Technikmuseum wieder in städtischer Hand
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Technikmuseum wieder in städtischer Hand

Am 5. Juni hat der Museumsleiter des Technikmuseums, Dr. Hajo Neumann, im Pressegespräch einen Ausblick auf die Zukunft des Technikmuseums gegeben. Nach 13 Jahren Verantwortung durch das Kuratorium Industriekultur in der Region Magdeburg e.V. sind die Geschicke seit 1. Juni wieder in der Hand der Landeshauptstadt. Geplant sind u.a. ein neuer Onlineauftritt, digitalisierte Zeitzeugengespräche und eine mögliche App.

Der Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport, Professor Dr. Matthias Puhle, spricht über die Entwicklungen im Museum.
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Der neue Museumsleiter Dr. Hajo Neumann informiert über die inhaltiche Gestaltung des Museums.
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Reinhard Schenkewitz, Vorsitzender des Kuratoriums Industriekultur in der Region Magdeburg e.V., spricht über die Pläne des Kuratoriums.
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Kulturbeigeordneter Professor Dr. Matthias Puhle, Museumsleiter Dr. Hajo Neumann, Kuratoriumsvorsitzender Reinhard Schenkewitz, Dr. Gabriele Köster, Direktorin der Magdeburger Museen, und Gerhard Unger, ehemaliger Leiter des Technikmuseums
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Ausstellungsstücke im Museum
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Ausstellungsstücke im Technikmuseum
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Ausstellungsstücke des Technikmuseums.
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„Das Technikmuseum Magdeburg hat eine Leuchtturmfunktion, was die Industriekultur im Ganzen angeht. Und das nicht nur für die Stadt, sondern für das ganze Land Sachsen-Anhalt.“ – Kulturbeigeordneter Prof. Dr. Matthias Puhle

Seit der Übergabe des Technikmuseums am 1. Juni agiert das Kuratorium als Förderverein. Der neue Museumsleiter Dr. Neumann lobte das Team, die Arbeit und die Unterstützung des Kuratoriums. Die Bindung des ehrenamtlichen Führungspersonals und der Restauratoren hob er als wichtigen Baustein hervor. Angebote wie die Schülerwerkstatt und die Lehrerfortbildung könnten so auch in Zukunft fortgeführt werden. Auch am zukünftigen Konzept wird der Förderverein beteiligt sein.

Das Technikmuseum in der Dodendorfer Straße
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Die Ausstellung im Technikmuseum
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Kamera-Ausstellung
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Das Technikmuseum in der Dodendorfer  Straße
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Das Technikmuseum in der Außenansicht
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Altbewährtes und neue Pläne

Etablierte Veranstaltungen wie die Lange Nacht der Wissenschaft, der Museumstag, Kindertage oder auch die Jazznacht und das Sommertheater haben weiterhin Bestand im Technikmuseum. Stärker beleuchtet werden soll die Sozialgeschichte um die Erfinder, die Werksgründer, die Arbeiter sowie die großen epochalen Umbrüche der Industrialisierung, dem Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg oder die Auswirkungen der politischen Wende 1989/90 auf die Industrielandschaft Magdeburgs. Doch auch Zukunftstechnik wie Windräder oder autonome Fahrräder werden als Magdeburger Produkte in Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal mit aufgenommen. Langfristig wird an einer App und die Möglichkeit des digitalen Blickes in die Maschinen gearbeitet.

Von Schwermaschinen über Flugzeuggeschichte zum Museum

Das Museum bietet auf 2.000 Quadratmetern zahlreiche Dauerausstellungen wie zum Beispiel 150 Jahre Wasserwerk Buckau, 150 Jahre Armaturenbau oder die Junkerswerke in Magdeburg. Im Ursprung diente die Halle des Museums als Produktionsstätte für den Schwermaschinenbau, bevor 1995 der Museumsbetrieb erstmalig eröffnet wurde. Viele der heutigen Ausstellungsstücke konnten nur durch Patenschaften von Privatleuten und Firmen beschafft und aufgearbeitet werden. Darüber hinaus befindet sich eine Bibliothek mit über 9.000 Bücher, Fachzeitschriften und Lexika im Museum.

13 Jahre im Dienste der Technik: Danke an Gerhard Unger

2006 übernahm der Verein Kuratorium Industriekultur in der Region Magdeburg e. V. das zuvor städtische Museum und bewahrte es vor der Schließung. Mit der Übernahme fand ein neues Museumskonzept Anwendung, welches die Ausstellung stetig um neue Exponate und Vorführungen erweitert. Mit der Rückgabe der Verantwortung des Museums an die Stadt, scheidet der Vorsitzende des Kuratoriums, Gerhard Unger, im Alter von 79 Jahren aus allen Ämtern aus. Er leitete seit 2006 die Geschicke des Museums und hat diese am 1. Juni 2019 an Dr. Hajo Neumann übergeben.