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Neue Ideen für Zusammenarbeit zwischen Universität und Stadt

08.03.2013 - Universitäten sind für die Entwicklung der Städte von entscheidender Bedeutung. Viele Städte haben dies mittlerweile erkannt und kooperieren immer stärker mit ihren Hochschul-einrichtungen. Wie diese Kooperationen aussehen und effektiv gestaltet werden können, haben in dieser Woche Fachleute aus zehn verschiedenen europäischen Städten in einem Workshop in der Landeshauptstadt Magdeburg diskutiert.
Sie waren für drei Tage in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts gekommen, um die Bedeutung der Universität für die Stadtentwicklung zu analysieren und konkrete Ideen für die weitere Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Magdeburg zu erarbeiten.
 
Die Gäste, die alle aus renommierten Universitätsstandorten kommen, haben die Situation vor Ort sehr genau unter die Lupe genommen und intensiv mit den Magdeburger Fachleuten diskutiert. Am Ende der arbeitsreichen Tagung wurden viele der Aktivitäten am Wissenschaftsstandort Magdeburg sehr positiv eingeschätzt. Darüber hinaus gab es natürlich auch kritische Anfragen, die immer mit sehr konstruktiven Anregungen verbunden waren. Die Palette reichte hier von der Aufforderung, den Wissenschaftshafen noch schneller zu entwickeln bis zur besseren Integration der Studenten in städtische Entscheidungsprozesse.
 
Als Experte hat Prof. Willem van Winden (Niederlande) die Tagung begleitet. Er wird die Ergebnisse zu einem Leitfaden für die weiteren Aktivitäten in der Stadt zusammenfassen. Ein gutes Ergebnis hat die Tagung bereits jetzt gebracht. Alle Teilnehmer waren sehr positiv von Magdeburg überrascht und haben eine Menge guter Eindrücke von der Ottostadt mit nach Hause genommen. 
 

Europäisches Projekt über die Stadt-Hochschulkooperation

Das Peer-Review-Treffen ist Teil des URBACT Projekt „EUniverCities“, das offiziell im Februar 2013 gestartet ist und die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den Hochschulen und Universitäten auf lokaler Ebene fördern will. Dabei stehen Themen wie die Entwicklung von wirkungsvollen Marketingstrategien, die Förderung des Technologietransfers und der Ausbau der Beziehungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Mittelpunkt. Aber auch Fragen zum Bedarf an einer attraktiven studentischen Kulturszene und speziellen Wohnungsangeboten oder Nahverkehrslösungen werden diskutiert.   In dem internationalen Netzwerk “EUniverCities” sind Universitäten und Stadtverwaltungen aus den 10 europäischen Städten Aachen, Aveiro, Delft, Gent, Lecce, Linköping, Lublin, Magdeburg, Tampere und Varna miteinander verbunden. Gemeinsam versuchen diese Partner nach neuen Lösungen zu suchen, wie Universitätsstädte noch attraktiver gemacht werden können.   Die Partner in dem Netzwerk sind davon überzeugt, dass die Universitäten für die Entwicklung der Städte von entscheidender Bedeutung sind. Es entstehen neue und qualifizierte Arbeitsplätze, so dass junge Familien in die Städte ziehen, Studenten bereichern das städtische Leben und die Unternehmen der Region können von den Forschungsergebnissen profitieren.   

Weitere Informationen: www.urbact.eu/eunivercities