Interessenbekundungsverfahren Suchtberatungszentren
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Interessenbekundungsverfahren zur Einrichtung zweier Suchtberatungszentren in der Landeshauptstadt Magdeburg

Nach dem Gesetz über Hilfen für psychisch Kranke und Schutzmaßnahmen des Landes Sachsen-Anhalt (PsychKG LSA) und dem Gesetz über den Öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Sachsen-Anhalt (GDG LSA) obliegt der Landeshauptstadt Magdeburg die Beratung von Suchtkranken und suchtgefährdeten Menschen.
Stethoskop in Herzform auf mintgrünem Untergrund © Fabio Balbi - Fotolia
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© Fabio Balbi - Fotolia
Hierfür hat die Landeshauptstadt am Gesundheits- und Veterinäramt einen Sozialpsychiatrischen Dienst eingerichtet. Auf Grundlage des § 5 Absatz 4 PsychKG LSA und § 7 GDG LSA überträgt die Landeshauptstadt Magdeburg mittels öffentlich-rechtlichen Vertrages die Suchtberatung auf freie Träger. Zusätzlich werden auf Antrag des die Suchtberatung übernehmenden Freien Trägers jährliche Fördermittel vom Land und von der Stadt durch die Landeshauptstadt ausgereicht und nach den Bestimmungen des Zuwendungsrechts geprüft und abgerechnet.

In Umsetzung des Stadtratsbeschlusses vom 05.04.2018 (Beschluss-Nr. 1868-054(VI)18) strebt die Landeshauptstadt Magdeburg auf Grundlage des Konzeptes zur Suchtbekämpfung und -prävention in der Landeshauptstadt Magdeburg ab 2020 (Anlage 1) die Neuausrichtung der Suchtberatung im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens an. Dafür werden Mittel zur Umsetzung in Höhe von 641.300 € bereitgestellt. Zum Ausgleich der Tarifaufwüchse werden gemäß SR-Beschluss vom 10.03.2018 (Beschluss-Nr. 1395-040(VI)17 Tarifanpassungskosten durch die Landeshauptstadt Magdeburg getragen.

Ziel ist die Einrichtung von zwei Suchtberatungszentren mit unterschiedlichem Zielgruppenschwerpunkt.

Unter Beibehaltung des Wunsch- und Wahlrechtes soll das Suchtberatungszentrum I Beratungsangebote für Suchtkranke und suchtgefährdete Menschen mit Schwerpunktsetzung auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vorhalten. Ein weiterer Schwerpunkt soll die Suchtprävention darstellen.

Das Suchtberatungszentrum II soll vorrangig suchtspezifische Beratungsangebote für Erwachsene vorhalten und das Projekt „aufsuchende Hilfen für erwachsene Suchtkranke und -gefährdete“ (Straßensozialarbeit) fortführen.

Das Angebot soll sich grundsätzlich an die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Magdeburg richten.

Die genauen Leistungsvoraussetzungen sowie Leistungsparameter wurden auf Grundlage des Konzeptes zur Suchtbekämpfung und -prävention in der Landeshauptstadt Magdeburg erarbeitet.

Sollten Sie Interesse an der Übernahme der Trägerschaft eines Suchtberatungszentrums haben, erwarte ich Ihre vollständige Bewerbung mit aussagekräftigem Konzept, Finanzierungsplan und Referenzen, die eine Prüfung der Eignung ermöglichen, bis zum 06.06.2019, 12:00 Uhr Posteingang im Gesundheits- und Veterinäramt Magdeburg oder persönliche Abgabe im Gesundheits- und Veterinäramt Magdeburg. Doppelbewerbungen auf die Übernahme der Leistungen in beiden Suchtzentren sind ausgeschlossen. Bei Bewerbungen in Kooperation müssen die Leistungen am Standort des Suchtzentrums erbracht werden.

Entsprechend folgender Kriterien wird die Bewertung der Interessenbekundung erfolgen:

  • konzeptionelle Darstellung des Leistungsspektrums
  • inhaltliche Orientierung des Leistungsangebotes am Konzept zur Suchtbekämpfung und -prävention in der Landeshauptstadt Magdeburg
  • Nachweis mehrjähriger Tätigkeit als anerkannter Träger der Suchtkrankenhilfe in Magdeburg bzw. Sachsen-Anhalt.
  • Nachweis mehrjähriger Erfahrung (Fachlichkeit) sowie bisheriger Aktivitäten auf dem Gebiet der ambulanten Suchtberatung und Suchtprävention in der Stadt Magdeburg
  • Mitarbeit in fachbezogenen Arbeitsgruppen
  • Vernetzungstätigkeit auf regionaler, überregionaler und fachlicher Ebene

Bitte beziehen Sie sich in Ihrer Interessenbekundung auf die hier formulierten Kriterien.

Unvollständige und/oder verfristet eingegangene Interessenbekundungen werden bei der Auswahl nicht berücksichtigt.

Leistungsbeschreibungen