Ältester eigenhändiger Brief Otto von Guerickes entdeckt
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Ältester eigenhändiger Brief Otto von Guerickes entdeckt

Sensationsfund für die Magdeburger Stadtgeschichte: Im Rahmen des Forschungsprojekts „Magdeburger Spuren“ ist ein unbekannter Brief entdeckt worden, den Otto von Guericke als Student im Jahr 1625 verfasst hat. Fest steht: Es ist das älteste originale Zeugnis des großen Sohnes der Stadt. Gefunden wurde der Brief in Magdeburgs Partnerstadt Braunschweig.

Jahrhundertelang lag der unscheinbare Brief unbeachtet in einer Akte des Braunschweiger Stadtarchivs. Verfasst hat ihn der junge Otto von Guericke. Am 25. Juni 1625 bittet er die Ratsherren in Braunschweig, ihm ein Stipendium aus dem Erbe seines Großvaters auszuzahlen. Das Geld brauche er dringend, schreibt Guericke, um Bücher zu kaufen und sein Studium zu finanzieren.

Der Magdeburger Archivleiter PD Dr. Christoph Volkmar freut sich: „Als ich mit der Suche in Braunschweig begann, habe ich nicht damit gerechnet, so schnell auf einen wirklich bedeutenden Fund zu stoßen. Mich fasziniert, dass uns der Brief Otto sehr persönlich nahebringt: Als Student mit Geldsorgen – was die einen oder anderen nachvollziehen können, die heute an der Universität studieren, die seinen Namen trägt. Für unser Projekt macht mich das sehr zuversichtlich. Wir haben erst begonnen, aber wir sind auf der richtigen Spur.“

Der unbekannte Brief Otto von Guerickes wird erstmals am 16. November 2018 auf einer Veranstaltung der Otto-von-Guericke-Gesellschaft der wissenschaftlichen Öffentlichkeit präsentiert. Christoph Volkmar erläutert: „Es gibt noch ein vier Jahre älteres Schreiben, das von Hans Gericke und seinem Sohn Otto stammt. Dieses ist aber nur als Abschrift im Thüringischen Hauptstaatsarchiv Weimar erhalten. Damit ist der jetzt entdeckte Brief das älteste Autograph, also das früheste Schreiben von Ottos eigener Hand.“ Im Vorfeld war es in Zusammenarbeit mit dem Guericke-Forscher Prof. Fritz Krafft aus Marburg und dem Guericke-Forschungsarchiv gelungen, die Bedeutung des Neufundes aufzuklären.

Unterschrift des »Otto Gericke« auf seinem eigenhändigen Schreiben, Magdeburg, 25. Juni 1625 (Foto: Stadtarchiv Braunschweig)

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Das alte Ratsarchiv von Magdeburg ging bei der Eroberung 1631 vollständig verloren. 1945 wurden weitere unersetzliche Dokumente zerstört. Mit dem Digital-Humanities-Projekt „Magdeburger Spuren. Virtuelle Rekonstruktion des verlorenen Stadtarchivs“ geht das Stadtarchiv jetzt systematisch gegen den Verlust des historischen Gedächtnisses vor: Aus den Archiven Europas sollen Spuren Magdeburger Geschichte zusammengetragen werden.

Das Forschungsprojekt wird mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt aus dem Programm „Digital Heritage“ gefördert. Es gehört zu den Vorhaben, mit denen Magdeburgs Kulturhauptstadtbewerbung unterstützt werden soll. Ziel ist es, Quellen, die einst in Magdeburg vorhanden gewesen sind, über Funde aus anderen Archiven zu rekonstruieren. Dies soll der stadtgeschichtlichen Forschung neue Grundlagen geben. Mit im Boot sind zahlreiche Kooperationspartner und auch Studierende der Universität Leipzig, an der Christoph Volkmar Geschichte der Frühen Neuzeit lehrt. Die Projektergebnisse werden ab Mitte 2019 auf der Website www.magdeburger-spuren.de veröffentlicht.

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