Stadtplakette: 150 Jahre Naturwissenschaftlicher Verein
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Stadtplakette in Gold: 150 Jahre Naturwissenschaftlicher Verein

Stadtplakette in Gold: 150 Jahre Naturwissenschaftlicher Verein

Zum 150-jährigen Jubiläum hat der Naturwissenschaftliche Verein zu Magdeburg e. V. die Stadtplakette in Gold verliehen bekommen. Bürgermeister Klaus Zimmermann übernahm am 14. September die Ehrung im Alten Rathaus. Der Verein gilt als Kompetenzzentrum für Naturforschung und Naturwissenschaftler und entwickelte sich Dank weitsichtiger Ansätze und großem Engagement zur festen Größe in der Museumslandschaft in Sachsen-Anhalt.

Schnelle Entwicklung dank weitsichtiger Ansätze

Ausgangspunkt für die Gründung des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Magdeburg vor 150 Jahren war der 100. Geburtstag des Naturforschers Alexander von Humboldt. Humboldts große Leistungen und seine weitsichtigen Ansätze der Vernetzung und des Erfahrungsaustauschs sind auch Ziele des Vereins. Auf dieser Grundlage entwickelte sich der Verein schnell zu einem Kompetenzzentrum für Naturwissenschaftler, Ingenieure und der Naturforschung zugeneigte Bürgerinnen und Bürger. Vereinsmitglieder organisierten vielfältige Vorträge für ein breites Publikum und sammelten Mineralien, Fossilien, Insekten sowie Pflanzen- und Tierpräparate. Außerdem bauten sie eine Fachbibliothek auf und standen mit zahlreichen naturwissenschaftlichen Vereinen in ganz Deutschland im Austausch.

Die geladenen Gäste im Kaiserin-Adelheid-Foyer
Bürgermeister Klaus Zimmermann gratuliert Prof. Dr. Detlef Siemen.
Die Festveranstaltung zum 150-jährigen Vereinsjubiläum.
Prof. Dr. Detlef Siemen begrüßt die anwesenden Gäste.
Bürgermeister Klaus Zimmermann hält ein Grußwort.

Verein etabliert Museumsarbeit – landesweit

Im damalig, neugegründeten städtischen Realgymnasium in der Brandenburger Straße erhielt der Verein von der Stadt Magdeburg Räumlichkeiten. Damit war der Grundstein für die Entstehung des Museums für Naturkunde im Jahr 1875 gelegt. Als 1893 das Städtische Museum Magdeburg am Domplatz eröffnete, zog das naturkundliche Museum um und ging 1904 als Geschenk des Naturwissenschaftlichen Vereins in die Hände der Stadt über. Von 1904 bis zur Zerstörung Magdeburgs 1945 war das Naturkundemuseum einer der bedeutendsten Ausstellungsorte der Stadt. Nach dem Krieg löste sich der Verein auf und wurde erst 2002 neugegründet. Seitdem dient er der Förderung des Museums für Naturkunde in Magdeburg und setzt die wissenschaftliche Arbeit und die Vortragstätigkeit fort.

Mit einem Umbau und der neuen Dauerausstellung hat sich das Museum für Naturkunde als Teil des Zweispartenhauses in der Otto-von-Guericke-Straße etabliert. In der landesweiten Museumslandschaft zählt es auch Dank der Arbeit des naturwissenschaftlichen Vereins zu einer festen Größe. In seiner Ansprache dankte Bürgermeister Zimmermann dem Verein für sein jahrzehntelanges Engagement und dem großen Beitrag für die naturwissenschaftliche Forschung in der Landeshauptstadt Magdeburg.

Hintergrundinformationen zur Stadtplakette

Die Stadtplakette der Landeshauptstadt Magdeburg in Gold ehrt Vereine, Firmen, Körperschaften, Verbände und andere Einrichtungen mit Sitz in Magdeburg, die auf ein mindestens 100-jähriges Bestehen zurückblicken können. Sie ist Anerkennung und Dank für die Treue zur Stadt und die geleistete Arbeit.

Mit der Ehrung am des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Magdeburg e. V. am 14. September wurden insgesamt 107 Stadtplaketten der Landeshauptstadt Magdeburg verliehen. Die Verleihung einer Stadtplakette in Gold erfolgte erst zum 66. Mal. Neben der goldenen für das 100-jährige Jubiläum, gibt es die silberne für 75 Jahre und die bronzene Plakette für das 50-jährige Jubiläum. Die Auszeichnung an den Verein verdeutlicht den wichtigen naturwissenschaftlichen Forschungsbeitrag und die traditionsreiche lange Geschichte über Jahrzehnte hinweg.

Die erste Verleihung erfolgte 1996 an den Verband der Kleingärtner e. V. anlässlich des 75-jährigen Bestehens. Seit 2010 hat die Plakette der Landeshauptstadt Magdeburg ein neues Design. Die Gestaltung besinnt sich auf den Ursprung des plakativen Anschlagzettels. Entsprechend wird die Plakette in einem hölzernen, silbernen oder goldenen Rahmen präsentiert. Abgebildet ist die Sicht auf das Rathaus und die Johanniskirche als Zentrum städtischer Entscheidungen. Das Passepartout, also die Umrahmung der künstlerischen Arbeit, zeigt das Stadtwappen und die Magdeburger Farben. Entworfen wurde die Plakette vom Magdeburger Designer Ernst Albrecht Fiedler.

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