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Internationales Haus bündelt Behördengänge

In den nächsten 2 Jahren entsteht in Magdeburg das Internationale Haus. Dazu ist jetzt mit den Abrissarbeiten am alten Gebäude im Nordabschnitt des Breiten Weges begonnen worden. Unter dem Dach des Internationalen Hauses werden sich künftig das BürgerBüro Mitte, ein Teilbereich der Ausländerbehörde und ein Welcome Service für internationale Studierende, Forschende und Fachkräfte befinden. Die Eröffnung ist Ende 2023 geplant.

das künftige Internationale Haus im Entwurf  © WOBAU Magdeburg
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© WOBAU Magdeburg

Das Internationale Haus ist die zukünftige Anlaufstelle für alle Bürger*innen und Neubürger*innen in der Stadt. Neben den Dienstleistungen des BürgerBüros, wie

  • An- und Ummeldung eines Wohnsitzes,
  • Pass-Angelegenheiten oder
  • Anmeldung eines Autos,

werden mit dem Umzug eines Teils der Abteilung Ausländerrecht/ EU/ Integration der Ausländerbehörde dort künftig alle Fachkräfte aus dem Ausland beraten und betreut.

Ergänzt wird das Leistungsspektrum mit einem Willkommensservice für internationale Studierende, Wissenschaftler*innen und Fachkräfte. Dieser Service, der in Kooperation mit Netzwerkpartnern angeboten wird, soll vor allem in den ersten Wochen des Ankommens Orientierung und Unterstützung bieten.

„Mit dem nun begonnenen Abriss des alten Gebäudes im Nordabschnitt des Breiten Wegs nehmen unsere Pläne, die melde- und aufenthaltsrechtlichen Angelegenheiten unter einem Dach zu bündeln, konkrete Form an. Mit dem ergänzenden Willkommensservice für ausländische Fachkräfte tragen wir zudem der vermehrten Internationalität in der Stadt und in der Arbeitswelt Rechnung“, erklärt Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Ziele der Neuausrichtung.

Magdeburg – Attraktiv für internationale Fachkräfte und Studierende

Magdeburg ist für internationale Studierende und ausländische Wissenschaftler*innen ein attraktiver Standort zum Studieren, Forschen und Arbeiten. Bereits jetzt liegt die Otto-von-Guericke-Universität mit einem Anteil von rund 20 Prozent an ausländischen Studierenden aus mehr als 100 Nationen über dem Bundesdurchschnitt. Etwa 11 Prozent der Lehrenden kommen aus dem Ausland.

Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme oder das Leibniz-Institut für Neurobiologie sind ebenfalls attraktive Arbeitgeber für Forschende aus aller Welt. Gleichzeitig wird es weiterhin notwendig sein, verstärkt Wissenschaftler*innen und Studierende aus dem Ausland für die Stadt zu gewinnen und so das Niveau des Wissenschaftsstandortes Magdeburg weiter entwickeln zu können.

Das trifft zukünftig in gleichem Maße auch für die Unternehmen in der Stadt zu. In Zeiten des Fachkräftemangels suchen Unternehmen verstärkt Personal im Ausland. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz unterstützt dabei und erleichtert die Arbeitsmigration für beide Seiten: Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

„Ohne gezielte Zuwanderung steht die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt in Frage. Wir brauchen die Integration von Fachkräften aus dem Ausland, um die vielen freien Stellen besetzen zu können. Mit dem Internationalen Haus haben wir ein wichtiges Argument im Wettbewerb um die besten Fachkräfte“, ist sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper sicher.

Internationales Haus: Umfassendes Service- und Informationsangebot

Mit dem Internationalen Haus wird für diese Zielgruppe ein umfassendes Service- und Informationsangebot vorgehalten werden. Internationale Fachkräfte, Wissenschaftler*innen und Studierende werden dort mit Beratungsangeboten und Hilfestellungen beim Ankommen und während ihres Aufenthaltes in Magdeburg unterstützt. Gleichzeitig sollen die Hochschulen, die wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen bei der Betreuung ausländischer Studierender, Wissenschaftler und Fachkräfte insbesondere in der Anfangszeit entlastet werden. So erarbeitet das Team Wissenschaft der Landeshauptstadt Magdeburg derzeit gemeinsam mit Vertreter*innen wissenschaftlicher Einrichtungen die konkrete Ausgestaltung des Beratungsangebotes.

Das Internationale Haus entsteht in zentraler Lage im Breiten Weg 118. Die Stadtverwaltung wird nicht selbst bauen, sondern ein von der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg (WOBAU) neu errichtetes Gebäude anmieten. Dazu wird zunächst ein leerstehendes Haus bis Ende des Jahres abgerissen. Der Neubau ist dann für die kommenden beiden Jahre geplant, so dass im Jahr 2023 das Internationale Haus eröffnet werden kann.

Internationale Fachkräfte müssen bis dahin nicht auf einen Willkommensservice verzichten. Bereits jetzt bietet die Landeshauptstadt mit dem Webportal Welcome to Magdeburg umfassende Informationen zum Ankommen, Leben und Arbeiten in Magdeburg an.