30. Verlegung - 25 Stolpersteine für Magdeburg
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30. Verlegung - 25 Stolpersteine für Magdeburg

30. Verlegung – 25 Stolpersteine für Magdeburg

1928 lebten etwa 3.000 Mitmenschen jüdischen Glaubens in Magdeburg – als Nachbar*innen, Schulkamerad*innen, Kolleg*innen in Krankenhäusern, Geschäften, Behörden und Fabriken. Während des Nationalsozialismus wurden 1.521 von ihnen, darunter 287 Kinder, ermordet. Es ist eine generationenübergreifende Verantwortung, an diese grausamen Verbrechen zu erinnern und dem Leid der Opfer und ihrer Angehörigen zu gedenken. Im Dezember wurden dazu in Magdeburg 25 weitere Stolpersteine verlegt.

Zur 30. Verlegung der Stolpersteine waren Angehörige aus den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland zu Gast. Sie gedachten an die Familien Liebermann und Lichtenstein und zur erinnerten an Friedrich Liebau. Bereits im Vorfeld hatten Schulklassen der Berufsbildenden Schule „Eike von Repgow“ und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums zu den Lebensläufen und Schicksalen der Familien Prinz und Winter recherchiert.

Zum Gedenken an

Josef Kasel
Nathan Aronsohn
Henriette Aronsohn (geb. Koch)
Georg Ismar Schneider
Rosa Else Schneider (geb. Stensch)
Margot Schneider
Karl Heinz Schneider
Edith Schneider (verh. Braunsberg)
Juda Weinberger
Debora Weinberger (geb. Langer)
Isidor Schneider
Dora Schneider (geb. Schetzer)
Herzko Futerman
Zyla Futerman (geb. Manasohn)
Bertha Lichtenstein (geb. Jacoby)
Margarete Lichtenstein
Hedwig Lichtenstein
Dr. Julius Winter
Martha Winter (geb. Israel)
Ernst Lustig
Jenny Lustig (geb. Hirschfeld)
Gustav Michaelis
Hugo Prinz
Sophie Prinz (geb. Michaelis)
verfolgt, entrechtet, ermordet, weil sie Juden waren
Friedrich Liebau
ermordet, weil er behindert war

Zeitlicher Ablaufplan der Verlegung

Stolperstein Emil Kaufmann
Künstler Gunter Demnig verlegt 9 Stolpersteine
Verlegung von Stolpersteinen in der Landeshauptstadt Magdeburg (Archivfoto)
9 verlegte Stolpersteine mit Blumen

Gedenkbuch im Eike-von-Repgow-Saal des Alten Rathauses

Der Designer Ernst Albrecht Fiedler gestaltete Gedenkblätter zu den Stolpersteinen, die im Magdeburger Gedenkbuch im Alten Rathaus zu sehen sind. Das Gedenkbuch wird auf einer Stele im Eike-von-Repgow-Saal aufbewahrt und ist auch auf Magdeburg - Aktion Stolpersteine digital einzusehen. Hier kann ebenfalls ein digitaler, regelmäßig aktualisierter Stadtplan genutzt werden, der die Verlege-Orte der Stolpersteine aufzeigt. Im Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg ist diese Karte als Druckfassung mit dem derzeitigen Stand des Jahres 2016 erhältlich. Eine aktuelle Neuauflage ist bereits in Planung.

Finanzierung der Stolpersteine benötigt Unterstützung

Die städtische Aktion „Stolpersteine für Magdeburg“ hat zahlreiche Unterstützer – Einzelpersonen und Gruppen – die mit Spenden die Finanzierung der Stolpersteine ermöglicht haben.

Um die Stolpersteinen auch weiterhin finanzieren und verlegen zu können, wird um Spenden gebeten:

Spendenkonto „Stolpersteine“ bei der Stadtsparkasse Magdeburg
IBAN DE02 8105 3272 0014 0001 01
BIC NOLADE21MDG
Verwendungszweck: 37994311/Stolpersteine
Kontoinhaber: Landeshauptstadt Magdeburg

Bitte Adresse für Benachrichtigungen und Spendenbescheinigung mitteilen.

Die Idee der Stolpersteine

Entstanden ist das Projekt durch den Kölner Künstler Gunter Demnig. Seit 1997 setzt er dort, wo die Opfer wohnten und wirkten, über 8.000 Erinnerungssteine in die Straßenpflaster. Auf einer Messingplatte sind die Namen und biografischen Daten, der Zeitpunkt der Deportation und der Deportationsort der ermordeten Menschen eingraviert.

Inzwischen liegen Stolpersteine in 1265 Kommunen Deutschlands und in einundzwanzig Ländern Europas.

Fachdienstleiterin:
Frau Beate Kramer
Julius-Bremer-Straße 10
39104 Magdeburg