Buckauer Kiez: Außenstelle im Stadtzentrum eröffnet
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Buckauer Kiez: Außenstelle im Stadtzentrum eröffnet

Buckauer Kiez: Außenstelle im Stadtzentrum eröffnet

Buckau – Magdeburgs Stadtteil mit seinen Industrieruinen und den historischen Gründerzeit- und Rayonhäusern gilt als aufstrebend, insbesondere auch für die Kunst- und Kulturszene. Seit 9. Juni gibt es die Facetten des Stadtviertels in einem Geschäft im Zentrum Magdeburgs zu entdecken. Im Wechsel übernehmen Buckauer Unternehmer ein PopUp-Geschäft auf der Ernst-Reuter-Allee und präsentieren Produkte und Kunstwerke ihres Stadtteils. Im hinteren Teil verwandelt sich das Geschäft zu einem Veranstaltungsort.

Der neue gegründete Buckau e.V. nimmt ganz Magdeburg mit auf eine Reise in den kreativen Stadtteil. Mitten im Zentrum, in der Ernst-Reuter-Allee 8, öffnet der Buckau Laden. Hier stellen sich demnächst die Unternehmen aus dem Kiez vor und bieten ihre Produkte und Kunstwerke an. Den Anfang wird ein Buckauer Modelabel machen.

Zum Auftakt kreierte die Malerin Sari Prieto vom Q.Hof live vor Ort weiter an ihrem Ölbild „the ever changing“ – Ein Kunstwerk, dass die Buckauer Künstlerin stetig weiterentwickelt. „Hausfreund Semanski“ sowie die Musik-Kombo „Best Man Honey“ spielten, ebenfalls live, und stimmten zur Buckauer-Kiez-Lebensfreude ein.

Auch in den kommenden Monaten wird es jede Menge Raum für Kunst und kreative Projekte geben. Neben zahlreichen Workshops und Lesungen sind Konzerte mit Stadtteil-Akteuren geplant.

Eröffnungsrede Oberbürgermeister Dr. Trümper vor dem neuen PopUp-Geschäft
Susanne Klaus überreicht Oberbürgermeister Dr. Trümper ein Buckau-Shirt
Regal voll handgemachtem Buckau-Schmuck und Souvenirs
Zunächst bietet das Buckauer Label Ludisia seine Mode im Geschäft an
Susanne Klaus und Oberbürgermeister Dr. Trümper im Gespräch im Buckau-Laden

Ein Stück Buckau in der Nähe des Rathauses

Auch die Landeshauptstadt Magdeburg unterstützt das Projekt. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper gratulierte zur Eröffnung:

„Ich freue mich, dass mit dem neuen Laden ein Stück Buckau gleich in der Nähe des Rathauses Einzug hält. Wer hier sieht, wie kreativ und produktiv die Buckauer sind, wird sicher demnächst mal im Viertel vorbeischauen. Das wünsche ich den engagierten Akteuren.“

Weitere Unterstützung bekommt der Buckauer Kiez-Laden von den Magdeburger Verkehrsbetrieben und den Städtischen Werken, die auf der Hauptverkehrsachse nach Buckau aktuell wichtige Arbeiten erledigen. Aufgrund des Infrastruktur-Ausbaus entlang der Schönebecker Straße stehen den Buckauern in den kommenden Monaten weitere Verkehrseinschränkungen bevor. Der Buckau-Laden ist somit eine Möglichkeit den Stadtteil, seine Unternehmen sowie die Kunst und Kultur dennoch präsentieren zu können.

Buckau-Laden
Ernst-Reuter-Allee 8
dienstags bis freitags – 10 bis 18 Uhr
samstags – 10 und 14 Uhr

Über den Stadtteil Buckau

In Buckau trifft Künstlerkiez auf Arbeiterviertel. Einst die Wiege des deutschen Maschinenbaus verbergen sich heute hinter den Klinkerfassaden ehemaliger Fabrikgebäude moderne Wohnungen, Kunstzentren und Büroräume junger Start-up-Unternehmen.

Mit dem Ausbau der Infrastruktur mussten sich die Buckauer auf große Verkehrseinschränkungen einstellen. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe bauen entlang der Warschauer und Schönebecker Straße eine neue Straßenbahntrasse, die Städtischen Werke erledigen wichtige Kanalarbeiten. Eine Herausforderung für Anwohner und Unternehmen zugleich, die nach erfolgreichem Abschluss ein großes Plus an Attraktivität für den Stadtteil bedeutet.

Buckau in Zahlen:

218 Hektar
6.500 Einwohner
700 Gewerbeanmeldungen

Otto erklärt: Rayonhaus

Das Rayonhaus ist eine zur napoleonischen Zeiten entstandene Bauform. „Rayon“ im Ursprung sind Schussfelder bzw. brachgelegte Streifen vor Wehranlagen. Hier gab es ein Bauverbot, um die Verteidigung einer Stadt zu gewehrleisten. Kein Haus, keine Mauer, kein Graben oder Wall durfte hier stehen. Betrachtet man die Anordnung aller „Rayonhäuser“ ist eine Art Halbkreis um das Zentrum zu erkennen.

Im Laufe der Zeit begann die Bevölkerung das Bauverbot zu ignorieren und das ungenutzte Land zu bebauen. Kleinere Gärten entstanden, vereinzelte Bäume wurden gepflanzt. Nachdem sich auch die Reichweite der Waffen weiterentwickelt, erlaubte Kaiser Napoleon die Nutzung der Rayon-Flächen. Einzige Maßgabe: es musste schnell abreißbar sein. Das Fachwerk ist nur verzapft – also weder Schrauben noch Nägel wurden verwendet.

Das Rayonhaus entstand in seinem typischen Bild: Fachwerkhaus mit maximal zwei Etagen, oftmals mit kleinem Garten und einem Baum. Die Rayonhäuser sind ein besonderes Erbe der Stadtgeschichte und auf ihre Weise einmalig in Europa.

Über den Verein Buckau e. V.

Vorsitzendender: Ingmar Schwan
Stellvertreter: Susanne Klaus

Vereinsziel: Zentraler Anlaufpunkt für alle Buckauer, Vermittler und Gestalter zugleich

 „Unser Stadtteil hat so viel zu bieten, zahlreiche kreative Köpfe haben Lust sich einzubringen und wir können das Ganze jetzt bündeln“, so Vereinsvorsitzender Ingmar Schwan. Jeder sei im Verein willkommen, egal ob aktiv oder als Förderer. Gert Müller, Schatzmeister des Vereins, ergänzt: „Wir wollen immer mit der Stadt im Gespräch bleiben, aktuell über den Stand der Bauarbeiten informieren können und wissen, wie es weitergeht.“