Corona-Pandemie: Erhebliche Einbußen bei den Bädern
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Corona-Pandemie: Erhebliche Einbußen bei den Bädern

Insgesamt 145.241 Gäste haben in diesem Jahr die 3 Frei- und 2 Strandbäder in Magdeburg besucht. Allein am Strandbad Barleber See wurden in der zurückliegenden Saison knapp 45.000 Badegäste gezählt. Das sind rund 30.000 mehr als im Vorjahr, obwohl die Saison wegen der Corona-Situation in diesem Jahr rund 3 Wochen kürzer war als im Vorjahr. Der See hat seit der Restaurierung eine sehr gute Wasserqualität, die von den Badegästen mit großer Resonanz angenommen wurde.

Neben dem Strandbad Barleber See verzeichnete auch das Strandbad Neustädter See mit rund 35.000 Gästen einen starken Zuspruch. Dies entspricht ungefähr den Zahlen der beiden Vorjahre.

Die Freibäder verzeichneten dagegen in diesem Jahr bei den Gästezahlen deutliche Rückgänge. Im Carl-Miller-Bad wurden 22.683, im Erich-Rademacher-Bad 21.791 Badegäste gezählt. Das sind mehr als 50 Prozent weniger als in den beiden Vorjahren. Um etwa 45 Prozent ging die Besucherzahl im Freibad Süd zurück. Hier erholten sich in diesem Jahr 20.213 Gäste.

Hohe Besucherzahlen erst ab August

Die Freibad- und Strandbadsaison hatte am 28. Mai in den beiden Strandbäder Barleber See und Neustädter See begonnen. Die drei Freibäder starteten gut eine Woche später. Mit dem Ende der Badesaison am 30. August, waren die Frei- und Strandbäder rund 14 Wochen geöffnet. Auf Grund des hohen Zuspruchs und des im August anhaltenden sonnigen Wetters mit Temperaturen um die 32 Grad Celsius waren das Strandbad Barleber See und das Carl-Miller-Bad eine Woche länger geöffnet, sodass hier die Saison erst am 6. September endete.

Während die Freibadsaison zunächst mit unterdurchschnittlichen Besucherzahlen in den Monaten Juni und Juli äußerst schleppend begann, steigerte sich das Besucheraufkommen im August auch wegen des guten Wetters stark.

Erhebliche Einbußen trotz tragfähigem Hygienekonzept

Insgesamt haben die Auswirkungen der Corona-Pandemie aber auch im kommunalen Bäderbereich zu erheblichen Einbußen geführt, denn nur das Strandbad Barleber See hatte höhere Gästezahlen als in den Vorjahren. Insbesondere die drei Freibäder verzeichneten erhebliche Einbußen. Dies ist vermutlich auf die Corona-Situation und die Zurückhaltung der Menschen zurückzuführen. Dabei war ein tragfähiges Hygienekonzept zum Betrieb der Bäder angefertigt worden, das den Anforderungen der jeweils gültigen Eindämmungsverordnungen entsprach. Unter anderem waren die Besucherzahlen begrenzt:

  • Freibad Süd – 600 Personen
  • Carl-Miller-Bad – 300 Personen
  • Erich-Rademacher-Freibad – 950 Personen

Um dennoch möglichst vielen Besuchern den Badespaß zu ermöglichen, wurde an hochfrequentierten Tagen ein Blocksystem umgesetzt. So konnten die Bäder in dieser Zeit 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 bzw. 20 Uhr genutzt werden. Einsatz dieses Systems:

  • Freibad Süd an 13 Tagen
  • Carl Miller Bad an 12 Tagen
  • Erich-Rademacher-Bad an 15 Tagen

Sofern das Gästeaufkommen das Blocksystem nicht erforderlich machte, konnte man die Bäder durchgehend besuchen.

Das Strandbad Barleber See hatte eine Kapazitätsbegrenzung von 3.000 Personen, das Strandbad Neustädter See von 1.650 Personen. Da beide Bäder sehr viel größere Flächen zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln haben und die Gästezahlen, wenn auch nur knapp, unter den Kapazitätsgrenzen lagen, mussten hier keine Blockregelungen angewendet werden.

Verständnis für Sicherheitsmaßnahmen

Der Großteil der Besucher*innen hatte Verständnis für die verschiedenen Maßnahmen, insbesondere als registriert wurde, dass die Schließzeit für umfangreiche Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten genutzt wurde. Die Badegäste hielten sich größtenteils an den Mindestabstand von 1,5 Metern. Zur Umsetzung der Einhaltung der Hygieneregeln wurde das Personal der Bäder von einem Sicherheitsdienst unterstützt, der auch die Besucherzählungen vornahm. Dieser zusätzliche Aufwand hat sich bewährt und wurde zu großen Teilen sogar von den Gästen befürwortet.

Die Kosten für den Sicherheitsdienst betrugen für alle fünf Bäder insgesamt rund 144.000,- Euro.