Überblick in Zahlen: Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Magdeburg
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Wie viele Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit leben derzeit in Magdeburg?

In der Landeshauptstadt Magdeburg leben mit Stand vom 31.12.2019 ca. 23.430 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Damit hat Magdeburg momentan einen Ausländeranteil bei 9,7 % (bundesweiter Anteil: 12,1 %). Laut statistischem Bundesamt spricht man von einem Migrationshintergrund, wenn eine Person selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Darunter fallen zum Beispiel auch Eingebürgerte oder Spätaussiedler/-innen. In Magdeburg haben 13,3 % und bundesweit 25,5 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund.

Zuwanderung geschieht aus den verschiedensten Gründen und Herkunftsstaaten.

Jeder Ausländer, der aus einem Drittstaat (weder Deutschland noch EU) kommt, benötigt für seinen Aufenthalt in Deutschland einen Aufenthaltstitel. Die Antragstellung dafür erfolgt bei der für den Wohnort zuständigen Ausländerbehörde bzw. für die Einreise nach Deutschland bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung im Heimatland.

Für den Aufenthalt in Deutschland müssen einer der im Aufenthaltsgesetz genannten Aufenthaltszwecke und die dafür erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sein. Die Aufenthaltszwecke sind:
  • Ausbildung
  • Erwerbstätigkeit
  • völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe
    • hierunter fallen Schutzberechtigte
  • familiäre Gründe
  • besondere Aufenthaltsrechte
Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.

Allgemeine Ausländerzahlen Magdeburg 31.12.2019
(Stand 31.12.2019)


2.204 Personen sind zum Studieren nach Magdeburg gekommen, 5.870 Personen verfügen über sonstige Aufenthaltserlaubnisse/ -rechte wie z.B. Visa.

Etwa 6.000 Personen sind in den vergangenen Jahren als Flüchtlinge nach Deutschland eingereist und haben vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine positive Entscheidung bekommen - sie sind im Besitz eines Aufenthaltstitels. 220 Personen befinden sich noch im Asylverfahren und ca. 600 Personen sind ausreisepflichtig.

Die Anzahl der nach Magdeburg zugewiesenen Asylbewerber ist weiter rückläufig. Auch in der Zusammensetzung der Herkunftsländer sind Veränderungen zu verzeichnen. 

2.752 Personen verfügen über eine Niederlassungserlaubnis, die man erhält, wenn man seit drei bzw. fünf Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, seinen Lebensunterhalt und den seiner Familienangehörigen eigenständig sichern kann, über ausreichende Deutschkenntnisse verfügt und keine Vorstrafen hat.

Ein Großteil der in Magdeburg lebenden Ausländer (5.706 Personen ohne die Gruppe der Studierenden) sind EU-Bürger. Staatsangehörige der Europäischen Union benötigen keinen Aufenthaltstitel für die Einreise und den Aufenthalt. Für EU-Bürger und Staatsangehörige aus EWR-Staaten sowie der Schweiz gilt generell die Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Die Zusammensetzung der Herkunftsländer der ausländischen Bevölkerung insgesamt stellt sich wiefolgt dar (Stand 31.12.2019):

Syrien 5.176
Rumänien 1.708
Polen 1.066
Afghanistan 1.090
Indien 1.267
Ukraine 877
Russ. Föderation  788 
Vietnam 758
China 702
Türkei 567