Wissenschaft im Kino
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Bottled Life – das Geschäft mit dem Wasser

Mit dem preisgekrönten Dokumentarfilm „Bottled Life – Das Geschäft mit dem Wasser“ wird die Veranstaltungsreihe „Wissenschaft im Kino“ am Donnerstag, dem 6. Juni 2019, fortgesetzt. Wasserexperten des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Hochschule Magdeburg-Stendal werden dabei Fragen beantworten und über Privatisierung, Knappheit, Kosten und Qualität von Wasser diskutieren. Der Film beginnt um 18.00 Uhr im Moritzhof Magdeburg. Der Eintritt ist frei.

Viele Kino-, Fernseh- und Dokumentarfilme greifen wichtige gesellschaftliche und wissenschaftliche Fragen auf, die es wert sind, hinterfragt und eingeordnet zu werden. So auch der preisgekrönte Dokumentarfilm „Bottled Life“, der das boomende Geschäft mit dem Trinkwasser in der Flasche dokumentiert und sich dabei ganz auf den Leader der Branche: auf den Schweizer Nestlé-Konzern fokussiert.

 

Im Anschluss werden Prof. Dietrich Borchardt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und Prof. Petra Schneider von der Hochschule Magdeburg-Stendal Fragen zum Thema beantworten und diskutieren: Wie gelingt ein einfacher Zugang zu sauberem Wasser? Wem gehört das Wasser? Wie teuer darf oder muss Trinkwasser sein? Dürfen Konzerne wie Nestlé Grund und Boden kaufen, um sich weltweit den Zugriff auf wertvolle Wasserquellen zu sichern, sauberes Grundwasser zu entnehmen, in Flaschen abzufüllen und teuer zu verkaufen? Und warum trinken wir in Deutschland Mineralwasser aus der Flasche, das 75 bis 500 Mal teurer ist als Leitungswasser, obwohl es durchschnittlich keine höhere Qualität hat?

Der Film: Bottled Life – Das Geschäft mit dem Wasser:

Wem gehört das Wasser? Hierzulande müssen wir nur den Hahn aufdrehen und verfügen jederzeit über bestes Trinkwasser. Warum zahlen wir dennoch viel Geld für diese lebensnotwendige Ressource? „Bottled Life“ deckt auf, wie Konzerne den Menschen ihr eigenes Wasser als teures Lifestyleprodukt verkaufen, indem sie sich weltweit den Zugriff auf wertvolle Quellen sichern. Journalist Res Gehriger verfolgt die Spur von Nestlé und lässt uns tief blicken in die Strategien eines der mächtigsten Akteure im Milliardengeschäft mit dem Flaschenwasser. Und trotz, dass der Film bereits 2012 in die Kinos kam – er hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Gegen die Privatisierung der Wasserversorgung kämpft aktuell das bisher größte europäische Bürgerbegehren right2water.

CH/D 2012 l R: Urs Schnell l FSK: o. A. l 94 Min.

Die Experten:

Mit Prof. Dietrich Borchardt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und Prof. Petra Schneider von der Hochschule Magdeburg-Stendal stehen dieses Mal gleich zwei Wissenschaftler Rede und Antwort. Prof. Dietrich Borchardt ist Leiter des Themenbereichs "Wasserressourcen und Umwelt" und Departmentleiter "Aquatische Ökosystemanalyse" am UFZ-Standort Magdeburg.

Prof. Petra Schneider ist Professorin für Internationale Wasserwirtschaft und Studiengangsleiterin des Masterstudiengangs „Ingenieurökologie“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Das Format: „Wissenschaft im Kino“

„Wissenschaft im Kino“ ist eine Veranstaltungsreihe, die zwei unterschiedliche Formate – Film und Diskussion – mit der Wissenschaft verknüpft. Sie ist in Kooperation mit den Magdeburger Wissenschaftseinrichtungen und dem ARTist! e.V. / Kulturzentrum Moritzhof entstanden. Bei „Wissenschaft im Kino“ beantworten Wissenschaftlerinnen und Forscher Fragen zum gezeigten Film und geben gleichzeitig einen kurzen Einblick in ihre Forschungsarbeiten. Eine weitere Folge ist in diesem Jahr nach der Sommerpause im Oktober geplant.