Volumenräumung für den »Ersatzneubau Strombrückenzug« beendet
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Volumenräumung für den „Ersatzneubau Strombrückenzug“ beendet

Das seit Mai dieses Jahres angewendete Verfahren zur Herstellung der Kampfmittelfreiheit für den „Ersatzneubau Strombrückenzug“ ist beendet. Bei der sogenannten Volumenräumung wurden zahlreiche Munitions- und Waffenreste aus dem Boden gefördert. Darunter waren unter anderem Überreste von Gewehren, Revolvern oder Stabbrandbomben sowie Bomben- und Granatsplitter oder aber Infanteriemunition. Eine Bombe selbst wurde bisher nicht gefunden. Mit der beendeten Volumenräumung ist für den späteren Baubetrieb ein zu großen Teilen kampfmittelfreier Boden ohne größere störende Fremdkörper hergestellt.

Volumenräumung für den »Ersatzneubau Strombrückenzug«Im November 2017 hatte die Kampfmittelsondierung auf den Bauflächen für den geplanten Ersatzneubau des Strombrückenzuges begonnen. Auf einer Fläche von etwa 78.000 Quadratmetern wurde zunächst ein Verfahren mit sogenannten Tiefensondierungen angewendet. Dabei wurde der Boden in den Bereichen, in denen die zukünftigen Brückenbauwerke ihre Fundamente in den Baugrund absetzen, sowie auf den Flächen der neuen Straßenanbindungen mithilfe einer elektromagnetischen Sonde auf eisenhaltige Störkörper untersucht. In einem engen Raster wurden mehr als 10.000 Bohrungen zwischen sechs und zwölf Meter tief in die Erde gebracht. An fünf Stellen schlug die elektromagnetische Sonde an. Diese sogenannten Anomalien stellten sich jedoch als ungefährlicher Schrott und nicht als Weltkriegsblindgänger heraus.

Da der Boden auf dem Werder stark mit Bauschutt, Ziegeln und Eisenschrottteilen durchsetzt war, erzielten die Sondierungsbohrungen auf großen Teilen des Untersuchungsgebietes jedoch keine aussagekräftigen Ergebnisse. Auf dem Kleinen Werder wurden die Tiefenbohrungen zudem durch die noch im Boden vorhandenen Grundmauern der alten Festungsanlagen behindert. Die alten Bauwerke mussten bis in eine Tiefe von etwa vier Metern freigelegt und der Boden während des Aushebens nach Kampfmitteln untersucht werden. Auf den Fundamenten der Zitadelle wurde dann mittels Handsondierungen und neben dem Bauwerk mithilfe von Sondierungsbohrungen die Kampfmittelfreiheit nachgewiesen. Ähnlich verhielt es sich auf dem Heumarkt. Dort verhinderten Gebäudereste der alten Friedrichstadt im Baugrund das planmäßige Sondieren der Flächen, sodass auch in diesem Bereich die Volumenräumung zum Einsatz kam.

Aufschlagzünder von Stabbrandbomben
Infanteriemunition Zünderreste Wurfgranate
Seitengewehre Säbel
Stabbrandbomben Hülsenschrott
Seitengewehre Boden einer Granatkartusche
Infanteriemunition Spreng- und Panzergranaten
Waffenreste Gewehre und Revolver
Zünder Hülsenschrott

Für das Verfahren wurde auf dem Werder eine stationäre Siebanlage mit Magnetabscheider-Anlage aufgebaut. Der Boden wurde ausgehoben, gesiebt und die eisenhaltigen Bestandteile entnommen. Ausgesiebte Schuttbestandteile wurden mit einer Brecheranlage mechanisch zerkleinert und vermischt mit dem Boden wieder vor Ort eingebaut. Zuvor war in einer abschließenden Messung noch die Sohle der Gruben auf Bombenblindgänger untersucht und somit auch die tieferen Schichten freigegeben worden.

Das gesamte Baufeld liegt im Abwurfgebiet der alliierten Truppen. Es besteht daher auch bei den noch zu untersuchenden Restflächen die Möglichkeit, auf Kampfmittel zu treffen. Deshalb werden die Kampfmitteluntersuchungen in der baubegleitenden Phase des „Ersatzneubaus Strombrückenzug“ fortgeführt, da einige Bereich derzeit noch nicht erreichbar sind. Dies betrifft insbesondere Teile der Turmschanzenstraße und der Straße zum Winterhafen, die erst nach dem Baustart gesperrt werden und deren Oberfläche erst dann geöffnet wird.

hintergrund

Nach Kriegsende wurde der Schutt der zerstörten Gebäude hauptsächlich auf Freiflächen in den Stadtrandbereichen wie auf dem Werder und dem Heumarkt abgeladen oder damit vorhandene Bombentrichter/ Explosionskrater verfüllt. Probesondierungen und -grabungen zeigten, dass diese Auffüllungen bis zu fünf Meter tief reichten. Der in dem Boden enthaltene Stahlschrott sowie auch eisenhaltige Einschlüsse in gebrannten Tonziegeln ließen die Sonden immer wieder ausschlagen, sodass die Volumenräumung zum Einsatz kam.

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