Leben im Corona-Einsatz: Feuerwehr Magdeburg
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Leben im Corona-Einsatz: Feuerwehr Magdeburg

Leben im Corona-Einsatz: Feuerwehr Magdeburg

„Wir bleiben für euch da – Bleibt Ihr für uns daheim“ dieses bundesweite Motto ist auch der Leitsatz für die Einsatzkräfte der Magdeburger Feuerwehr. Dass dazu mehr gehört als das öffentlich wahrgenommene Blaulicht der Einsatzfahrzeuge, zeigt ein kleiner Einblick in den Alltag während einer nicht ganz alltäglichen Zeit.

Einsätze sind mehr als das Blaulicht auf dem Weg zur Brandbekämpfung

Einer der wichtigsten Tätigkeiten der Feuerwehr Magdeburg sind Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit, um im Falle eines Einsatzes Leben retten zu können. Doch die Kamerad*innen sind auch an vielen weiteren Stellen für die Magdeburger*innen im Einsatz:

So hilft die Berufsfeuerwehr bei der Verteilung der Hilfsgüter und Schutzmaterialien für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen. Die Freiwillige Feuerwehr der Landeshauptstadt unterstützt, neben der gewohnt professionellen Bearbeitung von Einsätzen zum Brandschutz und der Hilfeleistung, eine zentrale Desinfektionsstelle für kontaminierte Fahrzeuge des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes. Der Katastrophenschutz unterstützt die Kassenärztliche Vereinigung beim Transport des Hausarztes oder der Hausärztin zu Patient*innen in Quarantäne, der anschließenden Desinfektion der Einsatztechnik, sowie bei der Verteilung von Hilfsgütern und Schutzmaterialien. Rund um die Uhr steht die Leitstelle parat und koordiniert Anfragen und Materialbedarfe für die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren und des Katastrophenschutzes.

Dass alle zusätzlichen Maßnahmen auf die Unterstützung der Magdeburger Ämter und insbesondere des Gesundheitsamtes abgestimmt sind, zeigt die Komplexität hinter der scheinbar selbstverständlichen Einsatzbereitschaft aller Einsatzkräfte.

Weißer Transporter mit Hilfsgütern auf dem Gelände der Feuerwehr

Es gibt keine Ausreden – auch Helden halten Abstand!

Neben dem alltäglichen Einsatzgeschehen und der Unterstützung zur Bekämpfung der Pandemie gibt es auch angenehme Abwechslung im Dienstgeschehen: Am 1. April konnten die neuen Anwärter zu ihrer zweijährigen Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr begrüßt werden.

Die neuen Auszubildenden unterstützen zunächst bei den Maßnahmen gegen das Corona-virus. Nebenbei werden dabei aber bereits erste Ausbildungsinhalte und das Handwerkszeug für das spätere Einsatzgebiet vermittelt. Was „normal“ und „einfach“ klingt, erfordert bei den Unterrichtsformen unter den aktuellen Umständen aber ein hohes Maß an Flexibilität und Ideenreichtum der Ausbildenden. Schließlich muss der sonst gewohnte Unterrichtssaal in die freie Natur verlegt werden, um auch den nötigen Abstand untereinander einhalten zu können – denn dieser ist bekanntermaßen ein sehr wirkungsvoller Schutz vor Corona-Infektionen.

Brandmeisteranwärter bei der Schulung zur Nutzung des Digitalfunks in einem Zelt