Verantwortung einer Vormundschaft
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Aktuell werden vom Jugendamt, ehrenamtlichen Vormündern und dem Refugium e.V. rund 190 Vormundschaften geführt. Eine Vormundschaft kann entweder vom Jugendamt, von einem Verein oder von einem ehrenamtlichen Vormund geführt werden. Eine individuelle Vormundschaft durch einen ehrenamtlichen Vormund ist in der Regel besser für den jungen Menschen. Ehrenamtliche haben mehr Zeit, um auf die Bedürfnisse einzugehen und als ein individueller Ansprechpartner und Mentor in allen Lebensfragen zu agieren.

Eine professionell geführte Vormundschaft hat insbesondere dann Vorteile, wenn die Familienkonstellation der Mündel, also der unmündigen Menschen, kompliziert ist. Das kann zum Beispiel eine komplizierte Zusammenarbeit mit den leiblichen Eltern sein.

Vormünder übernehmen die volle rechtliche Vertretung für den jungen Menschen und sind sein persönlicher Ansprechpartner. Sie beraten und begleiten den jungen Menschen in vielen Fragen und treffen als Sorgeberechtigter in seinem Interesse Entscheidungen, zum Beispiel bei Fragen zu Unterbringung, ärztlicher Versorgung, Schule und beruflicher Integration. Hierbei arbeiten die Vormünder mit verschiedenen Partnern wie Jugendhilfeeinrichtungen, Schulen, dem Jugendamt und anderen Ämtern zusammen und stimmen sich in ihrem Engagement ab.