Nachfolge für Stadtschreiberin Marlen Schachinger gesucht
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Nachfolge für Stadtschreiberin Marlen Schachinger gesucht

Magdeburg sucht auch im kommenden Jahr einen Stadtschreiber bzw. eine Stadtschreiberin. Mit dem Stipendium wird Autor*innen ein geeigneter Rahmen geboten, um neu entstandene Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen und dazu beizutragen, die deutschsprachige Literatur in der Region zu beleben. Die Höhe des Stipendiums beträgt monatlich 1.200 Euro. Eine mietkostenfreie möblierte Wohnung stellt die Stadtverwaltung zur Verfügung. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 18. Juni möglich.

Aufgeschlagenes Buch in der Bibliothek auf Bücherstapel © Fotolia - Kara
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© Fotolia - Kara

Das Magdeburger Stadtschreiberstipendium, dessen erste Ausschreibung sich nunmehr zum 10. Mal jährt, dient vor allem der Förderung des eigenen schriftstellerischen Schaffens der Stadtschreiber*innen und soll Freiraum bieten, künstlerische Ideen umzusetzen und gleichsam Begegnungsräume mit der Magdeburger Öffentlichkeit schaffen.

Für Dr. Marlen Schachinger, diesjährige Magdeburger Stadtschreiberin, ist die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, wie sie selbst sagt, mehr als eine Erzählung wert:

„Wer es als Stadtschreiber*in zu schätzen weiß, dass ein Ort die oder den Stadtschreiber*in Monate im Vorhinein bereits freudig in Empfang nimmt, wird sich inmitten des existenten regen kulturellen Lebens wohlfühlen und auch von den sozialen Begegnungen mit den kontaktfreudigen Magdeburger*innen ungemein profitieren!“

Während Marlen Schachingers literarisch-künstlerischer Schaffensprozess in Magdeburg noch bis Ende September 2021 andauert, sucht das Kulturbüro der Landeshauptstadt bereits ihre Nachfolgerin oder ihren Nachfolger. Es wird erwartet, dass die Stadtschreiberin bzw. der Stadtschreiber die Stipendiatenzeit vom 1. März bis 30. September 2022 weitgehend in Magdeburg verbringt und mit künstlerischen Mitteln Geschichte und Gegenwart der Stadt reflektiert. Sie oder er sollte sich gern mit dem urbanen Leben und den literarisch-kulturpolitischen sowie künstlerischen Traditionen der Stadt befassen, sich in laufende Prozesse einmischen und diese „Außensicht“ in einem literarischen oder literarisch-publizistischen Beitrag öffentlich machen und zur Diskussion stellen, um die Kommunikation in der Stadt weiter zu befördern und anzuregen.

Die Stipendiatin bzw. der Stipendiat sollte außerdem bereit sein, neben dem literarischen Beitrag mindestens eine Antrittslesung aus eigenen Texten, zwei Schullesungen sowie eine Abschlusslesung während der Magdeburger Literaturwochen durchzuführen. Für diese Lesungen gibt es zusätzlich zum Stipendium ein angemessenes Honorar.

Das Stadtschreiber*innen-Stipendium der Ottostadt richtet sich an Wortkünstler*innen im weitesten Sinn:

  • Autor*innen
  • Publizist*innen
  • schriftstellerisch tätige Kunstschaffende jeglichem literarischeren Genre oder Gattung

Voraussetzung ist eine nachweisbare, nicht im Eigenverlag herausgegebene Publikation.

Die Bewerbung sollte neben einer Begründung (maximal zwei A4-Seiten) und einem Lebenslauf auch eine bisher unveröffentlichte Textprobe von maximal fünf Seiten sowie eine künstlerische Bio- bzw. Bibliographie enthalten. Der komplette Ausschreibungstext mit allen Formalitäten sowie die Kontaktdaten für die Einsendung der Unterlagen ist online auf der Stadtschreiberseite von Magdeburg.de abrufbar. Bewerbungen müssen bis zum 18. Juni eingegangen sein.

Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Kathrin Heinl vom Kulturbüro der Landeshauptstadt. Telefonisch ist sie unter 0391 540 2145 und per E-Mail unter Kathin.Heinl@kb.magdeburg.de erreichbar.

Hintergrund zum Stadtschreiber-Stipendium

Im Zuge der Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ wurde 2012 ein Stadtschreiberstipendium eingerichtet. 2013 wurde es erstmals vergeben. Die Landeshauptstadt Magdeburg lädt seitdem jährlich deutschsprachige Autor*innen ein, sich um die Position des Stadtschreibers bzw. der Stadtschreiberin zu bewerben. Voraussetzung ist, dass er oder sie vom 1. März bis 30. September in Magdeburg lebt und arbeitet. Die Höhe des Stipendiums beträgt monatlich 1.200 Euro. Eine mietkostenfreie Wohnung stellt die Stadtverwaltung zur Verfügung.

Das Magdeburger Stadtschreiberstipendium dient hauptsächlich der Unterstützung des eigenen schriftstellerischen Schaffens. Eine höchstmögliche Aufenthaltszeit in Magdeburg wird erwartet. Während dieser Zeit soll mit künstlerischen Mitteln die Geschichte und Gegenwart der Stadt reflektiert werden. Dabei stehen das urbane Leben und die literarisch-kulturpolitischen sowie künstlerischen Traditionen der Stadt im Mittelpunkt. Durch das Einmischen in laufende Prozesse und die öffentliche Darstellung einer „Außensicht“ in einem literarischen Beitrag sollen Diskussionen gefördert und Kommunikation in der Stadt angeregt werden.

2021 hat Marlene Schachinger das Stadtschreiber-Amt inne. Zuvor waren es:

  • 2020 - Jörg Menke-Peitzmeyer
  • 2019 – Schriftstellerin und Schauspielerin Nele Heyse
  • 2018 – Autorin Nellja Veremij
  • 2017 – Schriftstellerin Inger-Maria Mahlke
    • wurde im Oktober 2018 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet
    • Teile ihres Romans „Archipel“ verfasste sie während ihres Aufenthalts in der Landeshauptstadt
  • 2016 – Autor, Regisseur und Darsteller Werner Fritsch
  • 2015 – Schriftsteller Peter Wawerzinek
  • 2014 – Autorin und Journalistin Anja Tuckermann
  • 2013 – Schriftsteller Bernd Wagner