Magdeburger Stadtschreiber
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Magdeburger Stadtschreiber-Stipendium

Die Landeshauptstadt Magdeburg vergibt seit dem Jahr 2013 jährlich an deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein Stadtschreiberstipendium. Als Magdeburger*innen auf Zeit beobachten und dokumentieren Stadtschreiber*innen die Geschicke der Stadt, die – in welcher Form auch immer – zu (einer) Geschichte werden. Das Stipendium ist ein Arbeitsstipendium und dient vor allem der Unterstützung des schriftstellerischen Schaffens der Stipendiatin / des Stipendiaten.

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© Landeshauptstadt Magdeburg

Katja Hensel

Was macht eigentlich eine Stadtschreiberin? ... Zum Beispiel Schullesungen!

Katja Hensel steht für Schullesungen gern zur Verfügung und freut sich, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der 1. und 2. Klasse spielerisch & fantasievoll in geheimnisvolle Welten abzutauchen – Welten, in denen Zahlen ein Eigenleben entwickeln und in der sich an leckeren Klängen so richtig sattgehört wird!

Die Zahl, mit der keiner rechnet - Die Geschichte ist etwa 20 Minuten lang und für Kinder ab 6 Jahren geeignet.

Das Restaurant „Zu den glücklichen Ohren“ - Die Geschichte ist etwa 10 Minuten lang und für Kinder ab 5 Jahren geeignet.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Magdeburg werden die Schullesungen gemeinsam mit Katja Hensel organisiert und durchgeführt.

Mehr zu den Zahlengeschichten und Klanggerichten finden Sie im Downloadbereich in der rechten Randspalte.

Katja Hensel ist Autorin, Schauspielerin, Dozentin für Schauspiel und kreatives Schreiben und die mittlerweile 10. Stadtschreiberin Magdeburgs. Die gebürtige Hamburgerin wird sieben Monate in Magdeburg leben, schreiben und sich im besten Sinne ein- und mitmischen. Ihr ist es dabei ein wichtiges Anliegen, mit Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten und vor allem solche intensiv mit einzubeziehen, die sonst wenig Berührung mit literarischem Gedankenaustausch haben. Welche Hoffnungen, Träume und Erwartungen beschäftigen die jüngeren Magdeburger:innen im Hinblick auf die Zukunft ihrer Stadt ist dabei eine Frage, der Katja Hensel nachgehen möchte.

Das Stadtschreiberstipendium

Artist-in-Residence-Stipendium für Literatur

Das Stadtschreiberstipendium der Landeshauptstadt Magdeburg wurde 2012 initiiert und 2013 erstmalig vergeben. Als ein Artist-in-Residence-Stipendium für Literatur eröffnet es deutschsprachigen Autor*innen die Möglichkeit für die Dauer von sieben Monaten in Magdeburg zu leben und zu arbeiten.

Literat*innen ziehen aus diesem, mit dem Stipendium verbundenen Ortswechsel an die Elbe Inspiration und schöpferische Kraft für das eigene schriftstellerische Werk und können sich fernab existentieller Sorgen dem Schreiben widmen. Magdeburg profitiert von den Stadtschreiber*innen durch deren Impulse und den Blick von außen. Auf diese Weise erfährt die Stadt eine beständige Reflexion über und mit sich selbst, ist in Bewegung und entwickelt sich weiter.

Bewerbungsprozedere

Um das Amt der Stadtschreiberin / des Stadtschreibers können sich jährlich deutsche und deutschsprachige Autor*innen bewerben. Die Ausschreibung des Stipendiums erfolgt in aller Regel in der Zeit von Mai bis Juni eines jeden Jahres. Nachdem sämtliche Bewerbungen entsprechend formaler Kriterien geprüft und durch eine fachkompetente Jury bewertet wurden, ermittelt das Expert*innen-Team unter dem Vorsitz der Beigeordneten für Kultur, Schule und Sport, Regina-Dolores Stieler-Hinz die zukünftige Stadtschreiberin / den zukünftigen Stadtschreiber.

Eintauchen, Einmischen, Kommunikation anregen

Die Landeshauptstadt Magdeburg erwartet, dass die Stadtschreiberin / der Stadtschreiber die Stipendiatenzeit weitgehend in Magdeburg verbringt und sich mit ihren / seinen künstlerischen Mitteln auf Geschichte und Gegenwart der Stadt einlässt. Sie / er sollte sich gern mit dem urbanen Leben und den literarisch-kulturpolitischen sowie künstlerischen Traditionen der Stadt befassen, sich in die laufenden Prozesse einmischen und ihre / seine „Außensicht“ in einem literarischen oder literarisch-publizistischen Beitrag öffentlich machen und zur Diskussion stellen, um die Kommunikation in der Stadt zu befördern und anzuregen.

Die Stipendiatin / der Stipendiat sollte Anteil an der Kunst- und Kulturszene Magdeburgs nehmen sowie Freude und Interesse an städtischer Kultur haben.

Das Stadtschreiber*innen-Stipendium der Landeshauptstadt Magdeburg wird für Wortkünstlerinnen und -künstler im weitesten Sinn (Autor*innen, Publizist*innen, schriftstellerisch tätige Künstlerinnen und Künstler verschiedener literarischer Genre und Gattungen) ausgeschrieben, die bereits eine selbstständige, nicht im Eigenverlag herausgegebene Publikation vorweisen können.

Facettenreichtum der bisherigen Stadtschreiber*innen

Den Stadtschreiberinnen und Stadtschreibern steht es dabei frei, wie stark und mit welchen Formaten sie sich in das Stadtbild und die Bürgerschaft einbringen: Bernd Wagner, der erste Stadtschreiber im Jahr 2013 war intensiv in neue Kulturformate eingebunden. Weltoffen und bescheiden, aber mit kritischem Blick mischte sich Anja Tuckermann (2014) in die Kulturszene Magdeburgs ein. In ganz Magdeburg unterwegs war ebenfalls Peter Wawerzinek (2015), der die Begegnung mit vielen Menschen genoss. Inger-Maria Mahlke (2017) wiederum sprach Einladungen zu Kaffee und Kuchen aus und suchte damit ihre eigene authentische Annäherung an Magdeburg. Ein Jahr später gewann sie mit ihrem in Magdeburg während ihrer Stipendiatenzeit vollendeten Werk, den deutschen Buchpreis.

Während sich Werner Fritsch (2016) mit Mechthild von Magdeburg vor allem der älteren Stadt- bzw. Literaturgeschichte annahm, interessierte Nellja Veremej (2018) auf den Spuren der eigenen Vergangenheit vor allem der Bruch in der jüngeren Geschichte der Stadt. Dass die Stipendiat*innen eine in vielerlei Hinsicht produktive Zeit in Magdeburg erlebten, verdeutlicht vor allem auch Nele Heyses Wirken (2019), das in einem Marathon-Lesefest mündete, in welchem zahlreiche Kulturakteure einbezogen waren. Jörg Menke-Peitzmeyer, Stadtschreiber des Jahres 2020 trafen die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sehr hart. Er vollendete in Magdebug sein Theaterstück "Sparwasser", das gleichsam auch hier zur Uraufführung kommen wird.


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Bisherige Stadtschreiberinnen und Stadtschreiber

zuletzt aktualisiert am 28.06.2022