Beliebtes Klassikkonzert »Musik am Nachmittag« gerettet
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Beliebtes Klassikkonzert »Musik am Nachmittag« gerettet

Beliebtes Klassikkonzert „Musik am Nachmittag“ gerettet

Seit 24 Jahren erfreut das stets ausverkaufte Klassikkonzert „Musik am Nachmittag“ die Seniorenkreise. Schrumpfende Stiftungserträge haben die stark subventionierten Eintrittspreise gefährdet. Unterstützer aus der Wirtschaft und die Landeshauptstadt Magdeburg haben nun der Veranstaltung unter die Arme gegriffen, um den Eintritt auch weiterhin für geringe Renteneinkommen zu ermöglichen.

Anwesende Gäste im AMO Kulturhaus © Klaus-Dieter Knauel
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© Klaus-Dieter Knauel

Seit über zwei Jahrzehnten ein wichtiger kultureller Beitrag

Die Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation veranstaltet zweimal jährlich das Klassikkonzert „Musik am Nachmittag“ im AMO-Kulturhaus. Und das bereits seit 1995. Neben dem Musikgenuss ist die gesellschaftliche Teilhabe ein Hauptaugenmerk der Veranstaltungsreihe. Ehrenamtliches Engagement und finanzielle Unterstützung sorgen schon seit längerem für moderate Eintrittspreise der hochkarätig besetzten Konzerte. Konnten die Subventionierungen bisher durch Unterstützer und Veranstaltungserlöse aufrechterhalten werden, gefährdeten nun schrumpfende Stiftungserlöse die Veranstaltung. Den Veranstaltern ist es dank neuer Unterstützer gelungen, das beliebte Konzert auch weiterhin für geringe Renteneinkommen zu ermöglichen.

„Ich freue mich, dass sich die städtische ‚Wohnen und Pflegen‘ sowie die Wohnungsgesellschaft WOBAU, aber auch private Unternehmen aus der Bau-, Wohnungs- und Pflegewirtschaft an den Kosten beteiligt haben. Zu letzteren zählen unter anderem Humanas, Grundtec, Wilhelm Wallbrecht und Industriebau Wernigerode.“ – Nicolle Cassel, Sopranistin und Repräsentantin der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation

Die Landeshauptstadt beteiligt sich seit 2017 an den Kosten; die städtische Messe- und Veranstaltungsgesellschaft, kurz MVGM, stellt das Haus zu den Selbstkosten zur Verfügung.

Auftritt der Gesangssolisten Nicolle Cassel und Claudius Ehrler mit dem Streichtrio
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Veranstaltung
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Die anwesenden Gäste applaudieren.
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Anwesende Gäste applaudieren
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© JOACHIM SPRINGER
Die Gäste studieren das Programm der Veranstaltung.
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Klassische Musik und humorvolle Einblicke

Das Herbstkonzert 2019 stand unter dem Motto Friedrich Schillers „Süßer Wohllaut schläft in der Saiten Gold“. Das Ensemble bestand aus Klavier, Streichtrio sowie den Gesangssolisten Nicolle Cassel im Sopran und Claudius Ehrler im Bariton. Neben Werken von unter anderem Lehar, Schumann, Brahms, Millöcker sorgten humorvolle Einblicke in so manches Komponistenleben für einen gelungenen Unterhaltungswert. Die anwesenden Gäste waren vom Programm des Nachmittags sichtlich gerührt. Auch der ehemaligen AMO-Chefin Petra Schubert, Herz und Seele der Veranstaltung, war die Freude über das gelungene Konzert anzusehen:

„Mir war es stets wichtig, den Seniorinnen und Senioren ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Musik hat eine einzigartige Wirkung auf die Gefühlswelt – insbesondere auch bei Menschen mit dementiellen Erkrankungen.“

Sozialbeigeordnete Simone Borris begrüßt die anwesenden Gäste.
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Veranstaltung
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Musiker auf der Bühne
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Anwesende Gäste applaudieren
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Viel ehrenamtliches Engagement

Schirmherrin der Veranstaltung war die Sozialbeigeordnete Simone Borris. In ihrer Rede dankte sie der Internationalen Stiftung um Stifter Erich Fischer für das seit mehr als zwei Jahrzehnten währende Engagement für Magdeburg. Aber auch die finanzielle Unterstützung aus der Wirtschaft und das ehrenamtliche Engagement wurden ins rechte Licht gerückt. Die vielen Helfer und Helferinnen behielten den organisatorischen Überblick und standen beim Servieren den Profis in nichts nach. Das spart nicht nur Kosten, sondern ist zugleich ein Beitrag älterer Magdeburgerinnen und Magdeburger zum Gelingen der Veranstaltung. Ehrengäste des Nachmittags waren ehemalige Redakteure des Magdeburger Kuriers. Die monatliche, ehrenamtlich erstellte Publikation war bei der älteren Magdeburger Generation sehr beliebt. Altergründe und fehlender Redaktions-Nachwuchs bedeutete aber das Aus.

„Vielleicht wird auch hier, wie bei der Musik am Nachmittag, noch eine Lösung gefunden“, so Simone Borris weiter.