Stadtarchiv und Universität Münster kooperieren
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Kooperation zwischen Stadtarchiv und Universität Münster

Bereits seit 2006 gibt das Institut für vergleichende Städtegeschichte an der Universität Münster den „Deutschen Historischen Städteatlas“ heraus. Die Landeshauptstadt Magdeburg ist seit wenigen Wochen ein neuer Partner dieses Projektes. Bis 2023 soll die Geschichte der Elbestadt völlig neu ins Bild gesetzt werden.

Luftbild der Magdeburger Altstadt 1931 © Stadtarchiv Magdeburg, Fotos HBA 8619
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© Stadtarchiv Magdeburg, Fotos HBA 8619

Magdeburgs nahezu einmalige Stadtgeschichte als Referenz

Der Deutsche Historische Städteatlas macht Formen der Stadtentstehung und urbaner Raumentwicklung beispielhaft anschaulich. Von den ersten Siedlungen bis in die Gegenwart wird die Entwicklung nach internationalen Standards im Kartenbild visualisiert. Der Münsteraner Institutsdirektor, Prof. Dr. Werner Freitag, hebt die Bedeutung Magdeburgs mit Blick auf seine lange und von zahlreichen Brüchen gekennzeichnete Geschichte hervor:

„Der Fall 1631 ist bis heute in der Stadtgeschichtsforschung weitgehend einmalig. Magdeburg ist damit bis in die Moderne hinein eine Referenzstadt für die Überlagerung unterschiedlichster Stadtschichten.“

Der Atlas erscheint zugleich als Großformatdruck für den Buchhandel und als interaktives Online-Modul. Digital aufbereitete Karten machen komplexe Zusammenhänge anschaulich, Überblendungen lassen die Stadtwerdung erkennbar werden. So entsteht eine neue Informationsbasis für Vorhaben der Stadtplanung, aber auch für Schulprojekte, Stadtmarketing oder Info-Apps. Der Atlas umfasst

  • historische Stadtpläne,
  • Umlandkarten,
  • Stadtansichten,
  • Themen- und Entwicklungskarten sowie ein
  • Textheft.
Ausschnitt aus dem Deutschen Historischen Städteatlas. Hier: Mühlhausen
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© IStG Münster
Ausschnitt aus dem Deutschen Historischen Städteatlas. Hier: Braunschweig
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© IStG Münster

Das Kooperationsprojekt lebt von der Zusammenarbeit vieler Expert*innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen. Auf Magdeburger Seite laufen die Fäden im Stadtarchiv zusammen. Archivleiter PD Dr. Christoph Volkmar ist sich sicher:

„Ein solches Grundlagenwerk ist für Magdeburg von besonderer Bedeutung, um die verlorenen und überformten Entwicklungsphasen im Stadtbild wieder sichtbar zu machen. Wir stellen damit die einzigartigen Neuanfänge Magdeburgs als Alleinstellungsmerkmal heraus“.

Zum Projektende 2023 sollen die Forschungsergebnisse für alle Magdeburger*innen im Buchhandel und im Internet verfügbar sein – Eine Einladung, die verborgenen Seiten der Elbestadt neu zu entdecken. Magdeburg wird damit als erste Großstadt Mitteldeutschlands im Deutschen Historischen Städteatlas vertreten sein.