Das unerschrockene Wort: Vorschläge bis 23. September
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Das unerschrockene Wort: Vorschläge bis 23. September

Auch 2023 kann die Bevölkerung mitbestimmen, wer mit dem Preis „Das unerschrockene Wort“ geehrt werden soll. Die Auszeichnung würdigt Frauen und Männer, die – wie seinerzeit der Reformator Martin Luther – für ihre Überzeugungen standhaft eintreten und auf politische und gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen.

Vorschläge für 2023 noch bis 23. September 2022!

Die Verleihung des Preises „Das unerschrockene Wort“ ist am 22. April 2023 im thüringischen Schmalkalden.

„Gerade in der aktuellen Situation ist die freie Meinungsäußerung in einigen Teilen der Welt, aber auch hier in Deutschland, nicht frei von Repressalien“, so Oberbürgermeisterin Simone Borris. „Umso wichtiger ist es, diejenigen zu würdigen, die sich dem entgegenstellen und mutig ihre Stimme erheben. Ich rufe alle Magdeburger*innen herzlich dazu auf, mögliche Preisträger*innen für diesen bedeutenden Preis zu benennen: Schlagen Sie Menschen vor, die sich für das Gemeinwohl mutig und konsequent einsetzen oder eingesetzt haben – trotz so manch heftigem Gegenwind und Widerspruch.“

Stifter des mit 10.000 Euro dotierten Preises sind die 16 Lutherstädte Augsburg, Coburg, Eisenach, Eisleben, Erfurt, Halle, Heidelberg, Magdeburg, Marburg, Nordhausen, Schmalkalden, Speyer, Torgau, Wittenberg, Worms und Zeitz.

Alle Bürger*innen können einen Vorschlag für mögliche Preisträger*innen mit den entsprechenden Begründungen bis zum 23. September 2022 an die Stadtverwaltung senden:

Kennwort: „Das unerschrockene Wort"
Landeshauptstadt Magdeburg
Büro der Oberbürgermeisterin
39090 Magdeburg

oder per E-Mail: katrin.fuehring@ob.magdeburg.de

Aus den eingegangenen Vorschlägen nominiert der Verwaltungsausschuss des Stadtrates eine Person aus der Landeshauptstadt Magdeburg. Alle Vorschläge werden vertraulich behandelt. Auch die vom Verwaltungsausschuss nominierte Persönlichkeit wird nicht veröffentlicht.

Hintergrundinformationen zum Preis „Das unerschrockene Wort“

Der Preis wird alle zwei Jahre im Rahmen eines Festaktes in einer der Stifterstädte verliehen. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, der neben den Oberbürgermeister*innen der Stifterstädte auch sechs Vertretende des öffentlichen Lebens angehören. Vorschläge für die Preisvergabe können auch die Einwohnenden der stiftenden Lutherstädte unterbreiten.

Die Grundsätze zur Verleihung des Preises regelt ein Preisstatut. Darin heißt es:

„Der Preis soll verliehen werden an Frauen und Männer, die in einer besonderen Situation oder bei einem konkreten Anlass, aber auch beispielhaft über einen größeren Zeitraum hinweg, in Wort und Tat für die Gesellschaft, die Gemeinde, den Staat bedeutsame Aussagen gemacht und gegenüber Widerständen vertreten haben. Dabei soll es weniger um eine Zustandsbeschreibung gehen als um wegweisende, zukunftsgerichtete Überlegungen. Bei der Vergabe des Preises sollen parteipolitische und konfessionelle Gesichtspunkte keine Rolle spielen. Auch allgemeine Unzufriedenheit, querulatorische oder eigennützige Motive oder Demagogie erfüllen nicht das Kriterium des ‚unerschrockenen Wortes’. Die Preisträger können aus der Bundesrepublik Deutschland, aber auch aus dem Ausland kommen.“

Bisherige Preistragende

2021 wurde die weißrussischen Bürgerrechtlerinnen Weronika Zepkalo, Swetlana Tichanowskaja und Maria Kolesnikowa mit dem Preis geehrt.

  • der Philosoph und Theologe Prof. Dr. Richard Schröder
  • der Theologe Prof. Dr. Hans Küng
  • die Polizeipräsidentin von Eberswalde, Ute Leichsenring
  • die Theologin Gertraud Knoll aus Österreich
  • der Liedermacher Stephan Krawczyk
  • die türkischstämmige Muslimin Emel Abidin-Algan
  • die Politologin und Journalistin Andrea Röpke
  • der russische Journalist Dmitrij Muratow und die gesamte Redaktion seiner Tageszeitung „Nowaja Gaseta“
  • die Regensburger Initiative „Keine Bedienung für Nazis“
  • der syrische Rechtsanwalt Mazen Darwish und das Syrische Zentrum für Medien und Meinungsfreiheit
  • die Ehepaare Horst und Birgit Lohmeyer aus Jamel (Mecklenburg-Vorpommern) sowie Markus und Susanna Nierth aus Tröglitz (Sachsen-Anhalt)
  • die Rechtsanwältin, Autorin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş
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