»Eine Stadt für alle« - Digital und auf Abstand
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Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ – Digital und auf Abstand

Auch im Jahr 2021 wird ein Zeichen gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung gesetzt. Die Aktionswoche vom 16. bis 27. Januar wird den Umständen angepasst: Digital und Angebote auf Abstand. „Haltet Abstand! Aber haltet zusammen!“ lautet der Slogan, mit denen auch die Masken für die geplanten Aktionen versehen sind.

Hunderte brennende Kerzen vor dem Alten Rathaus Magdeburg © Jesko Doering
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© Jesko Doering

Was: Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ - Gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung

Wann: 16. bis 27. Januar 2021

„Rassismus, Hass und Ausgrenzung machen leider auch keine Corona-Pause. Deshalb wollen wir digital und auf Abstand starke Zeichen für Frieden, Weltoffenheit und Toleranz setzen“, so die Sprecher*innen der Initiative Weltoffenes Magdeburg.

Seit dem 16. Januar und der Auftaktveranstaltung mit dem Schirmherren, Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, gibt es mit mehr als 40 Veranstaltungen und Aktionen auch in diesem Jahr viele Möglichkeiten, sich für eine Stadt gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung stark zu machen. Die Initiator*innen betonen ihre Freude über das Angebot, das angesichts der aktuell beschränkten Möglichkeiten und Schwierigkeiten ein beachtliches Ergebnis sei. Alle geplanten Mahnwachen und Demonstrationen werden selbstverständlich unter Beachtung notwendiger Auflagen durchgeführt.

Es ist wichtig sich für Vielfalt und Weltoffenheit einzusetzen.

Ein starkes Signal für Frieden und Miteinander ging bereits von der Auftaktveranstaltung am 16. Januar aus, die durch verschiedene Übertragungs-Dienste live zu verfolgen war.

„Gerade weil der 16. Januar ein für Magdeburg in schrecklicher Weise bedeutsames Datum ist, machen wir uns gemeinsam für ein tolerantes und weltoffenes Magdeburg stark – auch in Corona-Zeiten. Wir wollen zeigen, dass Hass und Ausgrenzung zu keiner Zeit Platz in unserer Stadt haben“, betont Birgit Bursee, eine der Sprecher*innen der Initiative.

Auf der Internetseite der Initiative Weltoffenes Magdeburg sind alle weiteren Aktionen und Veranstaltungen gelistet.

Impressionen der Auftaktveranstaltung

Kleines Musikensemble auf dem Alten Markt Magdeburg vor tausenden Kerzen
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© Jesko Doering
»Eine Stadt für alle«-Schirmherr: Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Trümper
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Musikensemble zur Aktion »Eine Stadt für alle« vor dem Alten Rathaus Magdeburg
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Musikant*innen vor dem noch weihnachtlich beleuchtetem Alten Rathaus Magdeburg
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Seifenblasen mit Reflektionen der Lichterwelt Magdeburg vor dem Alten Rathaus
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Bunte Seifenblasen auf dem Alten Markt Magdeburg
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Musiker vor einem Notenblatt und tausenden brennenden Kerzen in Magdeburg
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Singende Musiker*innen mit Abstand vor dem Alten Rathaus Magdeburg
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Hunderte brennende Kerzen vor dem Alten Rathaus Magdeburg
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Nahaufnahme von brennenden Kerzen auf dem Alten Markt Magdeburg
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© Jesko Doering

Auszug der Veranstaltungen zur Aktionswoche

Das vollständige Programm und aktuelle Anpassungen entnehmen Sie bitte der Seite Initiative Weltoffenes Magdeburg.

16. bis 27. Januar
Online-Abstimmung: Foto-Wettbewerb "(M)eine Stadt für alle - vielfältiges Magdeburg"
Freiwilligenagentur Magdeburg

16. bis 27. Januar
Stolperstein-Putzaktion
Netzwerk "Schulen ohne Rassisumus - Schulen mit Courage"

18. Januar - 15:00 bis 19:00 Uhr
Lese-Marathon: "Stimmen für die Toleranz"
Stadtbibliothek Magdeburg

19. bis 26. Januar
Sonderausstellung: Verbrannte Orte - Orte der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen
Literaturhaus Magdeburg

21. Januar - 17:00 bis 18:30 Uhr
Online-Forum: Demokratie verstehen - international und national
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

21. Januar - 18:00 bis 20:00 Uhr
Buchvorstellung: "Sinti in der DDR. Vom schwierigen Alltag einer Minderheit"
Literaturhaus Magdeburg in Kooperation mit dem Frauenzentrum Courage

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Steine gegen das Vergessen – Stolpersteinputzaktion

Die Stolpersteinputzaktion der Magdeburger Schulen läuft vom 16. bis 23. Januar. Derzeit müssen die Schulen vor allem mit Einschränkungen durch die Corona-Pandemie kämpfen und den Unterricht organisieren. Doch an der Stolpersteinputzaktion im Umfeld des Jahrestages der Zerstörung der Stadt Magdeburg wird trotzdem festgehalten. Vom 18. bis 23. Januar werden Vertreter*innen aus mindestens zehn Schulen coronakonform Stolpersteine putzen und so der Opfer der Nationalsozialismus-Diktatur gedenken.

„Dass sich Schulen trotz aller Einschränkungen auf den Weg machen wollen, verdient große Hochachtung. Mit ihrem Einsatz polieren die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter nicht nur die kleinen Erinnerungssteine auf, sondern sie zeigen auch, wer letztlich die Verantwortung für das Leid und den Tod so vieler Menschen in der NS-Zeit und im Zweiten Weltkrieg trägt“, sagt Cornelia Habisch, stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung und Koordinatorin der Aktion.

Die vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine erinnern an ermordete Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie politisch Verfolgte im Nationalsozialismus. Die Messingplatten werden jeweils vor der letzten bekannten Adresse der Nationalsozialismus-Opfer in den Fußweg eingelassen.

Stolpersteine die von zwei Händen mit Handschuhe geputzt werden
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© Landeszentrale für politische Bildung/ Martin Hanusch

Initiative für Weltoffenheit und Toleranz

Bislang sind etwa 100 Vereine, Verbände und Organisationen Teil der Initiative, die im Oktober 2018 gegründet wurde und sich für eine vielfältige, demokratische Stadtgesellschaft, für Weltoffenheit und Toleranz engagiert. Viele beteiligen sich mit eigenen Veranstaltungen, andere wirken als Kooperationspartner oder unterstützen die Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit.

Im Namen der Initiative Weltoffenes Magdeburg Sprecher*innen-Kreis

  • Birgit Bursee (Freiwilligenagentur Magdeburg)
  • Falko Jentsch (CSD Magdeburg)
  • Ferdinand Kiderlen (Evangelische Sekundarschule Magdeburg)
  • Monika Peisker (Evangelischer Kirchenkreis Magdeburg, Hoffnungsgemeinde)
  • Bettina Wiengarn (Offener Kanal Magdeburg)

E-Mail: kontakt@einestadtfueralle.info