Magdeburg unterstützt Helmholtz-Antikörper-Studie
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27.11.2020

Magdeburg unterstützt Helmholtz-Antikörper-Studie

Magdeburg unterstützt Helmholtz-Antikörper-Studie

Rund 9.000 Magdeburger*innen haben in den vergangenen Tagen vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig eine Einladung für eine freiwillige Teilnahme an einer Corona-Antikörperstudie erhalten. Bis 15. Dezember sollen insgesamt 3.000 Personen getestet werden. Mehr als 500 haben in den vergangenen Tagen bereits teilgenommen. Magdeburg gehört zu mehreren bundesweiten Städten und Regionen mit Antikörperstudien des HZI. Die Landeshauptstadt Magdeburg unterstützt das HZI bei der Realisierung der Studie.

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, der Leiter der Epidemiologie des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Prof. Dr. Gérard Krause und der Fachbereichsleiter der Einsatzdienste der Johanniter Unfall-Hilfe-e.V., Gerald Wienhöfer, haben am 27. November die Angeschriebenen dazu aufgerufen, an der Corona-Antikörperstudie teilzunehmen. Ziel des Projekts ist es, das Wissen über die tatsächliche Verbreitung von Infektionen mit SARS-CoV-2 und entsprechender Immunität in unterschiedlichen Gruppen in Deutschland zu verbessern. Die Erkenntnisse daraus sollen im Zusammenhang mit Daten weiterer Studien Grundlage für Handlungsempfehlungen zur effektiven Eindämmung der Virus-Verbreitung und gleichzeitig zur Normalisierung des öffentlichen Lebens sein.

Oberbürgermeister Dr. Trümper in einem Presseinterview vor dem Testzentrum
Prof. Dr. Gérard Krause (Leiter der Epidemiologie des HZI) und Gerald Wienhöfer (Fachbereichsleiter Einsatzdienste der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.) bei einem Pressegespräch vor dem Testzentrum
Oberbürgermeister Dr. Trümper im Interview vor dem Testzentrum zur Corona-Antikörperstudie
Prof. Dr. Gérard Krause, Leiter der Epidemiologie des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, im Pressegespräch vor dem Testzentrum
Banner des Helmholtz-Instituts
Das Testzentrum der Corona-Antikörperstudie in der Budenbergstraße in Buckau von innen
Beschilderung eines Entnahme-Zimmers
Medizinisches Material für das Testverfahren der Corona-Antikörperstudie

Zufallsprinzip, um Repräsentativität zu gewährleisten

Die eingeladenen Testpersonen der Studie wurden nach einem Zufallsverfahren ausgewählt. Eine freiwillige Teilnahme ohne vorherige Einladung ist nicht möglich, um die Repräsentativität der Studie zu gewährleisten.

„Wir möchten mit der Studie die tatsächliche Verbreitung von Infektionen mit SARS-CoV-2 untersuchen und die entsprechende Immunität in verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Deutschland zuverlässiger bestimmen“, erklärt Prof. Dr. Gérard Krause, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und Koordinator der Studie.

Auch Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper befürwortet und unterstützt die Studie:

„Durch die Teilnahme an der bundesweiten Studie können die Probanden einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Erforschung des neuartigen Corona-Virus zu unterstützen und entsprechende Erkenntnisse frühzeitig einzuleiten. Die Antikörperstudie kann zudem Aufschluss darüber geben, welcher Anteil der Bevölkerung bereits eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht hat. Da es Personen gibt, die bereits mit dem Virus infiziert waren, ohne es zu wissen, können diese dadurch auch etwas über den eigenen Krankheitsverlauf erfahren.“

Die Testpersonen werden zur Blutabnahme ins Studienzentrum eingeladen. Sollte der dortige Besuch nicht möglich sein, kann ein mobiles Team einen Hausbesuch vornehmen. Alle Labor- und Befragungsdaten werden pseudonymisiert und wissenschaftlich ausgewertet. Die Studienteams bestehen aus hierfür geschultem Personal des HZI und der Johanniter. Gestartet wurde die bundesweite Antikörperstudie am 1. Juli 2020 in Reutlingen als Pilotregion. Die Finanzierung erfolgt derzeit aus Mitteln des HZI. Die weitere Finanzierung wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, kurz BMBF, sichergestellt.

Alle Informationen zur Studie sind im Internet unter HZI - C19-Antikörperstudie verfügbar.

Hintergrund zur Studie des HZI

Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, kurz HZI, wird das Wechselspiel zwischen Infektionserregern und dem Immunsystem wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse der Grundlagenforschung werden systematisch in die medizinische Anwendung übertragen. Der Forschungsauftrag des Zentrums ist es, die Grundlagen für neue Diagnoseverfahren, neue Wirkstoffe und neue Therapien gegen Infektionskrankheiten zu schaffen. Es verfolgt die Ziele der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.