Magdeburger Stadtschreiber
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Magdeburger Stadtschreiber*innen-Stipendium

Die Landeshauptstadt Magdeburg vergibt seit dem Jahr 2013 jährlich an deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein Stadtschreiberstipendium. Voraussetzung ist, dass er oder sie vom 1. März bis 30. September in Magdeburg lebt und arbeitet. Die Höhe des Stipendiums beträgt monatlich 1.200 Euro. Eine mietkostenfreie Wohnung stellt die Stadtverwaltung zur Verfügung.

Nele Heyse zu Gast in Ottos Wohnzimmer

Wie kam sie darauf, Stadtschreiberin zu werden? Und wie gefällt es ihr denn so in unserer Landeshauptstadt? Darüber sprach Nele Heyse mit Georg Bandarau.

Das Magdeburger Stadtschreiberstipendium

Das Magdeburger Stadtschreiberstipendium

Das Magdeburger Stadtschreiberstipendium wurde erstmalig 2012 im Zuge der Bewerbung Magdeburgs um den Titel "Kulturhauptstadt 2020" eingerichtet und im Jahr darauf erstmals vergeben. Es dient hauptsächlich der Unterstützung des schriftstellerischen Schaffens des Stadtschreibers / der Stadtschreiberin.
Die Landeshauptstadt erwartet darüber hinaus, dass der / die Stadtschreiber*in die Stipendiatenzeit weitgehend in Magdeburg verbringt und mit seinen / ihren künstlerischen Mitteln Geschichte und Gegenwart der Stadt reflektiert. Er / sie sollte sich gern mit dem urbanen Leben und den literarisch-kulturpolitischen sowie künstlerischen Traditionen der Stadt befassen, sich in laufende Prozesse einmischen und die individuelle „Außensicht“ in einem literarischen oder literarisch-publizistischen Beitrag öffentlich machen und zur Diskussion stellen, um die Kommunikation in der Stadt weiter zu befördern und anzuregen.

Das Stipendium wird für Wortkünstlerinnen und -künstler wie Autoren, Publizisten, schriftstellerisch tätige Künstlerinnen bzw. Künstler ausgeschrieben, die bereits eine selbstständige, nicht im Eigenverlag herausgegebene Publikation vorweisen können.

Der / die Stipendiat*in sollte außerdem bereit sein, neben dem Textbeitrag bzw. mit dem entstandenen Textbeitrag mindestens eine Vorstellungs- bzw. Antrittslesung aus eigenen Texten, zwei bis drei Schullesungen sowie eine Abschlusslesung im September während der Magdeburger Literaturwochen durchzuführen.

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Ausschreibung des Stadtschreiberstipendiums 2020

Nachfolge für Stadtschreiberin Nele Heyse gesucht. Bewerbungen sind bis zum 12. Juni 2019 möglich. Das Stipendium wird zum 8. Mal vergeben.

Magdeburg, die Metropole des Mittelalters und Bewerber-Stadt um den Titel Kulturhauptstadt 2025, sucht auch im kommenden Jahr wieder einen Stadtschreiber bzw. eine Stadtschreiberin. Die Landeshauptstadt bietet mit diesem Stipendium einen geeigneten Rahmen, um neu entstandene Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen und dazu beizutragen, die deutschsprachige Literatur in der Region zu beleben. Die Höhe des Stipendiums beträgt monatlich 1.200 Euro. Eine mietkostenfreie Wohnung stellt die Stadtverwaltung zur Verfügung. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Das Magdeburger Stadtschreiberstipendium, dient vor allem der Förderung des eigenen schriftstellerischen Schaffens der Stadtschreiberin / des Stadtschreibers und soll Freiraum bieten, künstlerische Ideen umzusetzen und gleichsam Begegnungsräume mit der Magdeburger Öffentlichkeit schaffen.

Nele Heyse, Magdeburger Stadtschreiberin 2019, sagt Bemerkenswertes über die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt: Diese Stadt ist im Prozess! Man kann dabei sein, dazwischenkommen, lernen und mitfantasieren. Magdeburgs Wurzeln reichen tief und weit in die Vergangenheit, - mal war Magdeburg ganz oben, der Mittelpunkt, Sehnsuchtsort, beneidet, dann lag es am Boden, geschleift, getreten, gemieden, missbraucht. Es hat nie aufgegeben, blieb hoffend, anpackend. Wie ein Mensch, der seinem Schicksal trotzt, aufsteht, weitermacht, seinen Glauben, seine Würde bewahrt und unendliche Kräfte entstehen lässt, die über das Jetzt hinaus wirken, Zukunft gestalten. Wenn man hier ankommt, fühlt man sich gemeint und gebraucht.

Während Nele Heyses literarisch-künstlerischer Schaffensprozess in Magdeburg gerade volle Fahrt aufnimmt, sucht das Kulturbüro der Landeshauptstadt bereits ihre Nachfolgerin oder Nachfolger.

Anforderungen an die Stipendiatin / den Stipendiaten

Die Landeshauptstadt Magdeburg erwartet, dass die Stadtschreiberin / der Stadtschreiber die Stipendiatenzeit vom 1. März bis 30. September 2020 weitgehend in Magdeburg verbringt und mit künstlerischen Mitteln Geschichte und Gegenwart der Stadt reflektiert. Sie oder er sollte sich gern mit dem urbanen Leben und den literarisch-kulturpolitischen sowie künstlerischen Traditionen der Stadt befassen, sich in laufende Prozesse einmischen und diese „Außensicht“ in einem literarischen oder literarisch-publizistischen Beitrag öffentlich machen und zur Diskussion stellen, um die Kommunikation in der Stadt weiter zu befördern und anzuregen.

Die Stipendiatin / der Stipendiat sollte außerdem bereit sein, neben dem literarischen Beitrag mindestens eine Antrittslesung aus eigenen Texten, zwei Schullesungen sowie eine Abschlusslesung während der Magdeburger Literaturwochen durchzuführen. Für diese Lesungen bekommt die Stadtschreiberin / der Stadtschreiber zusätzlich zum Stipendium ein angemessenes Honorar.

Deutschsprachige oder deutsch schreibende Wortkünstlerinnen und -künstler wie Autorinnen und Autoren, Publizistinnen und Publizisten sowie schriftstellerisch tätige Künstlerinnen und Künstler, die bereits eine selbstständige, nicht im Eigenverlag herausgegebene Publikation vorweisen können, sind eingeladen, sich um das Stipendium zu bewerben.

Das Bewerbungsverfahren

Bewerbungen müssen per E-Mail bis zum 12. Juni 2019 an die Landeshauptstadt Magdeburg, Fachbereich Kunst und Kultur, Kulturbüro, Julius-Bremer-Straße 10, 39104 Magdeburg geschickt werden. Zum Ausschreibungstext gelangen Sie hier. Die Bewerbung sollte neben einer Begründung (maximal zwei A4-Seiten) und einem Lebenslauf auch eine bisher unveröffentlichte Textprobe von maximal fünf Seiten sowie eine künstlerische Bio- bzw. Bibliographie enthalten.

Ihre Ansprechpartnerin

Anne-Juliane Kerl

Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg

Tel.: 0391/ 540 2413

E-Mail: Anne-Juliane.Kerl@kb.magdeburg.de

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Nele Heyse ist Magdeburgs Stadtschreiberin 2019

Die Schriftstellerin Nele Heyse aus Berlin ist die siebte Magdeburger Stadtschreiberin. Sie nahm am 1. März 2019 ihre Arbeit auf und wird bis 30. September 2019 in der Elbestadt verweilen und künstlerisch tätig werden.

Portrait Stadtschreiberin 2019(6) - NeleHeyse ©LH MD

Nele Heyse

Biographie

Nele Heyse wurde 1954 in Meiningen geboren, wuchs in Weimar auf und ging dort bis zum Abitur zur Schule. Acht Jahre davon absolvierte sie auf der Sprachheilschule, weil sie unter Stottern litt. Da sie sich nur im Spiel und im Schreiben von ihren massiven Sprachhemmungen befreit fühlte, stand für sie schon früh fest, Schauspielerin zu werden und das Schreiben daneben nie aufzugeben. Von 1973 bis 1977 studierte sie an der Berliner Schauspielschule, der späteren „Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch“. Nach dem Studium bekam sie vielfältige Engagements an unterschiedlichen Orten.

So begann sie am Berliner Ensemble, es folgten die Theater in Meiningen und Schwerin. 1984 verließ Nele Heyse mit ihrem Sohn die DDR. Es folgten Festengagements in Basel, Mannheim, Bremen, Leipzig und am Deutschen Theater Berlin. Seit 2001 ist sie gastierend unterwegs, u.a. in München, Zürich, Bozen, Tel Aviv, Weimar und Halle. In den Freiräumen widmet sie sich dem Schreiben und bemühte sich um erste Veröffentlichungen in Verlagen. So erschien 2013 der erste Roman „Haltewunschtaste“ im Mitteldeutschen Verlag, 2016 folgte ebenda der Lyrikband „Zeit ist eine Kugel“ (mit einem Vorwort von Christoph Hein) und 2017 „Hunderteinseinsatzgeschichten“ (Vorwort H.-E. Wenzel), Geschichten, die jeweils in nur einem Satz erzählt werden. Der Roman „Haltewunschtaste“ erschien auch als Hörbuch im BUCHFUNK Leipzig.

Davor veröffentlichte Nele Heyse in Literaturzeitschriften, Anthologien oder Theaterprogrammen bzw. las oder spielte ihre Texte. Als Schauspielerin war es ihr schon immer ein Bedürfnis, mit ihren Texten lesend, vortragend oder auch spielend an die Öffentlichkeit zu treten. So existiert eine größere Menge noch nicht publizierter Texte, die zum Teil schon deutschlandweit, aber auch in Israel oder auf Übersee vor Publikum bestanden haben.

Im Rahmen der Aufgaben einer Stadtschreiberin ist sie besonders gern bereit, sich auch über das schon angedachte Pensum hinaus lesend und vortragend an Veranstaltungen unterschiedlicher Prägung zu beteiligen. Außerdem ist es ihr Vorhaben, intensiv an ihrem Romanmanuskript „Zerbrechliche Welten“ zu arbeiten, aus dem sie schon jetzt abgeschlossene Passagen für Lesungen anbietet. Es gibt hier einen längeren Magdeburg-Bezug.

Anknüpfend an den Erfolg ihrer Geschichten in nur einem Satz, die sich befreundete Künstlerkollegen z.T. für ihre Programme ausliehen und die sie selber auch gern in Wunschlesungen – auf Zuruf der Zuhörer – präsentiert, würde sie während des Magdeburgaufenthalts ihr Vorhaben „33 DreisatzLiebesgeschichten“ zu schreiben, verwirklichen. Auch diese sollen von einem bildenden Künstler illustriert werden.

Oben genannte Wunschlesungen haben sich bisher als besondere Ereignisse für ein Miteinander bewährt, da es zu einem gegenseitigen Austausch kommt, sie nicht nur die vom Publikum gewählten Nummern der Geschichten vorliest, sondern es sich auch anbietet, in lockerer Form über die Entstehung und Hintergründe der jeweiligen Geschichte zu erzählen (also keine sog. „Wasserglaslesungen“).

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Veröffentlichungen von Nele Heyse

Roman „Haltewunschtaste“, Mitteldeutscher Verlag - 2013

Lyrikband „Zeit ist eine Kugel“ (mit einem Vorwort von Christoph Hein), Mitteldeutscher Verlag - 2016

„Hunderteins EinSatzgeschichten“ (mit einem Vorwort von H.-E. Wenzel),  Mitteldeutscher Verlag - 2017

Geschichten und Gedichte „Doppelt verdientes Glück“, Edition Muschelkalk Bd. 49, Wartburg Verlag - 2019

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Aktuelle Termine von und mit Nele Heyse

Termine - Lesungen, Gespräche, Begegnungen mit Nele Heyse

07.05.2019 – 19.30 Uhr: Stadtbibliothek Magdeburg: Lesung und gemeinsames Gespräch zum Thema Europa. Gesprächspartner von Nele Heyse ist Matthias Brenner.

13.05.2019 - 19.00 Uhr: in:takt, Breiter Weg 28 in Magdeburg: Nele Heyse bringt „Hunderteinseinsatzgeschichten“ ins in:takt. Kleine Tragödien, leises Sterben, hungriges Lieben. Hundertundeinmal das ganze Leben wie es ist: absurd, dramatisch, tragisch, grotesk. Nele Heyse erzählt es in jeweils nur einem Satz. Welche der Geschichten sie vorliest, das entscheidet das Publikum ganz einfach auf Zuruf.

15.05.2019 – 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr: Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen: Kunst-Talk mit Nele Heyse

16.05.2019 – 17.00 Uhr Forum Gestaltung, Buchpremiere: „Der Pascha von Magdeburg“

09.06.2019 – 15.00 Uhr: musikalisch-literarische Wandellesung im Gesellschaftshaus Magdeburg im Rahmen von „Rendezvous im Garten“. Nele Heyse liest aus: „Doppelt verdientes Glück“ (Titelgeschichte ihres im März erschienenen letzten Buches).

12.06.2019 - 19.00 Uhr Café Central: Lesung und anschließende Gesprächsrunde.

Lesung Nele Heyse Stadtbibliothek 07.05.2019

14.06.2019 - 19.00 Uhr Buchhandlung Fabularium im Hundertwasserhaus, Breiter Weg: Lesung und anschließende Gesprächsrunde

15.06.2019 - 15.00 bis 18.00 Uhr Heinz Kunstmarkt: Nele Heyse wird den Kunstmarkt mit kurzen Lesungen, wandelnd an verschiedenen Orten des Marktes, auf einer kleinen Bühne und im Friseurladen bereichern und aus ihren Geschichten und Texten lesen.

20.06.2019 – 20.00 Uhr Forum Gestaltung: Premiere des Sommerstücks „29. Versuch- Die Möwe“. Mitwirkung von Nele Heyse als Schauspielerin und Stadtschreiberin.

30.09.2019Literaturhaus Magdeburg: Abschlusslesung

Nähere Informationen zu den jeweiligen Terminen erteilt Ihnen das Kulturbüro, Frau Kerl unter der Telefonnummer +49 391 - 540 2413.

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Stadtschreiberblog

Neuigkeiten aus Nele Heyses literarischem Wirken im Stadtschreiberblog
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Bisherige Stadtschreiber*innen

zuletzt aktualisiert am 28.05.2019