Telemann-Wettbewerb für historische Holzblasinstrumente
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Telemann-Wettbewerb für historische Holzblasinstrumente

Der 11. Internationale Telemann-Wettbewerb wird aufgrund der Covid-19-Pandemie verschoben und voraussichtlich vom 29. August bis 4. September 2021 in Magdeburg stattfinden – Telemanns Geburtsstadt. Der Anmeldeschluss wird bis zum 15. März 2021 verlängert. Pandemiebedingt wird die Anzahl der Teilnehmenden auf 40 begrenzt. Durch vorherige Videoeinsendungen soll bereits eine Vorauswahl getroffen werden.

Musikerin, die Blockflöte spielt © Viktoria Kühne
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© Viktoria Kühne

Anmeldungen sowie die Übermittelung eines Videos für die Vorauswahl sind noch

bis zum 15. März 2021 (Datum des Poststempels) möglich. Die Ausschreibungsunterlagen stehen unter Telemann in Magdeburg zur Verfügung.

Der Wettbewerb wird in drei öffentlichen Runden ausgetragen. Veranstaltungsort ist das Gesellschaftshaus, in dem auch das Zentrum für Telemann-Pflege und - Forschung seinen Sitz hat. Das traditionelle Abschlusskonzert des Wettbewerbs mit der Übergabe der Preise wird bereits am Abend des Finaltages am 4. September ab 19:30 Uhr stattfinden.

Vorauswahl anhand von Videoeinsendungen

Der Wettbewerb für historische Holzblasinstrumente wie Blockflöte, Traversflöte und Barockoboe war ursprünglich für Anfang März geplant. Mit der Verschiebung ändern sich auch die Formalitäten zur Anmeldung. Um unnötiges Reisen in Zeiten der Pandemie zu vermeiden und dennoch eine hohe Beitragsqualität zu sichern, wird die Anzahl der Teilnehmenden auf 40 begrenzt.

Über die Zulassung zum Wettbewerb entscheiden die Jurymitglieder in einer Vorauswahl anhand von Videoaufnahmen, die bis zum Anmeldeschluss eingereicht werden müssen.

Kleine Änderungen in der international besetzten Jury

Die Teilnehmenden werden von einer international besetzten Jury bewertet, die unter der Leitung von Prof. Dr. Barthold Kuijken (Belgien, Blockflöte) steht. Aus terminlichen Gründen wird es auch Änderungen in der Zusammensetzung der Jury geben. Paul Dombrecht und Saskia Coolen mussten ihre Teilnahme absagen. Dafür kommen Carin van Heerden (Österreich, Oboe) und Peter Van Heyghen (Belgien, Blockflöte) in die Landeshauptstadt Magdeburg. Zur Jury gehören außerdem:

  • Prof. Katharina Arfken (Deutschland/ Schweiz, Oboe)
  • Prof. Kate Clark (Australien/ Neuseeland, Traverso)
  • Prof. Michael Schneider (Deutschland, Blockflöte)

Rahmenbedingungen und Preise des Wettbewerbes

Insgesamt stehen Preisgelder in Höhe von 15.500 Euro zur Verfügung. Neben Hauptpreisen, wird der Preis der Mitteldeutschen Barockmusik, können sich erfolgreich Teilnehmende auf Konzertverpflichtungen bei den Magdeburger Telemann-Festtagen, dem Bachfest Leipzig, den Arolser Barock-Festspielen und den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci freuen.

Teilnehmen können Instrumentalist*innen im Alter von 18 bis 34 Jahren, denen die historisch informierte Aufführungspraxis ein grundlegendes Interpretationsanliegen ist und die auf einem historischen Instrument (spätestens 18. Jahrhundert) oder dem Nachbau eines solchen spielen.

Der 11. Internationale Telemann-Wettbewerb wird von der Internationalen Telemann-Gesellschaft e.V. in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung der Landeshauptstadt Magdeburg veranstaltet. Präsident des Wettbewerbs ist Prof. Siegfried Pank, der zugleich auch als Präsident der Internationalen Telemann-Gesellschaft e.V. vorsteht.

Kontakt

11. Internationaler Telemann-Wettbewerb
Ivonne Woltersdorf
Telefon: 0391 540 6756
E-Mail: wettbewerb@telemann.org

Hintergrund zum Telemann-Wettbewerb

Der von der Internationalen Telemann-Gesellschaft e.V. im Jahr 2001 ins Leben gerufene Wettbewerb soll die Auseinandersetzung mit dem Schaffen Georg Philipp Telemanns fördern. Er wird im Biennale-Rhythmus veranstaltet und soll Musikstudierende bzw. junge Interpret*innen im Alter von 18 bis 34 Jahren fördern und eine historisch informierte Aufführungspraxis der Musik des 18. Jahrhunderts stimulieren. Darüber hinaus geht es um einen Erfahrungsaustausch der jungen Musikergeneration auf internationaler Ebene und einen Einstieg ins Berufsleben durch eine erfolgreiche Teilnahme an diesem musikalischen Leistungsvergleich unterstützen.

Einige der heute im Musikleben oder in der musikalischen Ausbildung tätigen Wettbewerbspreistragenden sind Prof. Felix Koch (Ensemble „Mediolanum“, 2001), Prof. Michael Hell (Blockflöte, 2003), Dmitri Sinkovsky (Violine, 2011) und das Ensemble „Camerata Bachiensis“ (2013), welches von 2016 bis 2020 Ensemble in residence des Bach-Museums Leipzig war.

Ausgeschrieben wurden bislang die Kategorien Kammermusik, historische Holzblasinstrumente, historische Streichinstrumente und Gesang.