130. Geburtstag Erich Weinerts: Großnichte zu Gast im Literaturhaus
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Großnichte Erich Weinerts zu Gast im Literaturhaus

Aus Anlass des 130. Geburtstages von Erich Weinert (geb. 1890 in Magdeburg, gestorben 1953 in Berlin) soll im Literaturhaus in Vortrag und Lesung die Familiengeschichte der Weinerts in den Mittelpunkt gerückt werden. Susanne-Luise Kreuzer (Großnichte von Erich Weinert) wird Szenen aus ihrem Buch „Familiengründe“ vorstellen, das anhand zahlreicher Briefe die Geschichte der Familie Weinert nachzeichnet. Eine wesentliche Rolle dabei spielen die ersten (Liebes-) Briefe Paul Weinerts an seine spätere Frau Johanna.

Paul und Johanna Weinert mit Katze Miezie (um 1920) © Literaturhaus Magdeburg I Paul und Johanna Weinert mit Katze Miezie (um 1920)
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© Literaturhaus Magdeburg I Paul und Johanna Weinert mit Katze Miezie (um 1920)

04.08.2020, Dienstag, 14.00 Uhr
Literaturhaus Magdeburg
Vortrag und Lesung mit Susanne-Luise Kreuzer: "Familiengründe"
Anlässlich des 130. Geburtstags Erich Weinerts

Aus platztechnischen Gründen bitten wir bis zum 28.07.2020 um Voranmeldungen beim Literaturhaus unter Tel. 0391/4044995. Bei gutem Wetter findet die Veranstaltung im Freien statt.

Susanne-Luise Kreuzer

Die Autorin des Buches "Familiengründe" wurde am 07.12.1947 in Hannover geboren, wuchs in Abbensen auf und besuchte dann die Schauspielschule in Hamburg. Nach einem ersten Engagement am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg entschloss sie sich, Sozialpädagogik, Soziologie und Kinder- und Jugendpsychiatrie zu studieren. Es folgte die Rückkehr zum Theater mit einem Engagement am Staatstheater Stuttgart, wo Susanne-Luise Kreuzer als Souffleuse und Schauspielerin tätig war. Später arbeitete sie als Disponentin und Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros u.a. am Theater der Altmark in Stendal. Sie widmet sich derzeit der Aufarbeitung des Familienarchives der Familien Weinert/Kreuzer.

Die Wurzeln der Familie Weinert

Paul Weinert war Mitte des 19. Jahrhunderts aus Striegau/Schlesien nach Magdeburg gekommen und wurde als Ingenieur in der Buckauer Firma R. Wolf angestellt. Er wohnte in Buckau und schrieb seiner späteren Frau sehr romantische, aber auch heitere Briefe, die das gesellschaftliche Leben in Magdeburg zu dieser Zeit wiedergaben. Er war zeitlebens ein politisch interessierter Mensch. Seine Persönlichkeit wurde prägend für die Entwicklung des Erich Weinert, der 1890 in der Buckauer Thiemstraße geboren wurde.

Bis 1891 wohnte Familie Weinert in der Thiemstraße 7 (dem heutigen Sitz des Literaturhauses), später in der Gnadauer Str. 3, der Schönebecker Str. 102 und in der Mahrenholtzstraße 2, bevor sie in den Hopfengarten zogen.

Erich Weinert und Schwester Anni (um 1898) © Literaturhaus Magdeburg I Erich Weinert und Schwester Anni (um 1898)
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© Literaturhaus Magdeburg I Erich Weinert und Schwester Anni (um 1898)

Eine besonders enge Beziehung hatte Erich Weinert zu seiner Schwester Anni, die Großmutter von Susanne-Luise Kreuzer, die als Schauspielerin ebenso wie ihr Bruder künstlerisch tätig war, viele Jahre zum Unterhalt der Familie Weinert beitrug und auch Erich Weinerts Tochter Marianne betreute.

Die „Familiengründe“ widerspiegeln nicht nur die Wurzeln der Familie Weinert, sondern auch das Zeitgeschehen über mehr als 100 Jahre hinweg. Es sind Briefe, die bis in das Jahr 1887 zurückreichen, Briefe, die die künstlerischen Wurzeln der Familie bis hin zu Gustav Weinert beleuchten, aber auch Briefe, die das Zusammenleben einer künstlerisch überaus engagierten Familie über zwei Weltkriege und die Grenzen der deutschen Teilung hinweg lebendig werden lassen.

Malwettbewerb zu Kindergedichten Erich Weinerts

Bild von Fritz (6 Jahre) aus der Natur- und Kindertagespflege Buckau © Literaturhaus Magdeburg I Bild von Fritz (6 Jahre), Malwettbewerb zu Kindergedichten von Erich Weinert
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© Literaturhaus Magdeburg I Bild von Fritz (6 Jahre), Malwettbewerb zu Kindergedichten von Erich Weinert

Das Literaturhaus hatte verschiedene Kindertageseinrichtungen zu einem Malwettbewerb aufgerufen und eingeladen, sich dem einen oder anderen Kindergedicht Weinerts zu widmen - natürlich machte das Gedicht "Igels machen sonntags früh eine Segelbootpartie" das Rennen. Anbei auch das Bild von Fritz (6 Jahre) aus der "Natur- und Kindertagespflege Buckau".

Quelle: Pressemitteilung des Literaturhauses vom 20.07.2020