Soziale Arbeit in Kitas: Chancengleichheit für die Jüngsten
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Soziale Arbeit in Kitas: Chancengleichheit für die Jüngsten

Soziale Arbeit in Kitas: Chancengleichheit für die Jüngsten

Ungleichheiten früh abbauen, damit alle Kinder die gleichen Chancen haben – dieses Ziel hat das Projekt „Soziale Arbeit in Kitas“, das am 15. Januar offiziell im Alten Rathaus von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und vielen Programmpartnern gestartet wurde. In den kommenden 5 Jahren profitieren 13 Kindertageseinrichtungen der Landeshauptstadt von zusätzlicher Sozialarbeit – finanziert durch Landes- und kommunale Mittel. Das Jugendamt begleitet das Projekt fachlich.

Handpuppe als Symbol eines gelingenden Startes

Beim offiziellen Startschuss am 15. Januar konnte Oberbürgermeister Dr. Trümper neben Vertreter*innen aus der Stadt- und Landespolitik alle teilnehmenden Kitas sowie die Sozialarbeiter*innen begrüßen. Für einen gelingenden Projektstart und zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit mit den Kindern überreichte Simone Borris, Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit, jeder Sozialarbeiterin und jedem Sozialarbeiter eine Handpuppe. Die Puppe wurde im Vorfeld durch das Kinderparlament der Kita „Weltkinderhaus“ ausgewählt.

Eine Mitarbeiterin überreicht eine Puppe an ein Kind
Ein Beutel voller Puppen
Singende Kinder vor den Gästen der Projektvorstellung

Statistik und Umfrage entscheidet über teilnehmende Kitas

In 13 Kitas, deren Familien im besonderen Maße von Bildungsbenachteiligungen und Armut bedroht oder betroffen sind, werden nun Sozialarbeiter*innen eingesetzt. Sie beraten, begleiten und unterstützen Kinder und Familien, um gute und hilfreiche Rahmenbedingungen zu schaffen. Auf diese Weise werden auch die pädagogischen Fachkräfte vor Ort entlastet.

Die Auswahl der Kita-Standorte erfolgte in Form eines Rankings. Das Ranking basierte auf statistischen Daten, die Aufschluss über die Lebenssituation der betreuten Kinder und deren Familien gaben. Darüber hinaus wurden die Kita-Leitungen anhand einer Online-Umfrage nach den Herausforderungen ihrer pädagogischen Arbeit befragt.

Die teilnehmenden Kitas sind in acht Magdeburger Stadtteilen verortet:

  • Neustädter See
    • Integrative Kita Kinderland
    • Integrative Kita Neustädter See
    • Kita Schlupfwinkel
  • Kannenstieg
    • Kita Bummi
  • Neustädter Feld
    • Kita Kuschelbären
    • Kindergarten Traumhügel
  • Neue Neustadt
    • Kita Kinderlachen
    • Kita Weltkinderhaus
  • Neu Olvenstedt
    • Integrative Kita Fliederhof II
    • Kindergarten Valentin
  • Sudenburg
    • Katholische Kita St. Marien
  • Leipziger Straße
    • Kita Traumzauberbaum
  • Salbke
    • Kita Wolkenstein
v.l.n.r.: F. Diesing, D. Ullrich, A. Deutschmann, S. Fahrtmann, C. Neumann
Oberbürgermeister Dr. Trümper wird von einem Fernsehteam interviewt
Gäste des Projektstarts

„Kreuzlösung“ für eine neutrale Position

Zur Umsetzung des Projektes sind zwei freie Träger damit beauftragt, Sozialarbeiter*innen in den ausgewählten Kitas einzusetzen. Der Deutsche Familienverband Sachsen-Anhalt e. V. und das Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e. V. konnten mit ihren Erfahrungen aus der Schulsozialarbeit und ihren eingereichten Konzeptionen überzeugen. Beide Träger sind nicht Träger von Kitas. Diese „Kreuzlösung“ ermöglicht eine neutrale Position und eine klare Abgrenzung gegenüber den pädagogischen Fachkräften in den Betreuungseinrichtungen, die einen eigenständigen Bildungs- und Erziehungsauftrag wahrnehmen.

Hintergrund zum Projekt

Im Mai 2019 hatte der Magdeburger Stadtrat grünes Licht gegeben und beschlossen, dass das Projekt „Soziale Arbeit in Kitas“ ab dem Jahr 2020 für die nächsten fünf Jahre umgesetzt wird. Dem Beschluss vorausgegangen waren zwei Armutskonferenzen, initiiert durch das Dezernat für Soziales, Jugend und Gesundheit. Das Ergebnis: Ungleichheiten früh abbauen sowie Prävention statt Intervention. „Soziale Arbeit in Kitas“ soll die Chancengleichheit schon vor der Schule verbessern. Für die Beigeordnete Simone Borris ist das ein wichtiges Signal und ein erfolgsversprechendes Modell.