Rentner*innen beim Entlastungspaket berücksichtigen
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Rentner*innen beim Entlastungspaket berücksichtigen

Der Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Magdeburg fordert, die Rentner*innen in das Entlastungspaket der Bundesregierung, das einen Ausgleich für steigende Energiekosten schaffen soll, vollständig einzubeziehen. Senior*innen erhalten keine einmalige Energiepreispauschale und keine Einmalzahlungen. Der Seniorenbeirat unterstützt die Initiativen der BAGSO und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenvertretungen e.V. 

Untere Reihe: Janos Raduly, Brigitte Otte, Ralf Hartmann, Gudrun Kaminski, Roland Bartels, zweite Reihe: Dr. Martin Schmidt, Gerhard Häusler, Renate Wachsmann, Detlev Fritsch, Lothar Günther, dritte Reihe: Dr. Manfred Peter, Gabriele Milius, Roland Zander, Reiner Heyer. Auf dem Foto fehlen: Hugo Boeck, Dagmar Brüning, Oliver Kirchner, Astrid Pierau, Rudolf Schöll, Alfred Westphal

Die Bundesregierung hat zahlreiche Maßnahmen im sogenannten Entlastungspaket auf den Weg gebracht, um die Bürger*innen zu entlasten. So erhalten Erwerbstätige, Selbstständige und Gewerbetreibende eine einmalige Energiepreispauschale von 300 Euro. Empfänger*innen von Sozialleistungen erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro.

Roland Bartels, Vorsitzender des Seniorenbeirates und ehrenamtlicher Seniorenbeauftragter kritisiert: „Rentner*innen sind von den steigenden Energiekosten und den steigenden Preisen ebenfalls betroffen und können auf die Unterstützung durch das Entlastungspaket nicht verzichten. Allerdings erhalten sie keine Energiepreispauschale und keine Einmalzahlung, sofern sie keine Sozialleistungen beziehen.“

Der Seniorenbeirat ist in seiner Zuständigkeit auf die Landeshauptstadt Magdeburg beschränkt. Hier sieht er sich jedoch in der Pflicht, im Interesse der älteren Menschen, Initiativen zu unterstützen, die auf eine Verbesserung der Situation gerichtet sind. Für den Seniorenbeirat ist es nicht hinnehmbar, dass Senior*innen von dem Entlastungspaket für steigende Energiekosten der Bundesregierung ausgeschlossen werden. Deshalb unterstützt der Seniorenbeirat Magdeburg die Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesseniorenvertretungen e.V., die eine entsprechende Petition an den Bundestag eingereicht hat. Er teilt ebenso die Ansichten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. (BAGSO) als Dachverband der Seniorenorganisationen.

In der Stellungnahme der BAGSO heißt es, dass gerade Menschen mit kleinen Renten in der aktuellen Situation auf Unterstützung angewiesen sind. Es sei nicht akzeptabel, sie im Entlastungspacket auszuschließen. Offensichtlich wurden Senior*innen nicht zufällig in den Verhandlungen über die Entlastungsmaßnahmen „vergessen“, denn es sind keine Aktivitäten der Bundesregierung zu erkennen, diesen ungerechten Zustand abzustellen. Trotz der Hinweise durch die verschiedenen Seniorenorganisationen wurde das Entlastungspaket ohne Berücksichtigung der Senior*innen am 27. April 2022 vom Bundestag verabschiedet.

Die Pressemeldung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen ist auf der Seite der BAGSO  abrufbar und die Petition der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenvertretungen e.V. ist ebenfalls im Netz einsehbar.

Kontakt zum Gremium

Für weitere Fragen rund um den Seniorenbeirat steht der Vorstand gern telefonisch unter 0391/ 540 2383 oder per E-Mail an seniorenbeirat@soz.magdeburg.de zur Verfügung.

Jeden Donnerstag von 10:00 bis 12:00 Uhr bietet der Seniorenbeirat zudem eine Sprechstunde im Alten Rathaus an. Roland Bartels, ehrenamtlicher Seniorenbeauftragter und Vorsitzender des Beirates, bietet zusätzlich dienstags von 16:00 bis 18:00 Uhr eine telefonische Sprechzeit an und ist unter der Telefonnummer 0151/ 4758 7122 erreichbar.

Hintergrund zum Seniorenbeirat

Der Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Magdeburg berät den Stadtrat und seine Ausschüsse. Er hat die Aufgabe, sich für die Belange der älteren Einwohner*innen einzusetzen und dafür Sorge zu tragen, dass diese in der Arbeit des Stadtrates und der Verwaltung angemessene Berücksichtigung finden. Rechtliche Grundlage der Arbeit des Seniorenbeirates ist eine Satzung, die den Seniorenbeirat mit weitreichenden Kompetenzen und wichtigen Aufgaben ausstattet.

Seit 2020 besteht der Seniorenbeirat aus 20 Mitgliedern, davon 13 gewählte Bürger*innen und 7 von den Stadtratsfraktionen benannten Vertreter*innen. Gleichzeitig übernimmt die*der gewählte Vorsitzende die Position der*des ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten der Landeshauptstadt Magdeburg.