Bürgerbeteiligung: Verkehrsanlagen Schanzenweg
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Bürgerbeteiligung: Verkehrsanlagen im Schanzenweg

Im Fermerslebener Schanzenweg soll eine neue Grundschule gebaut werden. Um die Bevölkerung bei der Planung der Verkehrsanlagen einzubeziehen, werden die Unterlagen vom 12. Juli bis 9. August auf der städtischen Internetseite veröffentlicht. So sollen bereits im Planungsprozess bürgerliche Meinungen, Anregungen und Vorschläge gesammelt werden, um frühzeitig Probleme erkennen zu können.

Wasserwaage, Stift und Zollstock liegen auf einem Bauplan © Calado - stock.adobe.com
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© Calado - stock.adobe.com

Für den Bereich Schanzenweg hat der Stadtrat einen neuen Schulstandort beschlossen. Dafür wird gegenwärtig ein Bebauungsplan erarbeitet. Parallel wurde durch die Landeshauptstadt Magdeburg ein Planungsauftrag zur Umgestaltung im Bereich Schanzenweg und Hettstedter Straße vergeben. Es wurden Varianten für einen Straßenraum erarbeitet, die allen Verkehrsarten gerecht werden sollten und auch die Klimaschutzziele beachten.

Meinungen der Bürger*innen sollen berücksichtigt werden

Über den Straßenraum des Schanzenweges mehrten sich in den letzten Jahren Beschwerden: Der Gehweg sei zu schmal, Radverkehrsanlagen seien nicht vorhanden und im Anschluss zur Schilfbreite fehlten Überquerungsstellen für Fußgänger*innen. Letzteres wurde zunächst provisorisch auf der Fahrbahn aufgebracht. Eine grundlegende Überplanung ist, auch aufgrund der geänderten Ansprüche an den Straßenraum, dennoch erforderlich.

Vom 12. Juli bis 9. August 2021 können die Planungen unter Magdeburg - Vorplanung Schanzenweg-Hettstedter Straße eingesehen und Anregungen sowie Vorschläge geäußert werden. Die Hinweise können per E-Mail an stadtplanungsamt@magdeburg.de gesendet werden. Der Link ist für vier Wochen aktiv. Alle Hinweise werden gemeinsam mit den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange in die Beurteilung und Abwägung zwischen den Varianten einfließen. Abschließend wird eine Vorzugsvariante erarbeitet und dem Stadtrat zur Bestätigung vorgelegt.

Varianten der Planung

Der Vorplanung liegen drei unterschiedliche Varianten für die Straßenraumgestaltung des Schanzenweges sowie eine Variante für die Hettstedter Straße vor. Die Radverkehrsanlagen sollen entweder

  • als beidseitiger Radweg,
  • als Radfahrstreifen
  • oder als einseitiger Zweirichtungsradweg

gestaltet werden. Berücksichtigt wurde zudem eine ausreichende Fahrbahnbreite für den Kfz-Verkehr. Ein Gehweg ist in allen Varianten auf beiden Straßenseiten vorgesehen.

Baumstreifen zur Aufnahme von Oberflächenwasser und zur Beschattung der befestigten Flächen sind ebenfalls vorgesehen. Diese sorgen auch für ein ausgeglichenes Mikroklima. Die Aufnahme von Oberflächenwasser ist erforderlich, um die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten. Diese kann bei solchen Wetterereignissen den Niederschlag nicht gänzlich abführen – die Tiefpunkte unter den Bahnbrücken werden durch das Regenwasser geflutet.

Im Bereich der Bahnbrücken mussten aufgrund der Engstellen gesonderte Aufteilungen für den Straßenraum gefunden werden. Auch hierfür wurden mehrere Varianten untersucht. Bereits im Vorfeld wurde ersichtlich, dass eine Herstellung von Fahrbahn, Rad- und Gehwegen innerhalb der vorhandenen Straßenraumbreite nicht möglich ist. Das beauftragte Büro erhielt daher auch die Aufgabe, unterschiedliche Trassenverläufe darzustellen.

Von der Neuordnung des Straßenraums sind sowohl städtische Flächen südlich des Schanzenweges (im Bereich der Kleingartenanlage und Sportverein Fermersleber SV 1895) als auch private Flächen nördlich des Schanzenweges betroffen.