Höhenrettungsgruppe übt den Ernstfall
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Höhenrettungsgruppe übt den Ernstfall  

Am Donnerstag, 22.04.2021 ereilte uns gegen 08.00 Uhr  der Hilferuf aus dem in Generalreparatur befindlichen  Mercer Zellstoffwerk in Arneburg, wo eine Person bei Gerüstbauarbeiten abgestürzte und sich die Rettung als problematisch herausstellt.

Erste Übung

Während die Kollegen der Werkfeuerwehr Mercer GmbH eine Lageerkundung durchführten, fragte die ILS Altmark zwischenzeitlich bei der ILS Magdeburg die Unterstützung der Höhenrettungsgruppe an, da die Werkfeuerwehr nur über beschränkte Ausrüstung zur Rettung von Personen aus Höhen besitzt. Gleichzeitig wurde ein Alarm für die Hubschrauberstaffel ausgelöst und die Freigabe durch das Innenministerium erwirkt, schließlich galt es gut 90 Kilometer zu überwinden und das in möglichst kurzer Zeit. Schlussendlich bestätigte der Führungsdienst der Feuerwehr Magdeburg den Einsatz der bereits voralarmierten, in Bereitschaft befindlichen Kräfte der Höhenrettung.

Der Hubschrauber flog dann zur Aufnahme der Einsatzgruppe Höhenrettung sowie deren Material zur Feuerwache Nord, um dann umgehend den Weg in Richtung Altmark aufzunehmen.

Aufgrund der gründlichen Lageerkundung konnten die Höhenretter sofort damit beginnen, die verunfallte Person aus ihrer misslichen Lage in ca. 50m Höhe zu befreien. Ein Gerüstbauer hatte sich nicht ordnungsgemäß zwischengesichert und war mehr als fünf Meter abgestürzt.  

Mittels Seiltechnik wurde der Vorstieg zügig vollzogen, der Patient aus seiner Sicherung in die Sicherung des Retters übernommen, auf eine tiefer gelegene Ebene zur medizinischen Versorgung gebracht und im weitere Verlauf dem Rettungsdienst übergeben. 

Einsatzvideo

Zweite Übung

Dieses Mal blieb der Fahrkorb des Aufzuges in der zweiten Ebene (ca. 50m) des 136 m hohen Schornsteins stecken und ließ sich später auch über den Notablass nicht bewegen. Der im Inneren des Aufzugs befindliche Mitarbeiter begann zu hyperventilieren und verlor im weiteren Verlauf des Einsatzes das Bewusstsein. Ein ihm zu Hilfe eilender Erstretter versuchte mittels Absturzsicherung zum verunfallten zu gelangen. Kurz bevor er auf die Ebene des Fahrkorbes gelangte, rutschte er ab, stieß sich den Kopf an der Rettungsleiter und fiel ohnmächtig  in seine Absturzsicherung.

Somit hieß es Rettung zweier Personen. Zunächst wurden die beiden Patienten durch je einen Retter mit Erster Hilfe-Maßnahmen versorgt und transportfähig gemacht. Parallel wurde die Rettung mittels Seiltechnik vorbereitet und beide Patienten dann entsprechend der Priorität der Verletzungen zu Boden gebracht und dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben

Impressionen

Amt37_Übung HRD 22.02.2021_Übung 1_Vorstieg
Amt37_Übung HRD 22.02.2021_Übung 1_Rettung
Amt37_Übung HRD 22.02.2021_Übung 2_Rettung
Amt37_Übung HRD 22.02.2021_Übungsgelände