Kunstszene: Teilnahme am »Libertalia Lab« gesucht!
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Kunstszene: Teilnahme am „Libertalia Lab“ gesucht!

Das MD20:30-Team ruft Magdeburger Kunst- und Kulturschaffende auf, Mitglied eines internationalen Netzwerks zu werden – dem „Libertalia Lab“. Der Zusammenschluss soll für gemeinsame und über Grenzen hinweg künstlerische Projekte aktiv werden. Bis zum 28. Februar können sich Interessierte beim MD20:30-Team für die Teilnahme am Netzwerk bewerben. Die Teilnehmenden werden am 1. März digital ausgelost und benachrichtigt.

Noch während des Bewerbungsprozesses um den Kulturhauptstadttitel war das Team der Landeshauptstadt der Einladung der britischen Projektinitiatoren gefolgt und hatte für Magdeburg die Teilnahme am europäischen Projekt „Libertalia Lab“ gesichert. Das vom europäischen Programm „Creative Europe“ geförderte Projekt wird von 2021 bis 2023 in Bootle in England, Göteborg in Schweden, Turku in Finnland, Bad Ischl in Österreich und Veszprém in Ungarn – und natürlich online – stattfinden. Ziel ist der Aufbau eines stabilen Netzwerks. Welcher Kultursparte die Teilnehmenden angehören soll dabei keine Rolle spielen – denn gerade die Interdisziplinarität macht den Reiz aus.

5 internationale Labore

Das Handwerkszeug zur interdisziplinären und kooperativen künstlerischen Arbeitsweise erhalten die Beteiligten in fünf sogenannten Libertalia Labs. Jedes Lab ist an eine der kooperierenden Städte angegliedert und besteht aus fünf Online-Workshops sowie einer Woche vor Ort, in denen die beteiligten Kunstschaffenden kontinuierlich zusammenarbeiten. Jedes Lab ist eigenständig und führt zu einem individuellen Ergebnis: von Lichtinstallationen über bis zu interaktiven Kunstaktionen. Lediglich das Oberthema „Libertalia“ dient als gemeinsame Basis.

Teil des Netzwerks werden

Dank der Initiative des MD20:30-Teams darf Magdeburg zu jedem dieser Labs eine bzw. einen Kunst- bzw. Kulturschaffende(n) entsenden – im Sinne eines Stipendiums natürlich kostenfrei.

„Jeder einzelne Teilnehmende bringt dabei seinen Rucksack an Erfahrungen und Kontakten mit – und so entsteht per Schneeballprinzip ein europäisches Künstler*innenkollektiv, das auch über die Zeit des Projektes hinaus bestehen bleibt. Das ist eine riesige Chance für jeden Beteiligten“, schwärmt Heidi Zednik, Teil des Künstlerischen Teams.

Der erste Online-Workshop findet bereits im März statt. Kulturschaffende sind gebeten, sich schnellstmöglich, spätestens aber bis 28. Februar 2021, per E-Mail an katrin.gellrich@kh.magdeburg.de zu melden und in maximal 150 Worten zu beschreiben, warum sie dabei sein möchten. Die Teilnehmenden werden am 1. März 2021 digital ausgelost und benachrichtigt. Weitere Informationen sowie eine detaillierte Ausschreibung sind unter Magdeburg 2030 - Libertalia Lab zu finden.

Let’s do it the pirate way!

„Wir spielen damit auf das legendäre europäische Netzwerk von Piraten an, die sich im 17. und 18. Jahrhundert ‚Wächter der Freiheit‘ nannten und auf der Basis von Kooperation, Toleranz und Selbstverwaltung ‚Libertalia‘-Kolonien gegründet haben sollen. Wir versuchen, diese Prinzipien auf die zeitgenössische Kulturproduktion zu übertragen“, erklärt Alexis K. Johnson, Projektinitiatorin aus England.

Alexis K. Johnson konzipierte das Projekt gemeinsam mit ihrer schwedischen Kollegin Isabel Lagos. Bereits 2020 testeten beide ein Pilotprojekt in Schweden:

„Wir wollten testen, ob unsere Methoden zur kollektiven künstlerischen Arbeit funktionieren. Durch die Pandemie mussten wir kurzfristig auf Online-Workshops umstellen. Darin haben wir zum Beispiel Rechercheaufgaben gestellt, die die Künstler*innen dann selbstständig an ihrem Heimatort umgesetzt haben. Das hat wunderbar funktioniert und die Resultate haben uns sehr beeindruckt. Wir können also sagen, dass wir auch für den Fall gewappnet sind, dass die Pandemie weiterhin internationale Reisen verhindert“, erzählt Isabel Lagos.

Der Pandemie zum Trotz möchte man aber vorerst an den ursprünglichen Plänen festhalten, die für 2021 u.a. ein Treffen in Bootle, Göteborg und Turku vorsehen.

MD2025-Kampagne wird MD20:30

Angelehnt an die Kulturstrategie 2030 „Kultur mit Allen“ der Landeshauptstadt Magdeburg und einem Plan B nach der Kulturhauptstadt-Bewerbung arbeitet das Team des Bewerbungsbüros Kulturhauptstadt 2025 ab 2021 unter dem neuen Namen MD20:30. Nach dem Lockdown soll es auch öffentliche Veranstaltungen am Breiten Weg 30 geben - eine Zwischennutzung, um mit Kultur- und Kunstschaffenden in den direkten Austausch zu gehen.