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Veranstaltungen in der Stadtbibliothek

Kunstgespräch Bildhauerin Christiane Rößler trifft die Dichterin Gisela Steineckert-  Dienstag, 25. Februar, 19.30 Uhr

Eine Begegnung in Wort, Bild und Skulptur

Als die Bildhauerin Christiane Rößler an Gisela Steineckert mit der Bitte herantritt, sie in einem Bronzekopf porträtieren zu dürfen, ist die Künstlerin für die bekannte Dichterin keine Unbekannte mehr – schließlich kennt man sich in Berliner Kreisen. Von ihrer inspirierenden Begegnung erzählen Christiane Rößler und Gisela Steineckert in einem literarisch-künstlerischen Gespräch über ihren Schaffensprozess am Dienstag, 25. Februar, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek.

Als 17-jährige erlebt Christiane Rößler die historischen Ereignisse und Umbrüche im Herbst 1989, die sie danach im Studium dazu veranlassen, die Begegnung mit namhaften Persönlichkeiten aus Literatur, Kunst, Theater und Wissenschaft zu suchen. In plastischen Porträts schafft sie fortan keine Denkmäler, vor denen man vor Ehrfurcht erstarrt, sondern eher „Denkbilder", wie sie sie nennt. Immer spielt dabei die Auseinandersetzung mit der nahen deutsch-deutschen Vergangenheit eine Rolle. So entstehen Bronzeköpfe etwa von Hermann Kant oder Gisela May und eben auch von Gisela Steineckert.

Die Poetin, deren Gedichte und Liedtexte für nicht wenige, die in der DDR aufgewachsen sind, noch immer geläufig sind, fasste sofort Zutrauen zu Christiane Rößler: „Sie SAH mich, ich erkannte sie", sagt sie rückblickend, und beschreibt den künstlerischen Prozess zwischen beiden: „Damit man so miteinander arbeiten kann, gleichzeitig intim und mit gebührendem Abstand, muss es in den Bereichen von Moral, Absichten für die Welt und das eigene Leben eine Basis für Vertrauen geben." Begleitend zum Kunstgespräch zwischen Christiane Rößler und Gisela Steineckert, das um Auszüge aus Briefwechseln und Tagebüchern bereichert wird, werden Werke der Bildhauerin als Fotos sowie im Original zu sehen sein, u.a. ein Bronzekopf des Schriftstellers Volker Braun. Alle interessierten Gäste sind herzlich zur literarisch- künstlerischen Begegnung am Dienstag, 25. Februar, um 19.30 Uhr in der Zentralbibliothek am Breiten Weg willkommen, zu der die Stadtbibliothek gemeinsam mit dem Verein „Kritzelstube Magdeburg" und der Literarischen Gesellschaft Magdeburg einlädt.

Der Eintritt beträgt 10 Euro, Information unter Tel. 01634323647.

Wanderausstellung „Die Tänzerin von Auschwitz“
Stadtbibliothek lädt bis Mitte März Schulen und Gruppen zu Führungen ein

Nach den Winterferien lädt die Stadtbibliothek Schulklassen und interessierte Gruppen zur Führungen durch die Wanderausstellung „Die Tänzerin von Auschwitz“ ein, die noch bis zum 14. März im Erdgeschoss der Zentralbibliothek am Breiten Weg gezeigt wird.
Die Ausstellung erzählt die Lebensgeschichte der holländischen Auschwitz-Überlebenden Rosa (Roosje) Glaser in mehreren aufwendig inszenierten und anschaulichen Stationen - wie etwa einem Kinosaal - sowie anhand von zahlreichen Dokumenten, Briefen, Tagebucheinträgen, Fotos, Tonaufnahmen, Filmausschnitten und persönlichen Gegenständen. Das detailreich in Szene gesetzte außergewöhnliche individuelle Schicksal – einschließlich des Lebensweges der Niederländerin vor und nach der Verfolgung – erlaubt eine Annäherung an die Thematik des Holocaust, die weit über die bekannten Bilder und das allgemeine Wissen hinausgeht.
Die Schau wurde vom Museum „Erinnerungszentrum Lager Vught“ erstellt und bereits in den Niederlanden sowie in Osnabrück gezeigt. Der niederländische Autor und Nachfahre Paul Glaser hat die Ausstellung ins Deutsche gebracht und dazu eigens neu konzipiert. Grundlage ist sein gleichnamiges Buch, dessen Untertitel „Die Geschichte einer unbeugsamen Frau“ den Charakter der Hauptperson wiederspiegelt.

Die Stadtbibliothek präsentiert „Die Tänzerin von Auschwitz“ in der Zentralbibliothek gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt zu den üblichen Öffnungszeiten, wochentags von 10 Uhr bis 19 Uhr sowie samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr. Sie ist für Schüler ab Klasse 6 geeignet und Führungen können ab sofort auch kurzfristig unter der Rufnummer 0391 5404816 oder per E-Mail an stadtbibliothek@magdeburg.de vereinbart werden. Zusätzlich zu einer Führung kann in der Bibliothek nach Absprache auch ein Arbeitsraum mit pädagogischem Material der Landeszentrale für politische Bildung genutzt werden. Ergänzend ist darüber hinaus eine Medienpräsentation mit entleihbaren Büchern und Filmen zu den Themen Ende des Zweiten Weltkriegs und Holocaust auf allen fünf Etagen der Zentralbibliothek zu sehen.