Zukunftszentrum: Magdeburg präsentiert Bewerbung
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Magdeburg präsentiert Bewerbung für das Zukunftszentrum

Am 13. Mai hat der zuständige Ausschuss des Landtages Sachsen-Anhalt über eine mögliche Unterstützung der Ansiedlung des „Zukunftszentrums Deutsche Einheit und europäische Transformation“ beraten. Vertretende aus Magdeburg und Halle-Wittenberg stellten dem Landtag ihre Standort-Bewerbungen vor. Eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen.

„Magdeburg ist gelebte Transformation“

Der Ausschuss des Landtages Sachsen-Anhalt für Bundes- und Europaangelegenheiten, Medien sowie Kultur tagte am 13. Mai 2022. Das Fachgespräch und die Beratung zum Zukunftszentrum erfolgte im Beisein von Staatsminister Rainer Robra, Kulturstaatssekretär Sebastian Putz und Landtagspräsident Dr. Gunnar Schellenberger. Vorausgegangen war ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen auf finanzielle Unterstützung des Landes für alle Städte, die sich um das Zentrum bewerben wollen.

Magdeburgs Kulturbeigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz präsentierte die Bewerbung der Landeshauptstadt. Unterstützt wurde sie dabei von Dr. Karsten Steinmetz vom Thinktank DYNA der Otto-von-Guericke-Universität und Dr. Michael Stöneberg vom Kulturhistorischen Museum unterstützt. In überzeugender Weise konnte die Abordnung die jahrhundertelange und vielfältige Transformationsgeschichte Magdeburgs darstellen, die bis in die Gegenwart reicht und sich durch die Intel-Ansiedlung in Zukunft fortsetzt.

Die Kulturbeigeordnete bringt es auf den Punkt: „Magdeburg ist gelebte Transformation“

Zwei konkrete Standortvorschläge für Zukunftszentrum

Für die drei Säulen des geplanten Zukunftszentrums – Forschungseinrichtung, Dialog- und Begegnungszentrum sowie Kultur- und Veranstaltungsort – wurde ein breites Spektrum an möglichen Anknüpfungspunkten dargelegt:

  • lange, internationale und interdisziplinäre Tradition der Transformationsforschung an der Universität
  • relevante Institute und Studiengänge an der Hochschule Magdeburg-Stendal
  • unabhängige Forschungseinrichtungen unterschiedlicher Disziplinen
  • Vielzahl an Institutionen, Initiativen und Orten für Begegnung und Dialog
  • vielgestaltige Kulturlandschaft der Landeshauptstadt

Abschließend konnten sogar zwei mögliche Standorte für das vom Bund zu errichtende Zukunftszentrum vorgestellt werden: für einen Neubau eine Fläche am Wissenschaftshafen mit direkter Nähe zur Universität sowie für Umbau und Erweiterung eines Bestandsgebäudes die Hermann-Gieseler-Halle und ihr Umfeld.

Mindestens zwei weitere Bewerbungen aus Sachsen-Anhalt

Vor dem Landtagsausschuss präsentierten sich zudem Halle (Saale) und Wittenberg, die eine gemeinsame Bewerbung einreichen wollen. Die Bewerberstädte stellten sich den Fragen der Abgeordneten. Kontrovers wurde unter den Abgeordneten diskutiert, ob die Ausschreibung des Bundes eine Landesentscheidung über eine Bewerbung voraussetzt. Einigkeit herrschte über härteste Konkurrenz, die in Frankfurt (Oder) gesehen wird.

Eine Bewertung der Bewerbungen wurde noch nicht vorgenommen. Hintergrund ist der späte Entschluss aus Dessau-Roßlau sich ebenfalls zu bewerben, allerdings noch nicht präsentationsbereit war. Die Fortsetzung der Beratung ist auf die nächste Ausschusssitzung im Juni vertagt worden, wenn auch Dessau-Roßlau seine Bewerbung vorstellen kann. Dann wird auch darüber entschieden, ob das Land nur eine Bewerbung unterstützen wird und welche das sein wird.

Magdeburgs Bewerbung um das Zukunftszentrum des Bundes

Das Verwaltungsbemühen um den Sitz des Zukunftszentrums Deutsche Einheit und europäische Transformation, wird von den beiden Hochschulen sowie den in Magdeburg ansässigen Forschungseinrichtungen unterstützt. Das wurde auf dem Treffen am 3. Mai in der Johanniskirche deutlich. Die rund 30 Anwesenden unterzeichneten einen Brief, um ihre Unterstützung für die Bewerbung zu verdeutlichen.

Ziel des Treffens war es, sowohl in der Bundesregierung als auch im Land auf das berechtigte Interesse Magdeburgs an die Ansiedlung des „Zukunftszentrums Deutsche Einheit und europäische Transformation“ hinzuweisen.

Unterzeichnende des Briefes

  • Landeshauptstadt Magdeburg
  • Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Hochschule Magdeburg-Stendal
  • Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und –automatisierung
  • Leibniz-Institut für Neurobiologie
  • Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
  • Gedenkstätte Moritzplatz
  • Kulturhistorische Museum und das Projektbüro „feeling east“
  • Technikmuseum
  • Industrie- und Handelskammer Magdeburg
  • Stadtmarketing Pro Magdeburg e.V.
  • Magdeburger Abgeordnete des Stadtrates, des Landtages und des Bundestags

Auch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, das Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme und weitere Wissenschafts- und Kultureinrichtungen unterstützen die Bewerbung Magdeburgs und haben sich der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für die Bewerbung angeschlossen.

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Die Landeshauptstadt Magdeburg hatte sich bereits im Juli 2021 mit einem einstimmigen Stadtratsbeschluss in Stellung gebracht. Zusammen mit dem Thinktank der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bereitete die Stadtverwaltung die Bewerbung vor, in der die zahlreichen Standortvorteile für die Ansiedlung des Zukunftszentrums dargestellt werden.