Magdeburger Interkulturelle Woche
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Magdeburger Interkulturelle Woche

Kürzer, akzentuierter, thematisch sortierter und (noch) kooperativer als bisher: Vom 27. September bis 4. Oktober erwartet die Gäste der Interkulturellen Woche ein umfangreiches Programm an 15 Orten der Landeshauptstadt sowie im Internet. Die Veranstaltungen sind für alle Interessierten, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund.

Was: Interkulturelle Woche Magdeburg

Wann: 27. September bis 4. Oktober 2020

Wo: 15 verschiedene Orte in der Landeshauptstadt Magdeburg

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung in den meisten Fällen aufgrund der Abstandsregeln und begrenzter Raum-Kapazitäten notwendig.

Mit dem „Cosmopolitan Bus“ in die Magdeburger Interkulturelle Woche

Die Organisatoren – die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. und das Integrationsnetzwerk der Stadt Magdeburg – haben sich ein neues Auftaktformat einfallen lassen: Per Bus lernen die Passagiere sechs verschiedene religiöse oder auch überkonfessionelle Orte kennen. An den Stationen erzählen die Akteur*innen woran sie glauben und wie sie das interkulturelle/ kosmopolitische Magdeburg mitgestalten. Zwischen 8:30 und 16:30 Uhr ist die Tour unterwegs. In den jeweils etwa 60 Minuten pro Station gibt es neben den Gesprächen auch Besichtigungen und Präsentationen.

Zu den Stationen zählen:

  • einewelt haus Magdeburg
  • Evangelische Hoffnungsgemeinde
  • Katholische Gemeinde St. Norbert
  • Malteser Hilfsdienst
  • Russisch-Orthodoxe Gemeinde
  • Synagogengemeinde Magdeburg

Eine Anmeldung per E-Mail mit Namen, Adresse und Handynummer unter manja.lorenz@agsa.de ist erforderlich. Nach erfolgreicher Anmeldung werden der Abfahrtsort und weitere organisatorische Hinweise bekanntgegeben.

Über 30 Organisationen sind an zahlreichen Programmpunkten beteiligt

Workshops, Onlineveranstaltungen, Tage der offenen Tür, Ausstellungen, Konzerte und Filme widmen sich etwa dem Tag des Flüchtlings (2. Oktober) oder den Themenrubriken Rassismus sowie Integration in der Kommune (29. September und 1. Oktober). Kulinarisches, Quizshow, Musik, Mehrsprachiges Vorlesen & Theater sind hingegen online und offline unter der Rubrik Lebensart am 3. und 4. Oktober zu finden.

Über 30 Organisationen sind dem pandemiebedingt späten Aufruf zur Beteiligung gefolgt und haben sich als Programmteam zusammengeschlossen. Dazu zählen unter anderem Bildungsträger, Beratungsstellen, Migrant*innenorganisationen, Wohlfahrtsorganisationen und die Stadt Magdeburg.

Kooperationsformat: Engagement-Tag am 28. September

Die Infobörse am Engagement-Tag informiert über verschiedene Freiwilligenformate, die interessante Einsatzfelder und interkulturelle Lernerfahrungen sowohl für Zugewanderte als auch für Personen ohne Migrations- oder Auslandserfahrung bieten. Engagement ist hierüber direkt vor der Haustür, europaweit aber auch weltweit möglich. Über Engagement-Möglichkeiten informieren beispielsweise der Malteser Hilfsdienst oder das Psychosoziale Zentrum.

Kooperationsformat: Beratungstag am 30. September

Die Infobörse am Beratungstag hingegen widmet sich dem Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt, der Berufsanerkennung, Anpassungsqualifizierung, beruflichen Aus- und Weiterbildung aber auch dem Thema Fachkräfteeinwanderung und Diversitätsentwicklung im Unternehmen. Hierzu dürfen sich Zugewanderte und Unternehmen in Sachsen-Anhalt eingeladen fühlen aber auch darüber hinaus Interessierte.

Nähere Infos zu den Inhalten, Zielgruppen und angebotenen Sprachen gibt es im Programm auf der Internetseite Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt.

Kontaktinformationen

Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.
Schellingstraße 3-4
39104 Magdeburg
Manja Lorenz (Projektleitung)
Telefon: 0391 5371 207
E-Mail: manja.lorenz@agsa.de

Hintergrund Interkulturelle Woche

Die Interkulturelle Woche ist eine bundesweite Aktion, die seit 1975 jährlich vom Ökumenischen Vorbereitungsausschuss in Frankfurt/ Main koordiniert wird. Die regionalen Aktionswochen werden an jedem Ort anders organisiert, von Kirchen und Gewerkschaften etwa oder Kommunen und Landkreisen. In Magdeburg liegt die Trägerschaft seit 1997 bei der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

Die Interkulturelle Woche 2020 wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt sowie dem Sozial- und Wohnungsamt der Stadt Magdeburg.

Organisation der Veranstaltung

Organisiert wurde der Kampagnenrahmen wiederholt in Kooperation zwischen der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., kurz AGSA, und dem Netzwerk für Integrations- und Ausländerarbeit der Stadt Magdeburg. Zusätzlich von der Stadt Magdeburg und dem Land Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellte Mittel unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit sowie einzelne Veranstaltungsvorhaben. Die meisten Beiträge jedoch sind der zusätzlichen Mittelakquise der Einzelveranstalter und einer großen Portion ehrenamtlichen Engagements zu verdanken.

Die Rahmenkonzeption und Themenwahl geschieht jährlich in einem mehrstufigen Prozess. Die AGSA als Projektträgerin bringt Impulse aus dem jährlichen bundesweiten Vorbereitungstreffen zur Interkulturelle Woche, das diesmal kurz vor dem Lockdown in Erfurt stattfand, in die kommunale Netzwerkarbeit ein.

Im Rahmen der AG Interkultur & Soziales des Integrationsnetzwerks und einem separaten Vorbereitungstreffen wurden 2020 gemeinsam diese Schwerpunkte für die Magdeburger Veranstaltung definiert:

  • Rassismus, Diskriminierung vor dem Hintergrund der Morde an W. Lübcke sowie in Hanau und Halle, aktuelle Lage nach tödlicher Polizeigewalt an George Floyd, Umgang mit strukturellem Rassismus

  • aktuelle Flüchtlingspolitik, die Uneinigkeit auf Ebene der Europäischen Union, die durch Corona nochmals verschärfte Situation

  • Zuwanderung in die Kommune: Fördern von Sprache, Orientierung, gutem Zusammenleben, Zielgruppengerechte Ansprache

  • Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Wie attraktiv sind wir und wie auf das Gesetz eingestellt?

  • Lebensart: Essen, Wohnen, Freizeitgestaltung, Mehrsprachiges Vorlesen, Musizieren, Spielen, Sport

  • Weltanschauungen: Woran wir glauben, was uns leitet, wie wir das interkulturelle / kosmopolitische Magdeburg gestalten

Über die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

Die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., kurz AGSA, ist ein Dachverband von Organisationen, die sich für ein demokratisches Miteinander sowie gleichberechtigte soziale Teilhabe unabhängig von Herkunft, Religion, Sprache und anderen Merkmalen einsetzen. Unseren Mitgliedern, überwiegend ehrenamtlich getragene bilaterale Gesellschaften, europapolitische Vereine, Migrantenorganisationen und Vereine des Globalen Lernens, bieten wir logistische Unterstützung in Form von Räumen & Technik, Beratung in Fragen der Öffentlichkeitsarbeit, des Vereinsmanagements, der Fördermittelakquise und Vieles mehr. Seit 1996 sind wir Trägerin des einewelt haus, das sich zu einem Ort des interkulturellen Begegnens, Engagements und Netzwerkens in Magdeburg mit landesweiter Ausstrahlung entwickelt hat. Die AGSA verbindet Kompetenz, Erfahrung und Methodenvielfalt an der Schnittstelle zwischen Haupt- und Ehrenamt, Zivilgesellschaft und Verwaltung, in der Jugend- und Erwachsenenbildung.