Deutsch-deutsche Annäherung? Magdeburg, Braunschweig und die Stasi
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Vortragsreihe des Stadtarchivs: Deutsch-deutsche Annäherung? Magdeburg, Braunschweig und die Stasi

Der Jurist und Rechtshistoriker Dr. Enrico Rennebarth widmet sich am 19. März 2019 einer deutsch-deutschen Affäre: Er spricht über „Die Anfänge der Städtepartnerschaft Magdeburg-Braunschweig im Visier der Stasi“. Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr im Kaiserin-Adelheid-Foyer des Alten Rathauses. Alle Magdeburgerinnen und Magdeburger sowie Gäste der Stadt sind dazu herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Städtepartnerschaften waren in der DDR immer Staatsaktionen, erst recht, wenn sie mit dem westlichen Ausland geschlossen wurden. Der 1987 begonnene Austausch zwischen Magdeburg und Braunschweig erschien schon wegen der räumlichen Nähe der Städte an der innerdeutschen Grenze als besonders brisant. Stets war deshalb die Stasi der Dritte im Bunde. Ihre Spitzel saßen nicht nur in Magdeburg überall dabei, sondern vollrichteten auch „Westarbeit“ in Braunschweig. Enrico Rennebarth deckt die verborgene geheimdienstliche Seite eines deutsch-deutschen Annäherungsversuchs auf und berichtet über Spionageziele, inoffizielle Mitarbeiter und Doppelgänger-Identitäten.

Der Jurist Dr. Enrico Rennebarth lebt und arbeitet in Berlin. Seine vom Stadtarchiv Braunschweig publizierte Doktorarbeit wird nun erstmals in Magdeburg vorgestellt.

Das Jahr 2019 bietet zum 30-jährigen Jubiläum der Friedlichen Revolution ein breites Spektrum an Veranstaltungen. Der Vortrag des Stadtarchivs ist symbolischer Auftakt für die gemeinsame Veranstaltungsreihe „Aufbruch 1989 – 30 Jahre Friedliche Revolution in Magdeburg“, die von der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg koordiniert wird.