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Film „Back for Good“ zum Thema Epilepsie

Mit dem Familiendrama „Back for Good“ wird die Veranstaltungsreihe „Wissenschaft im Kino“ am 15. Oktober fortgesetzt. Ein Neurologe der Universitätsmedizin Magdeburg wird dabei Fragen zum Thema Epilepsie beantworten und über das Thema diskutieren. Der Film beginnt um 18.00 Uhr im Moritzhof. Der Eintritt ist frei.

Viele Kino-, Fernseh- und Dokumentarfilme greifen wichtige gesellschaftliche Fragen auf – so auch „Back for Good“, der 2017 als Eröffnungsfilm bei der Berlinale lief. Er zeigt, wie in einer Familie mit einem epilepsiekranken Mädchen jeder seinen Weg sucht, mit der Erkrankung umzugehen.

Der Film: Back for Good

Reality-TV-Sternchen Angie kommt frisch vom Drogenentzug und muss zurück zu Mutter Monika in ihr Heimatkaff ziehen. Ähnlich schwer hat es Angies pubertierende Schwester Kiki, die wegen ihrer Epilepsieerkrankung einen Schutzhelm trägt. Dieser isoliert Kiki von anderen Jugendlichen, dabei will sie doch einfach nur dazu gehören. Ein Gefühl, das Angie sehr gut kennt. Sie besteht aber darauf, dass Schwester Kiki den Schutzhelm trägt. Beide fühlen sich unerwartet verbunden. Als Monika ins Krankenhaus kommt, muss Angie plötzlich Verantwortung übernehmen. Das mehrfach ausgezeichnete Filmdebüt ist ein unkonventionelles Drama über drei Generationen von Frauen innerhalb einer Familie.

Der Experte: Dr. Friedhelm Schmitt

Im Anschluss wird Dr. Friedhelm Schmitt Fragen zum Film und zur Forschung beantworten und diskutieren: Welches Bild von Epilepsie vermitteln Filme üblicherweise? Wie sehr stimmt das mit der Realität überein? Was sagt die Darstellung in Filmen darüber aus, welche Vorstellungen über die Erkrankung in unserer Gesellschaft vorherrschen?

Dr. Friedhelm C. Schmitt, Epileptologe an der Magdeburger Universitätsklinik für Neurologie, wird den Film als Experte begleiten. Neben seinem Hauptforschungsthema „Minimal-invasive Epilepsiechirurgie“ untersucht er schon lange die die Darstellung von Epilepsie in Spiel- und Fernsehfilmen. Im Moment arbeitet er mit dem Autor Stefan Heiner und Kollegen an einer webbasierten Filmdatenbank, in der Informationen zu Spiel- und Fernsehfilmen mit dem Thema Epilepsie öffentlich und international zugänglich gemacht werden.

Das Format: Wissenschaft im Kino

„Wissenschaft im Kino“ ist eine Veranstaltungsreihe, die zwei unterschiedliche Formate – Film und Diskussion – mit der Wissenschaft verknüpft. Sie ist in Kooperation der Stadtverwaltung mit Magdeburger Wissenschaftseinrichtungen und dem ARTist! e.V./Kulturzentrum Moritzhof entstanden. Bei „Wissenschaft im Kino“ beantworten Wissenschaftlerinnen und Forscher Fragen zum gezeigten Film und geben gleichzeitig einen kurzen Einblick in ihre Forschungsarbeiten.