Fast 15 Millionen Euro zur Verbesserung der Schulinfrastruktur
Hilfsnavigation
D115 Ihre Behördennummer

Fast 15 Millionen Euro für die Schulinfrastruktur Magdeburg

Mit einer Investition von insgesamt 14,76 Millionen Euro wird die Schulinfrastruktur in Magdeburg weiter verbessert. Oberbürgermeister Dr. Trümper und Vertreter der beauftragten Arbeitsgemeinschaft, Frank Siebrecht und Peter Schmidt, haben dazu am 11. Februar im Alten Rathaus den Vertrag unterzeichnet. Neben der Sanierung zweier Schulgebäude in der Pablo-Neruda-Straße und des Hauptgebäudes der Schule des Zweiten Bildungsweges wird für die Grundschule „Westerhüsen“ eine Sporthalle gebaut.

„Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung wurde eine wesentliche Voraussetzung für die erforderlichen Sanierungsarbeiten in der Pablo-Neruda-Straße und an den anderen Standorten geschaffen“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Unsere Stadt benötigt dringend mehr Platz für die in den letzten Jahren gestiegene Anzahl an Schüler*innen.“

Anbau ermöglicht drei Klassen pro Jahrgang

Für rund 8,9 Millionen Euro wird das ehemalige Schulgebäude der Grundschule „An der Klosterwuhne“ am Schulstandort Pablo-Neruda-Straße 12 umfassend instandgesetzt. Nach der Fertigstellung soll hier die Gemeinschaftsschule „Gottfried Wilhelm Leibniz“ einziehen. Außerdem erhält die benachbarte Integrierte Gesamtschule „Regine Hildebrandt“ einen Erweiterungsanbau. Durch die baulichen Maßnahmen sollen sich die Schulen am Standort als Kooperationspartner etablieren und der Bedarf der Dreizügigkeit der Gemeinschaftsschule gedeckt werden. Das heißt, das drei Klassen zu einem Schuljahrgang geben wird.

Schule des Zweiten Bildungsweges erhält Barrierefreiheit

Auch das 1884 erbaute Hauptgebäude der Schule des Zweiten Bildungsweges in der Brandenburger Straße soll im Hinblick auf Barrierefreiheit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit umfassend saniert werden. Unter anderem wird der südliche Anbau abgerissen, um die ungehinderte Zufahrt für Feuerwehrfahrzeuge zu gewährleisten. 3,43 Millionen Euro sind für die Reinigung der denkmalgeschützten Fassade und den Anbau eines Außen-Fahrstuhls für die dringend benötigte Barrierefreiheit eingeplant.

Grundschule „Westerhüsen“ bekommt lang ersehnte Sporthalle

Die Grundschule „Westerhüsen“ bekommt ihre eigene Sporthalle: Auf dem Schulgelände in der Zackmünder Straße soll für rund 2,4 Millionen Euro eine barrierefreie Ein-Feld-Sporthalle entstehen. Derzeit nutzen die Kinder die über 500 Meter entfernte Sporthalle der Berufsbildenden Schule „Dr. Otto Schlein“. Durch den Neubau können die schulorganisatorischen Abläufe (z. B. der Wegfall der Wegezeiten) deutlich effizienter gestaltet werden.

Heinz Ulrich, Betriebsleiter des Eigenbetriebes Kommunales Gebäudemanagement
Kugelschreiber und der Vertrag zur Verbesserung der Schulinfrastruktur
P.Schmidt, Oberbürgermeister Dr. Trümper und F.Siebrecht mit dem Vertrag
Peter Kuttner, Peter Schmidt, Oberbürgermeister Dr. Trümper, Frank Siebrecht
Vertrag zur Verbesserung der Schulinfrastruktur vor Oberbürgermeister Dr.Trümper

Fördermittel vom Land zur Verbesserung der Schulinfrastruktur

Das Land Sachsen-Anhalt gewährt Zuwendungen aus Bundesmitteln für Investitionen der finanzschwachen Kommunen zur Verbesserung der Schulinfrastruktur. In diesem Rahmen erhält die Landeshauptstadt für die Sanierung der Schulgebäude an den Standorten Pablo-Neruda-Straße 12 und Brandenburger Straße 8 sowie für den Neubau der Sporthalle für die Grundschule „Westerhüsen“ knapp 11 Millionen Euro. Den Rest stellt die Landeshauptstadt Magdeburg durch Eigenmittel zur Verfügung.

Das Förderprogramm „Richtlinie Schulinfrastruktur“ wurde geschaffen, damit Kinder und Jugendliche in ihren Schulen die nötigen Bedingungen vorfinden, um ihre Schulzeit erfolgreich absolvieren zu können – unabhängig von der finanziellen Lage einer Kommune, in der sie die Schule besuchen.

Geplante Fertigstellung im Dezember 2021

Nach europaweiter Ausschreibung und Prüfung durch den Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement sowie durch das Rechnungsprüfungsamt wurde die Totalunternehmerleistung für die Sanierungs- und Baumaßnahmen an die Bietergemeinschaft Wilhelm Wallbrecht GmbH & Co. KG und Industriebau Wernigerode GmbH vergeben. Voraussichtlich bis Ende Februar werden die Bauanträge zur Prüfung und Genehmigung beim Bauordnungsamt eingereicht. In Abhängigkeit der Erteilung der Baugenehmigung soll die Fertigstellung bis Dezember 2021 erfolgen.