Städtebau: Magdeburg erhält mehr als 12 Millionen Euro
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Städtebau: Magdeburg erhält mehr als 12 Millionen Euro

Für die weitere Stadtentwicklung und Bauprojekte in Magdeburg stellen Bund und Land zusammen insgesamt rund 12,2 Millionen Euro aus sechs Förderprogrammen bereit. Am 19. Dezember hat Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper im Alten Rathaus die 16 Bewilligungsbescheide über die Zuwendungen durch Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr, überreicht bekommen.

„Gut ein Viertel des Geldes (rund 3,4 Millionen Euro) wird im Rahmen des Programms ‚Zukunft Stadtgrün‘ für Maßnahmen zur Verschönerung des Naherholungszentrums am Barleber See bewilligt.“ – Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt

Oberbürgermeister Dr. Trümper bedankte sich für die finanzielle Unterstützung:

„Zusammen mit dem Eigenanteil der Stadt können mehr als fünf Millionen Euro in die Umgestaltung unseres beliebten Strandbades investiert werden. Durch die Förderzusage bekommen wir die notwendige Planungssicherheit, um wichtige Vorhaben in Angriff nehmen zu können.“

Nach Auskunft des Ministers erhält Magdeburg in diesem Jahr weitere 4,1 Millionen Euro aus dem Stadtumbauprogramm (Teil „Aufwertung“). Der Großteil dieses Geldes wird unter anderem wie folgt verwendet:

  • rund 1 Mio. Euro – Renovierung des Kutscherhauses und Anbau in der Porsestraße
  • rund 234.000 Euro – Fassadensanierung an der Ambrosiuskirche
  • rund 394.000 Euro – Umbau der Haltestelle am Thiemplatz (u.a. Barrierefreiheit)

Mit der finanziellen Unterstützung von knapp 920.000 Euro aus dem Programmteil „Abriss“ sollen insgesamt mehr als 200 dauerhaft leer stehende Wohnungen in Neu-Olvenstedt und Sudenburg vom Markt genommen werden.

Oberbürgermeister Dr.Trümper und Verkehrsminister Webel im Gespräch
Oberbürgermeister Dr.Trümper schaut sich die 16 Bewilligungsbescheide an
Oberbürgermeister Dr.Trümper und Verkehsminister Webel im Alten Rathaus

Im Rahmen des städtebaulichen Denkmalschutzes kann Magdeburg rund 1,2 Millionen Euro abrufen. Die Fördermittel sind für die Fortsetzung von Sanierungsmaßnahmen im Stadtteil Reform (Nelken- und Heckenweg) bestimmt.

Mit der finanziellen Unterstützung von insgesamt mehr als eine Million Euro aus dem Programm „Soziale Stadt“ stehen unter anderem

  • etwa 405.000 Euro für die weitere Sanierung der Sportanlagen am Umfassungsweg und
  • etwa 293.000 Euro für die Modernisierung der Straßenbeleuchtung in der Magdeburger Neustadt

zur Verfügung. Gut 1,5 Millionen Euro aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ sind unter anderem für folgende Maßnahmen geplant:

  • rund 538.000 Euro für die Sanierung des Rayonhauses in Stadtfeld und zahlreiche Maßnahmen in Sudenburg
  • Erweiterung der Kindertagesstätte in der Jordanstraße
  • Teilsanierung des Kulturzentrums Feuerwache
  • Modernisierung von Haltestellen

„Bund und Land unterstützen die Kommunen in Sachsen-Anhalt mit jeweils 50 Millionen Euro dabei, dem demografischen Wandel offensiv Rechnung zu tragen. Mit dem Geld können zum Beispiel Ortskerne attraktiver gestaltet, brachliegende Flächen aktiviert sowie Grün- und Freiflächen geschaffen werden“, erläuterte Minister Thomas Webel.

Auch die Belange des Umwelt- und Klimaschutzes sowie der soziale Zusammenhalt spielten beim Einsatz der Fördermittel eine wichtige Rolle.

Insgesamt stehen für die Förderung der städtebaulichen Entwicklung in diesem Jahr landesweit rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Die jeweils zur Hälfte von Bund und Land bereitgestellten Mittel fließen in folgende Programme:

  • Stadtumbau (etwa 42,73 Millionen Euro)
  • Städtebaulicher Denkmalschutz, Sicherung und Erhaltung historischer Stadtkerne (etwa 23,53 Millionen Euro)
  • Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt (etwa 9,73 Millionen Euro)
  • Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (etwa 8,58 Millionen Euro)
  • Kleinere Städte und Gemeinden – Netzwerke und überregionale Zusammenarbeit (etwa 4,69 Millionen Euro)
  • Zukunft Stadtgrün (etwa 3,72 Millionen Euro)
  • Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ (etwa 6,68 Millionen Euro)