Schülerprojekt: Gedenktafel Magdeburger Maueropfer
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Schülerprojekt: Gedenktafel Magdeburger Maueropfer

Schüler*innen der 10. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums haben am 20. Juli ihren Umsetzungsvorschlag für eine Gedenktafel zu Magdeburger Maueropfern präsentiert. Etwa 60 Menschen, unter ihnen mehrere Landtags- und Stadtratsabgeordnete, würdigten an dem Stück Berliner Mauer, unweit des Magdeburger Doms, dieses Engagement.

Schüler*innen der Klasse 10/4 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums haben sich ein halbes Jahr lang intensiv mit dem Thema „Gedenktafel Magdeburger Maueropfer“ auseinandergesetzt. Die Arbeit der Klasse steht in unmittelbarer Verbindung zu dem vom Stadtrat initiierten Projekt „Zeitstrahl“.

Unter der Leitung ihrer Geschichtslehrerin und mit Unterstützung des Stadtarchivs recherchierten die Jugendlichen die Biographien zu jenen Magdeburger*innen, die zwischen 1949 und 1989 an den europäischen Grenzen des Eisernen Vorhangs ihr Leben gelassen haben.

Jugendliche erzählen persönliche Geschichten von Magdeburger Maueropfern
Menschengruppe bei der Präsentation zur Gedenktafel Magdeburger Maueropfer
Jugendlicher bei der Präsentation vor dem Stück Berliner Mauer in Magdeburg

Was für die Schüler*innen deutlich vor ihrer Geburt geschah, holten sie mehr als drei Jahrzehnte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in die Gegenwart zurück. Die Erzählweise der Lebensgeschichten aus der Ich-Perspektive verlieh der Präsentation eine hohe Emotionalität und lies die Brutalität der Geschehnisse in bedrückender Weise erahnen. Es waren mehr als nur Geschichten – Jeder biographische Einblick wurde durch großformatige Fotos der Maueropfer personalisiert.

Etwa 60 Menschen, unter ihnen mehrere Abgeordnete des Landtages und des Stadtrates, waren tief berührt und würdigten das besondere Engagement der Schüler*innen. Auch PD Dr. Christoph Volkmar, Leiter des Stadtarchivs, lobte die intensive Zusammenarbeit und warb für weitere Kooperationen mit den Magdeburger Schulen. Deutlich beeindruckt von diesem Projekt, zeigte sich Birgit Neumann-Becker, die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie bekräftigte den Anspruch ihres Amtes, das Unrecht jener Zeit weiter aufarbeiten und die Täter nicht ungestraft lassen zu wollen.