200 Jahre neuer Magdeburger Domchor
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200 Jahre neuer Magdeburger Domchor – Ein Festjahr im Zeichen der Chormusik im Dom

1819-2019: Dieser sehr beeindruckende Zeitabschnitt markiert das 200-jährige Bestehen des Magdeburger Domchores seit seiner Wiedergründung. Denn der Chorgesang im Dom geht noch viel weiter zurück bis zu seinen Anfängen ins 10. Jahrhundert – ein Jubiläum, welches dann im kommenden Jahr mit zahlreichen großen musikalischen Werken begangen werden soll.
Die Wiedergründung des Domchores fand im Januar 1819 statt, sodass gleich am Sonntag, den 6. Januar 2019, fast auf den Tag genau, mit einem besonderen Festkonzert das Jubiläumsjahr begonnen wurde. Zu diesem Anlass wurde unter Leitung Barry Jordans mit dem Ensemble Märkisch Barock und den Solisten Stefanie Fels-Lauer, Undine Dreißig, Dirk Schmidt und Niek van den Dool die Harmoniemesse von Haydn und das Te Deum von Hasse zu Gehör gebracht.

Der zweite Höhepunkt dieses Jahres wird die Aufführung der h-Moll Messe von Johann Sebastian Bach in der Konzerthalle „Georg Philipp Telemann“ im Kloster Unser Lieben Frauen am 18. Mai um 19.30 Uhr sein. Vor vielen Jahren wurde die h-Moll-Messe bereits einmal durch den Domchor aufgeführt und nun im Festjahr möchte sich der Chor wieder dem größten Werk der kirchenmusikalischen Geschichte widmen.

Als drittes Großprojekt kann dem Deutschem Requiem Op. 45 von Johannes Brahms am 19. Oktober um 19.30 Uhr im Hauptschiff des Domes gelauscht werden. Das Requiem brauchte insgesamt eine Entstehungszeit von 18 Jahren und wurde erstmals im Februar 1869 im Leipziger Gewandhaus aufgeführt. Das Ereignis bedeutete den Durchbruch des 33 Jahre alten Komponisten.

Chronik Magdeburger Domchor

Der Magdeburger Domchor mit seiner Singschule besteht aus mehreren Chorgruppen, die einzeln oder zusammen musizieren und großen Wert auf ein generationsübergreifendes Miteinander legen.

Die Geschichte des Chorgesangs im Dom St. Mauritius und Katharina zu Magdeburg geht bereits in das 10. Jahrhundert zurück. Ab dem 13. Jahrhundert wurde im gotischen Dom die Chormusik nach französischem Vorbild gepflegt. Einige berühmte Besucher, die der Musik lauschten, sind uns überliefert, z.B. Walther von der Vogelweide, Nicolaus von Cusa und Ulrich von Hutten.

Vom frühen 10. Jahrhundert bis in das heutige 21. Jahrhundert erlebten die Dommusik und der Domchor eine wechselvolle Geschichte. Seit 1994 wird der Domchor nun von Barry Jordan geleitet, welcher zusammen mit seinen Chorsängern und Chorsängerinnen neue musikalische Akzente setzte und zahlreiche erfolgreiche Konzerte leitete, sowie Konzertreisen in viele Länder der Welt unternahm.

Zur Zeit Bernhard Henkings in den 1920er Jahren unternahm der Domchor erstmalig Auslands-Konzertreisen, die ihn nach Dänemark und Finnland und in andere Teile Deutschlands führten. Die Auslandsreisetätigkeit setzte sich bis auf die DDR-Zeit bis heute fort und erreicht vor allem mit seinen anspruchsvollen A-Cappella-Programmen ganz-Deutschland, Israel, Frankreich, England, Italien, Tschechien und Österreich.

Die großen Chor- und Orchesterwerke wurden in Magdeburg aufgeführt. Seit 1947 führte der Magdeburger Domchor erfolgreich die großen Kantaten und Chorwerke mit Orchester von Bach, Telemann, Händel, Haydn, Beethoven, Mendelssohn, Brahms, Bruckner, Mozart, Schubert, Dvorák, Puccini, Verdi, Strawinsky, Fauré, Duruflé, Chemin-Petit, Britten, Elgar, Janacek, Frank Martín, A. Lloyd Webber u.a. auf. Aber auch bereits im 19. Jahrhundert erklangen im Dom Werke wie Haydns Schöpfung und Mendelssohns Elias unter Beteiligung des Domchores. z.T. erfolgte auch die Uraufführung neuer Kompositionen von Domchorleitern, wie es z. B. der 150. Psalm von Chemin-Petit war, den er zur 1.000-Jahr-Feier der Errichtung des Domes 1955 komponiert hatte oder auch Barry Jordans große oratorische Komposition von 2009 „Die Eiche im Dom“, die auf Ernst Barlachs berühmtes „Denkmal des Krieges“ im Dom Bezug nimmt. Das Komponieren eigener Motetten bzw. neuer Sätze für Choräle gehörte von jeher zum Handwerkszeug aller Domchorleiter, auch der in früheren Jahrhunderten. Heute bilden den Chor primär Stimmen von Kindern und Jugendlichen, ein Anteil Erwachsener sowie die Männerstimmen.

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