-Saal des Technikmuseums darüber. Der Eintritt ist frei.

Glocke an einem Gestell auf dem Planwagen mit einem Richtungsschild Nowgorod © Tokerpress
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© Tokerpress

Die Bronzeglocke in Nowgorod: Ein historischer Moment

Im Vorfeld ihres Vortrags lassen Helmut Katz und Friedbert Enders ihre aufregende Reise Revue passieren und erzählen:

„Was ist das? Irgendwo im russischen Nirgendwo spielen zwei gemischte deutsch-russische Mannschaften Volleyball in einer Sporthalle. Hier zwischen Barren und Gymnastikmatte werden die Deutschen auch schlafen.

Das ist der Pferdeglockenfriedenstreck von Brück nach Weliki Nowgorod 2018! 2.300 Kilometer absolvierten Pferd und Mensch in insgesamt 80 Tagen. Alle 30 Kilometer gab es eine Rast. Die Menschen in Polen, dem Baltikum und Russland empfingen uns. Wir verschenkten die Friedensglocke, brachen das Brot, spielten, beteten, tanzten und tranken manchen guten Schluck. Eine Ausdauerleistung von historischen Ausmaß eine echte Begegnungs- und Versöhnungsreise.

Am 5. Oktober 2018 waren wir am Ziel in Weliki Nowgorod. Vor dem „Magdeburger Tor“ im russischen Nationalheiligtum, dem Kreml von Nowgorod, wurde die Glocke samt Glockenwagen abgestellt. In dem über 850 Jahre alten Bronzekunstwerk ist Bischof Wichmann zu sehen. Er rief damals die Flamen aus Brügge nach Brück. Unsere Heimatgegend heißt deshalb Fläming. Die Flamen zogen dann weiter nach Nowgorod. Deshalb zogen auch wir dort hin. Der Weg war vollendet.

An der Flamme für die gefallenen Soldaten legten wir einen Kranz nieder. Bei dem auf dem Kremlgelände stehenden Bronzedenkmal ‚1000 Jahre Russland‘ verweilten wir. Das Denkmal erinnert daran, dass 862 der Wikinger Rurik auf Bitte der lokalen Fürsten die Herrschaft übernahm und damit die russische Staatlichkeit und Geschichte begann. Weil die Fürsten sich nicht einigen konnten, gab man die Macht an einen Außenstehenden und konnte so den Frieden erhalten.

Nach Abzug der deutschen Truppen 1943 blieben nur Reste vom Denkmal übrig. Aus dieser Kenntnis heraus ist es ein Wunder, dass wir jetzt unsere Bronzeglocke hierherbringen durften. Es war ein aufregender und historischer Moment.

Das nächste Treckziel könnte 2025 Jerusalem sein.“