Erste Ergebnisse über die Befragung zum Digitalen Lernen
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05.08.2020

Erste Ergebnisse über die Befragung zum Digitalen Lernen

Erste Ergebnisse über die Befragung zum Digitalen Lernen

Von 457 befragten Magdeburger Eltern halten 72 Prozent das Digitale Lernen generell für sinnvoll. Dennoch sind 52 Prozent von ihnen mit der derzeitigen methodischen und technischen Umsetzung durch die Schule eher oder gar nicht zufrieden. Das sind 2 Ergebnisse einer Befragung des Bildungsbüros der Landeshauptstadt zum sogenannten Homeschooling während des Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020.

Erziehende vor einem Laptop mit gehobenem Zeigefinger in Richtung Kind © Alliance - stock.adobe.com
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© Alliance - stock.adobe.com

Hilfe bei der Verwirklichung der Befragung erfolgte durch das Magdeburger Amt für Statistik, Wahlen und demografische Stadtentwicklung sowie die Stadt Jena und den Landkreis Anhalt-Bitterfeld als Impuls- und Ideengeber.

An der Umfrage zum digitalen Lernen während der Corona-Krise beteiligten sich im Juni 457 Eltern bzw. Erziehende von 604 Kindern und jungen Erwachsenen, die 62 allgemeinbildende Schulen Magdeburgs besuchen.

Mehr als die Hälfte bemängelt unregelmäßige Kontaktaufnahme

Befragt wurden Eltern, deren Kinder allgemeinbildende Schulen in Magdeburg besuchen. Die Befragten gaben an, dass die Aufgaben während der Schulschließungen am häufigsten per E-Mail übermittelt wurden (45,8 Prozent), dicht gefolgt von Lernplattformen (40,2 Prozent) und über die Homepage der jeweiligen Schule (33,0 Prozent).

Etwas mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer*innen gab an, dass Lehrer*innen nicht regelmäßig Kontakt aufgenommen hätten, um mögliche Lernschwierigkeiten der Kinder und Jugendlichen abzufragen. Diese Ergebnisse spiegeln sich auch in einem Wunsch nach verstärkter Nutzung digitaler Methoden (60 Prozent) und eine bessere Kommunikation mit den Lehrenden (57 Prozent) wieder.

90 Prozent haben digitale Geräte

Fast jeder Haushalt verfügt über einen Internetanschluss und 9 von 10 Befragten gaben an, dass ein digitales Gerät in Form eines Computers oder Tablets zur Verfügung steht. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Schüler*innen lag bei 3,9 Stunden pro Tag (ohne Wochenende). Die Befragten investierten zur Unterstützung ihrer Kinder durchschnittlich 1,5 Stunden pro Tag. Als Tipps für das Lernen zu Hause gaben 52 Prozent an, dass die Strukturierung der Lerntage (Stundenpläne, Bewegungspausen), Feedback für die Kinder und der Austausch mit Lehrer*innen hilfreich ist.

In Abstimmung mit den Projektpartnern des Programms „Bildung integriert“ sind weiterführende Untersuchungen geplant. Weitere Ergebnisse sollen im Rahmen der Bildungsberichterstattung der Landeshauptstadt Magdeburg dargestellt werden.

Weiterführende Ergebnisse und Informationen als Infografik >>Externer Link - öffnet in einem neuen Fenster<<

Weitere Ergebnisse der Befragung Digitales Lernen als Präsentation