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Spiel- und Freizeitprojekte mit 1,5 Mio. Euro fertiggestellt

Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris und Sachsen-Anhalts Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Wolfgang Beck, haben heute gemeinsam mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und Gesellschaft den neuen Skatepark im Olvenstedter Scheid eröffnet. Die Anlage steht stellvertretend für insgesamt vier durch den Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg umgesetzte Projekte, die mit rund 1,5 Mio. Euro aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der DDR (PMO) gefördert wurden. Höhepunkt zur Eröffnung war eine Skateshow des Vereins Plaza e.V.

 

„Olvenstedt hat nun eine attraktive Skateanlage für eine wunderbar lebendige Skateszene in Magdeburg“, sagte Oberbürgermeisterin Simone Borris bei der heutigen Freigabe. „Hier zeigt sich einmal mehr, welche zeitgemäßen und anschlussfähigen Bauprojekte wir durch die Beteiligung aller Akteure realisieren können. Mein herzlicher Dank gilt neben allen Beteiligten insbesondere dem Land Sachsen-Anhalt. Es hat uns durch die Bereitstellung der PMO-Mittel ermöglicht, an vier sehr unterschiedlichen Plätzen in Magdeburg barrierefreie und generationsübergreifende Freizeitimpulse zu setzen.“

 

Mit der Eröffnung wurde die Umsetzung von rund 1,5 Millionen Euro PMO-Fördermitteln an vier Magdeburger Spiel- und Freizeitflächen gefeiert. Neben dem Skatepark im Olvenstedter Scheid hat der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg in den vergangenen drei Jahren drei weitere attraktive Spiel- und Freizeitanlagen mit PMO-Mitteln errichtet. So wurde 2024 zunächst der Spielplatz in der Motzstraße für rund 235.000 Euro erweitert. Im Anschluss daran folgten 2025 als Neubauten die Spiel- und Freizeitanlage am Kinder- und Jugendhaus (KJH) „Knast“ für rund 315.000 Euro sowie der erste öffentliche Magdeburger Parkour-Park mit Chill-Out-Zone im Stadtpark Rotehorn für rund 365.000 Euro. Als letztes Projekt wurde nun der Skatepark im Olvenstedter Scheid, dessen Baukosten rund 613.000 Euro betragen, fertiggestellt.

 

Anlässlich der stellvertretenden Übergabe des Skateparks ordnete Wolfgang Beck, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung die Umsetzung der PMO-Mittel folgendermaßen ein: „Mit den landesgeförderten Spiel- und Freizeitflächen erhöht sich die Lebensqualität von Kindern und Familien in der Landeshauptstadt weiter. Für den Zusammenhalt in Magdeburg ist es wichtig, öffentlich Treffpunkte zu schaffen, an denen Menschen zusammenkommen und gemeinsam Zeit verbringen. Ganz nebenbei fördern die Angebote die Bewegungsfreude und die motorische Entwicklung, wodurch die Gesundheit gestärkt wird."

 

 

 

Finanziert wurden die Projekte aus Mitteln des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR (PMO). Diese Fördergelder wurden durch die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) an die ostdeutschen Bundesländer ausgezahlt und sind zweckgebunden für Investitionen in wirtschaftliche, soziale und kulturelle Vorhaben einzusetzen. Die Baumaßnahmen basieren auf der Prioritätenliste der Spielplatzflächenkonzeption der Landeshauptstadt Magdeburg. Ein besonderes Merkmal war die aktive Beteiligung der lokalen Skateszene. In einem dreistufigen Beteiligungsprozess konnten Nutzerinnen und Nutzer ihre Wünsche und Ideen frühzeitig in die Planung einbringen.

 

 

Nähere Informationen zu den einzelnen Bauprojekten

Auf der Freizeitanlage Motzstraße wurde im Spielbereich für größere Kinder ein Klettergarten gestaltet, der das grobmotorische Geschick fördert. Zudem können nun auf einem Tampenschwinger mehrere Kinder gemeinsam schaukeln. Ein Schwebeband verlangt besondere Balancierkünste. Zudem wird mit einem Dreifachreck ein ganz klassisches Bewegungsangebot aufgegriffen. Darüber hinaus wurde mit einem Teqball-Tisch ein generationsübergreifender Freizeitbereich gestaltet. Die Fläche wurde durch das attraktive actionreiche Angebot aufgewertet. Das Highlight der Flächenerweiterung bildet eine rund 20 Meter lange Seilbahn.

 

Auf der neu errichteten Spiel- und Freizeitanlage am Kinder- und Jugendhaus „KJH Knast“ entstand im westlichen Teil eine etwa 1.400 m² große Spiel- und Freizeitfläche für Jugendliche. Sie bietet vielfältige Bewegungsmöglichkeiten mit Calisthenics-Elementen, Kletterfelsen, einer Sprungmembran sowie großzügigen Aufenthaltsbereichen, die als Treffpunkt zum Chillen und Austauschen dienen.

 

Die Parkouranlage im Stadtpark erstreckt sich über rund 700 Quadratmeter und ist mit Betonfertigteilen sowie Stahlelementen ausgestattet. Sie ermöglicht sowohl grundlegende als auch anspruchsvollere Bewegungsabläufe und richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer ab acht Jahren.

 

Der Skatepark Olvenstedter Scheid wurde als moderne, barrierefreie Sport- und Freizeitfläche für BMXer, Inliner, Skateboarder, WCMXer (Rollstuhlsportlerinnen und -sportler) sowie Scooterfahrerinnen und -fahrer gestaltet. Der alte Skatepark im Olvenstedter Scheid war in die Jahre gekommen und wurde zurückgebaut.

 

Auf der gleichen Fläche wurde eine attraktive Anlage in langlebiger Ortbetonbauweise errichtet. Gestaltet wurde diese nach dem „Street-Flow-Konzept“ – einer Kombination aus klassischen Street-Elementen wie „Banks“ und Geländern, die aus dem urbanen Raum bekannt sind, und organisch geformten Flow-Elementen. Die Fahrwege wurden durch farbliche Markierungen klar von den übrigen Bereichen abgegrenzt. Für Rollstuhlsportler wurde zudem eine spezielle WCMX-Auffahrt  integriert, die einen barrierefreien Zugang zu allen Ebenen ermöglicht. Die Anlage verfügt über eine Gesamthöhe von rund einem Meter und wird von Aufenthaltsbereichen mit Betonsitzelementen und integrierten Papierkörben eingerahmt.

09.06.2026