Erneute Unterstützung für Helmholtz-Antikörperstudie
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Magdeburg unterstützt Helmholtz-Antikörperstudie erneut

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) setzt die Corona-Antikörperstudie zwischen dem 7. April und dem 5. Mai in Magdeburg fort. Es werden Erkenntnisse erwartet, wie viele Menschen sich bereits mit dem Virus angesteckt haben und inwiefern diese Menschen immun sind. Um das zu testen, versendet das HZI erneut Einladungsschreiben an insgesamt 8.740 Menschen aus der Landeshauptstadt Magdeburg und bittet diese Personen um die Teilnahme an der Studie.

Erkenntnisse werden dringend zur Corona-Bekämpfung benötigt

Der Name der Studie „MuSPAD“ steht für „Multilokale und Serielle Prävalenzstudie zu Antikörpern gegen SARS-Coronavirus-2 in Deutschland“. Bereits im Winter 2020 hat das HZI knapp 3.000 Menschen aus Magdeburg getestet, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Die Teilnehmenden der ersten Studie werden vom HZI nun erneut eingeladen – zusätzlich erhalten weitere 6.000 Personen ein Einladungsschreiben. Insgesamt sollen wieder bis zu 3.000 Personen getestet werden.

Um eine ausreichende Teilnahme für die Studie gewährleisten zu können, werden mehr Personen eingeladen als tatsächlich teilnehmen können – Eine schnelle Rückmeldung auf das Einladungsschreiben lohnt sich also. Die Teilnehmenden erhalten das Ergebnis des Antikörpertests voraussichtlich drei bis vier Wochen nach der Teilnahme per Post.

„Ich möchte zunächst allen Magdeburger*innen danken, die bereits im vergangenen Winter so zahlreich an der Studie teilgenommen und damit einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Erforschung des Coronavirus‘ geleistet haben. Ich möchte auch die neu eingeladenen Proband*innen ermutigen, bei der zweiten Runde mitzumachen. Durch die Teilnahme können wissenschaftliche Erkenntnisse vertieft werden, die zur Bekämpfung von SARS-CoV-2 und seinen Folgen so dringend benötigt werden“, so Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.

Das Testzentrum der Corona-Antikörperstudie in der Budenbergstraße in Buckau von innen
Beschilderung eines Entnahme-Zimmers
Medizinisches Material für das Testverfahren der Corona-Antikörperstudie

Haben Lebensstil und Lebenssituation Einfluss?

Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, wie sich die Zahl der Ansteckungen mit der Zeit entwickelt hat und wie groß der Anteil jener ist, die gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus immun sind. Neben der Blutentnahme werden Fragen gestellt, welche die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gesundheit der Getesteten besser verständlich machen soll. Diese Fragen beziehen sich unter anderem auf die aktuelle Lebenssituation und mögliche Beschwerden, das Wohlbefinden und den Lebensstil der Teilnehmenden sowie darauf, wie sie die aktuelle Situation erleben und verarbeiten.

Wie lange hält eine Immunisierung gegen das Corona-Virus?

Hauptziel der Studie ist es, den Anteil der Bevölkerung zu bestimmen, der Antikörper gegen SARS-CoV-2 im Blut hat und somit vermutlich bereits mit dem Virus infiziert war. Außerdem werden Berichte aus verschiedenen Altersgruppen zu Symptomen einer SARS-CoV-2-Infektion analysiert. Auch die Verfolgung des Infektionsgeschehens über ein Jahr hinweg sowie die mehrfache Bestimmung der Antikörper-Konzentration im Blut von tatsächlich positiv gemeldeten COVID-19-Patient*innen haben Einfluss auf die Studie. Das soll Erkenntnisse dazu liefern, wie lange eine Person gegen das Virus immun ist. Auch Vergleiche zwischen den teilnehmenden Landkreisen und Städten in ganz Deutschland werden gezogen.

Hintergrund zur Antikörperstudie

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig führt die Untersuchungen bundesweit in acht ausgewählten Städten und Kreisen zu weit unterschiedlichen Zeitpunkten durch. Die Teilnehmenden der Studie werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und zur Blutabnahme ins Studienzentrum eingeladen. Vor Ort werden umfangreiche hygienische Vorkehrungen getroffen, um eine eventuelle Ansteckung mit dem Coronavirus während des Besuchs zu verhindern. Sollte es nicht möglich sein, ins Studienzentrum zu kommen, zum Beispiel, weil die Person nicht mobil ist, rückt ein mobiles Team zum Hausbesuch aus. Die Labor- und Befragungsdaten werden pseudonymisiert und wissenschaftlich ausgewertet.

Bei einer Pseudonymisierung werden der Name oder andere Identifikationsmerkmale durch einen Code ersetzt. Dies soll die Feststellung der Identität des Betroffenen ausschließen oder zumindest wesentlich erschweren.

Weitere Informationen gibt es unter HZI - Antikörperstudie.