MTP Foren
Hilfsnavigation
D115 Ihre Behördennummer


Deich Büchnerstraße
Datum: 16.04.14 - 13:52
Autor: Frau Schwingel, BOB
Nadine Greie schrieb:

Guten Tag,
fast täglich fahre ich die Büchnerstraße entlang. Große Sorgen macht mir im Hinblick auf das nächste Hochwasser der Deich Büchnerstraße / Potsdamer Straße. Der Deich hat sich regelrecht verformt, hat Schieflage und fällt ab.
Noch einem Hochwasser wie es 2013 der Fall war, würde dieser Deich nicht mehr Stand halten. Auch für einen Laien ist zu erkennen, dass zumindest ein Teil des Deiches überhaupt nicht in Ordnung ist und bei Hochwasser eine Gefahr für die Bewohner/innen Cracaus darstellt.
Ich möchte wissen, wie mit diesem Problem umgegangen wird. Wird der Deichabschnitt erneuert? Ist das Problem bekannt?
Vielen Dank.


Sehr geehrte Frau Greie,

der für den Deich in der Büchnerstraße zuständige Landeshochwasserbetrieb unterzieht alle Deiche einer Revision mit dem Ziel, sie bei Bedarf zu sanieren bzw. zu erhöhen.

Die Landeshauptstadt Magdeburg ist daran interessiert, dass die städtischen Deichbereiche schnellstmöglich bearbeitet werden, sie hat aber keinen direkten Einfluss auf die Festlegung der Rang- und Reihenfolge der Arbeiten.


Mit freundlichen Grüßen
Gez. Langenhan

Hochwasserschutz Stadtteil Werder
Datum: 15.04.14 - 12:01
Autor: Frau Schwingel, BOB
Dirk Michael Boche schrieb:

Erst einmal ein großes Lob an die Planer und Architekten, die sich wirklich viel Mühe und viele Gedanken um den sensiblen Bereich Zollstraße, in Magdeburgs Elbe-Insel-Stadtteil Werder gemacht haben.

Insbesondere die Verkleidung der Mauer mit Naturstein und die Auflockerung der Mauer mit Elementen aus Panzerglas, werden dem historischen Bild der Zollstraße gerecht.

Anregen möchte ich, die Glaselemente dort einzusetzen, wo sich heute bereits die Sitzbänke befinden. Dort hat man auch die schönsten Aussichten über die Elbe und auf das historische Stadtbild, wie zum Beispiel auf die Lukasklause, oder auf die Kirchen (Walloner Kirche und Petri Kirche).




Sehr geehrter Herr Boche,

vielen Dank für Ihren Vorschlag den ich an das Tiefbauamt und die Arbeitsgruppe Technischer Hochwasserschutz weiterleite. Eine Prüfung der rechtlichen und finanziellen Realisierbarkeit steht noch aus.
Mit freundlichen Grüßen

Gez. Langenhan
Freiwillige Helfer
Datum: 15.04.14 - 11:57
Autor: Frau Schwingel, BOB
Dirk Michael Boche schrieb:

Zum zukünftigen Hochwasserschutz möchte ich anregen, pro elbenahen Stadtteil eine Ansprech- und Eingreiftruppe aus freiwilligen Bürgern zu bilden. Diese sollten in Abend- und Wochenendkursen für den Hochwasserschutz geschult werden, wie zum Beispiel im richtigen Verbau von Sandsäcken und im Umgang mit Logistik für den Hochwasserschutz.

Dies könnte zur besseren Koordinierung im Hochwasser- und Katastrophenschutzfall beitragen. Ferner könnte man diese Truppe aus freiwilligen Bürgern gezielter einsetzen, zum Beispiel auch als Deichwache (auch die Flutmauern müssen im Katastrophenfall vor illegalem Besteigen geschützt werden).



Sehr geehrter Herr Boche,

vielen Dank für Ihre Anregung bezüglich der Gewinnung und Anleitung freiwilliger Helfer.

Wir können uns vorstellen Ihre Idee umzusetzen in Verbindung mit der Verpflichtung von Hochwasserbeauftragten für die hochwassergefährdeten Stadtteile. Sie könnten mit Unterstützung der Stadtverwaltung einen derartigen Helfereinsatz vorbereiten.


Mit freundlichen Grüßen
Gez. Langenhan
Hochwasserschutz Zollstraße
Datum: 15.04.14 - 11:55
Autor: Frau Schwingel, BOB
Dirk Michael Boche schrieb:

Besonderer Beliebtheit bei Studenten, Anglern und bei Familien mit Kindern, erfreut sich der Sandstrand in Höhe der Mündung Zoll-Elbe in die Stromelbe.

Sobald die ersten Sonnenstrahlen winken, wird der Sandstrand, welcher bei Normal- und Niedrigwasser zu Tage tritt, gerne zum Verweilen und Sonnenbaden angenommen. Für die Angler ist diese Stelle ohnehin ein Paradies.

Deshalb möchte ich anregen, an dieser Stelle eine Übersteig-Hilfe über die ca. 130 cm hohe neue Flutmauer zu errichten. Diese könne in Form einer kleinen schmalen Treppe entlang der Mauer, oder durch eine fest installierte Leiter geschehen. Notfalls könnte man diese Übersteig-Hilfe auch als Revisionstreppe deklarieren. – Leben mit dem Fluss und Leben am Fluss (IBA-Thema)!



Sehr geehrter Herr Boche,

vielen Dank für Ihre Anregung die wir dem Tiefbauamt zur Verfügung stellen mit der Bitte um Prüfung und Umsetzung.


Mit freundlichen Grüßen

Gez. Langenhan
Zollstrasse Stadtteil Werder
Datum: 10.04.14 - 12:23
Autor: Dirk Michael Boche
Besonderer Beliebtheit bei Studenten, Anglern und bei Familien mit Kindern, erfreut sich der Sandstrand in Höhe der Mündung Zoll-Elbe in die Stromelbe.

Sobald die ersten Sonnenstrahlen winken, wird der Sandstrand, welcher bei Normal- und Niedrigwasser zu Tage tritt, gerne zum Verweilen und Sonnenbaden angenommen. Für die Angler ist diese Stelle ohnehin ein Paradies.

Deshalb möchte ich anregen, an dieser Stelle eine Übersteig-Hilfe über die ca. 130 cm hohe neue Flutmauer zu errichten. Diese könne in Form einer kleinen schmalen Treppe entlang der Mauer, oder durch eine fest installierte Leiter geschehen. Notfalls könnte man diese Übersteig-Hilfe auch als Revisionstreppe deklarieren. – Leben mit dem Fluss und Leben am Fluss (IBA-Thema)!
Koordinierung freiwilliger Helfer
Datum: 10.04.14 - 12:01
Autor: Dirk Michael Boche
Zum zukünftigen Hochwasserschutz möchte ich anregen, pro elbenahen Stadtteil eine Ansprech- und Eingreiftruppe aus freiwilligen Bürgern zu bilden. Diese sollten in Abend- und Wochenendkursen für den Hochwasserschutz geschult werden, wie zum Beispiel im richtigen Verbau von Sandsäcken und im Umgang mit Logistik für den Hochwasserschutz.

Dies könnte zur besseren Koordinierung im Hochwasser- und Katastrophenschutzfall beitragen. Ferner könnte man diese Truppe aus freiwilligen Bürgern gezielter einsetzen, zum Beispiel auch als Deichwache (auch die Flutmauern müssen im Katastrophenfall vor illegalem Besteigen geschützt werden).
Hochwasserschutz Zollstrasse Magdeburg
Datum: 10.04.14 - 11:44
Autor: Dirk Michael Boche
Erst einmal ein großes Lob an die Planer und Architekten, die sich wirklich viel Mühe und viele Gedanken um den sensiblen Bereich Zollstraße, in Magdeburgs Elbe-Insel-Stadtteil Werder gemacht haben.

Insbesondere die Verkleidung der Mauer mit Naturstein und die Auflockerung der Mauer mit Elementen aus Panzerglas, werden dem historischen Bild der Zollstraße gerecht.

Anregen möchte ich, die Glaselemente dort einzusetzen, wo sich heute bereits die Sitzbänke befinden. Dort hat man auch die schönsten Aussichten über die Elbe und auf das historische Stadtbild, wie zum Beispiel auf die Lukasklause, oder auf die Kirchen (Walloner Kirche und Petri Kirche).
Salbke
Datum: 04.04.14 - 09:39
Autor: Frau Schwingel, BOB
T. Steffen schrieb:

Guten Tag,

wie sehen eigentlich Ihre genauen Hochwasserschutzpläne in Salbke, genauer gesagt am Salbker Platz aus?

Bislang habe ich immer nur gelesen, dass ein Rückfluss der Sülze vermieden werden soll und über ein Pumpwerk nachgedacht wird.
Dies ist prinzipiell auch sicher sinnvoll und würde die Probleme in der Faulmannstraße deutlich verbessern.

Nur wie sieht es an der Hauptstraße Alt Salbke an der Ecke am Kuhanger aus? Dort ist es nicht die Sülze, sondern ganz einfach Elbe, die die Senke und damit auch mich als Anwohner völlig überflutet hat!

Dort reicht es nicht, nur die Sülze in Ihrem Flussbett zu halten. Es müsste quasi hinter den Häusern an der Hauptstraße etwas dringend geschehen.

Wie sind an genau dieser Stelle die Pläne und wann könnte man mit einer Umsetzung rechnen?



Sehr geehrter Herr Steffen,
Ihre Hinweise entsprechen den Tatsachen.

Die Arbeitsgruppe Technischer Hochwasserschutz wird den Bereich Salbke auf Möglichkeiten eines effektiven Schutzes vor Elbhochwasser überprüfen.

Vorstellbar ist eine Hochwasserschutzwand im Bereich Kuhanger.

Deren Realisierbarkeit, Verlauf und Ausführung muss zuvor geprüft werden.

Mit freundlichen Grüßen
Gez. Langenhan


Sehr geehrter Herr Steffen,

die Themen der von Ihnen aufgeworfenen Fragen werden von der AG Technischer Hochwasserschutz und vom LHW bearbeitet. Es liegen noch keine Arbeitsergebnisse vor.

Sobald konkrete Lösungsansätze vorliegen, wird die Öffentlichkeit informiert.

Mit freundlichen Grüßen

Gez. Langenhan
Deich Umflutkanal
Datum: 04.04.14 - 09:35
Autor: Frau Schwingel, BOB
Lücke, Lothar schrieb:

Guten Tag!

Als Bewohner Cracaus bin ich an den Fragen, die den Hochwasserschutz betreffen, sehr interessiert. Zuletzt berichtete die Volksstimme am 29.03.2014 über die Maßnahmen zum Ausbau des westlichen Deichs am Umflutkanal. Interessant ist die Aussage, dass der Deich einem Wasserstand von 4,80m standhält. Diese Aussage offenbart eine Schwäche aller Angaben zu Wasserständen und den damit im Zusammenhang stehenden möglichen Auswirkungen: Man kann die Angaben nicht einordnen. Es fehlt eine Grundlage zur Einordnung. Diese Grundlage kann nur die Angabe von NN-Werten sein, also Höhenangaben über "Normal Null". Nach meiner Kenntnis liegt der NN-Wert am Pegel Strombrücke beim Pegel 0, also der Pegelnormalpunkt, bei 39,885m. Beim Pegel 7,47 (höchster Stand 2013) bedeutet das nach meinem Verständnis einem Wasserstand von ca. 47,35 über NN. Unser Haus liegt gemäß Bauzeichnungen auf einer Höhe von 46,35 über NN. Theoretisch betrachtet bedeutet das doch wohl, dass wir ohne Deiche bei uns einen Wasserstand von 1m gehabt hätten (den Effekt des niedrigeren Wasserstandes wegen der Ausbreitung des Wassers lasse ich hier einmal unberücksichtigt). Die Aussage, dass Magdeburg für den Ausbau des Hochwasserschutzes einen Pegel von 7,80m zugrunde legt bedeutet, dass alle Gebiete, die höher liegen als 47,68 über NN, künftig nicht gefährdet sein sollten. Um das Risiko einer Deichüberflutung abschätzen zu können, müsste der NN-Wert der Deichkronen bekannt sein. Das gilt sowohl für die Elbdeiche, aus meiner Sicht vor allem für die östlichen Elbdeiche, als auch für die westlichen Deiche des Umflutkanals. Den im Bericht der Volksstimme genannten Wasserstand von 4,80m kann ich nicht einordnen, weil hier die Vergleichsmöglichkeit fehlt. Das kann nur der NN-Wert sein.
Meine Fragen: Bei welchem NN-Wert liegen die Deichkronen des östlichen Elbdeichs und des westlichen Deichs des Umflutkanals, wobei ich eine durchgängig gleiche Höhe des jeweiligen Deiches voraussetze? Ist es möglich, künftig bei Informationen der Bürger zu Maßnahmen im Hochwasserschutz und bei aktuellen Hochwasserereignissen den Zusammenhang von Pegelstand und NN-Wert zu berücksichtigen? Das wäre für eigenverantwortlich zu treffende Schutzmaßnahmen von Bedeutung.

Mit freundlichen Grüßen

L. LÜcke!


Sehr geehrter Herr Dr. Lücke,

Ihre Überlegungen treffen zu.

Die geplanten Hochwasservorkehrungen der Stadt Magdeburg mit dem Schutzziel von
7,80 m (Pegelstand Strombrücke) können ihre volle Schutzwirkung nur entfalten, wenn die Elb- und Umflutdeiche ebenfalls diesem Wasserstand widerstehen können.

Für den Bau und die Sanierung der Deiche ist das Land Sachsen-Anhalt zuständig.

Uns ist bekannt, dass das Land die Sanierung und Erhöhung aller Deiche anstrebt, so dass zukünftig unserem gemeinsamen Anliegen Rechnung getragen werden könnte.

Genauere Planungen des Landes sind uns derzeit noch nicht bekannt.

Mit freundlichen Grüßen
Gez. Langenhan
Salbke
Datum: 03.04.14 - 22:04
Autor: T. Steffen
Frau Schwingel, BOB schrieb:

Um auch den Rückstau der Sülze in Salbke bei zukünftigen Hochwassern zu bändigen, wird der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) in diesem Jahr entsprechende Planungen in Auftrag geben.


Ich finde diese Aussage leider etwas mehr als dürftig. Auch auf meine Anfrage vom 31.03. gab es bislang keine Antwort...

Es sieht so aus, als wenn Salbke wieder einmal unter den Tisch gekehrt wird!

Ich muss mich noch einmal wiederholen...
Den Rückstau der Sülze zu verhindern ist richtig und auch notwendig. Nur reicht das leider nicht allein!!!
Denn das Elbehochwasser drückt quasi unabhängig von der Sülze durch den Kuhanger und überflutet damit den Salbker Platz bzw. die Senke in Alt Salbke!

Was will man dagegen unternehmen???

Sehr geehrter Herr Steffen,

wir bitten die Verzögerung zu entschuldigen und hoffen Ihre Frage mit der Antwort vom 4.4. beantworten zu können.

Mit freudlichen Grüße
Andrea Schwingel
Internetredaktion

Hochwasserbericht
Datum: 02.04.14 - 09:51
Autor: Herr Netzel BOB
Anja Müller schrieb:

Mit Interesse habe ich den Hochwasserbericht gelesen, da ich selber als ehrenamtliche Helferin bei der Evakuierung für den Malteser Hilfsdienst dabei war.
Insbesondere die Schlussfolgerungen in Bezug auf die TEL waren interessant und ich schätze sie als durchaus richtig ein. Die Belastung der Leitungsstrukturen (des Stabes, als auch der TEL) war für mich, und für andere Helfer die ein "Ohr in Richtung Leitungsarbeit" haben, offensichtlich und klar wahrnehmbar. Was für mich beim Lesen der Ausführungen im Bericht erfreulich war, war die Erwähnung und Erkenntnis der Notwendigkeit eines Führungsfahrzeuges (im Fließtext). Welches ja in der Tat für eine operative Einsatzlenkung bei Großschadenlagen und umsomehr bei Katastrophenlagen unverzichtbar ist und nicht fehlen darf. Leider wird das Fahrzeug dann bei den finanziellen Auswirkungen bzw. Maßnahmen nicht mehr aufgeführt! Kostet so ein Einsatzleitwagen wirklich so wenig, dass man für die Beschaffung keine erwähnenswerte Beachtung beim finanziellen Aufwand vorsehen muss. Oder (was man vermuten muss als interessierte Leserin mit gewissem fachlichen Background) möchte man mit der Beschaffung eines Führungsfahrzeuges bis zur nächsten Katastrophe warten. Ich war übrigens auch bei den Evakuierungsmaßnahmen bezüglich des Bombenfundes am Busbahnhof als Helferin im Einsatz. Auch hier war der Einsatz eines Führungsfahrzeuges im Bereitstellungsraum sinnvoll und für die Koordinierung unbedingt erforderlich.
Wie ich im Zusammenhang mit der Einsatzauswertung hörte, steht der Einsatzleitwagen der Feuerwehr ja zukünftig auch nicht mehr zur Verfügung. Meine Frage lautet daher: Wird das benötigte Führungsfahrzeug nun beschafft, wie im Bericht aufgeführt (aber nicht geplant)? Und wenn ja, wann?


Sehr geehrte Frau Müller,

auf ihre Frage zur Beschaffung eines Führungsfahrzeuges für Zwecke der Evakuierung kann ich Ihnen mitteilen, dass die Absicht besteht ein solches Fahrzeug zu beschaffen. Die im Hochwasserbericht unter V. Finanzielle Auswirkungen vorhandene Tabelle erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist nicht abschließend. Die zeitliche Reihenfolge der Investitionen wird sich nach den verfügbaren Haushaltsmitteln und der Dringlichkeit ergeben.

Mit freundlichen Grüßen
Olaf Derlath
Dr.rer.nat.
Datum: 01.04.14 - 09:49
Autor: Lücke, Lothar
Guten Tag!

Als Bewohner Cracaus bin ich an den Fragen, die den Hochwasserschutz betreffen, sehr interessiert. Zuletzt berichtete die Volksstimme am 29.03.2014 über die Maßnahmen zum Ausbau des westlichen Deichs am Umflutkanal. Interessant ist die Aussage, dass der Deich einem Wasserstand von 4,80m standhält. Diese Aussage offenbart eine Schwäche aller Angaben zu Wasserständen und den damit im Zusammenhang stehenden möglichen Auswirkungen: Man kann die Angaben nicht einordnen. Es fehlt eine Grundlage zur Einordnung. Diese Grundlage kann nur die Angabe von NN-Werten sein, also Höhenangaben über "Normal Null". Nach meiner Kenntnis liegt der NN-Wert am Pegel Strombrücke beim Pegel 0, also der Pegelnormalpunkt, bei 39,885m. Beim Pegel 7,47 (höchster Stand 2013) bedeutet das nach meinem Verständnis einem Wasserstand von ca. 47,35 über NN. Unser Haus liegt gemäß Bauzeichnungen auf einer Höhe von 46,35 über NN. Theoretisch betrachtet bedeutet das doch wohl, dass wir ohne Deiche bei uns einen Wasserstand von 1m gehabt hätten (den Effekt des niedrigeren Wasserstandes wegen der Ausbreitung des Wassers lasse ich hier einmal unberücksichtigt). Die Aussage, dass Magdeburg für den Ausbau des Hochwasserschutzes einen Pegel von 7,80m zugrunde legt bedeutet, dass alle Gebiete, die höher liegen als 47,68 über NN, künftig nicht gefährdet sein sollten. Um das Risiko einer Deichüberflutung abschätzen zu können, müsste der NN-Wert der Deichkronen bekannt sein. Das gilt sowohl für die Elbdeiche, aus meiner Sicht vor allem für die östlichen Elbdeiche, als auch für die westlichen Deiche des Umflutkanals. Den im Bericht der Volksstimme genannten Wasserstand von 4,80m kann ich nicht einordnen, weil hier die Vergleichsmöglichkeit fehlt. Das kann nur der NN-Wert sein.
Meine Fragen: Bei welchem NN-Wert liegen die Deichkronen des östlichen Elbdeichs und des westlichen Deichs des Umflutkanals, wobei ich eine durchgängig gleiche Höhe des jeweiligen Deiches voraussetze? Ist es möglich, künftig bei Informationen der Bürger zu Maßnahmen im Hochwasserschutz und bei aktuellen Hochwasserereignissen den Zusammenhang von Pegelstand und NN-Wert zu berücksichtigen? Das wäre für eigenverantwortlich zu treffende Schutzmaßnahmen von Bedeutung.

Mit freundlichen Grüßen

L. LÜcke!
Hochwasserschutz am Salbker Platz
Datum: 31.03.14 - 22:44
Autor: T. Steffen
Guten Tag,

wie sehen eigentlich Ihre genauen Hochwasserschutzpläne in Salbke, genauer gesagt am Salbker Platz aus?

Bislang habe ich immer nur gelesen, dass ein Rückfluss der Sülze vermieden werden soll und über ein Pumpwerk nachgedacht wird.
Dies ist prinzipiell auch sicher sinnvoll und würde die Probleme in der Faulmannstraße deutlich verbessern.

Nur wie sieht es an der Hauptstraße Alt Salbke an der Ecke am Kuhanger aus? Dort ist es nicht die Sülze, sondern ganz einfach Elbe, die die Senke und damit auch mich als Anwohner völlig überflutet hat!

Dort reicht es nicht, nur die Sülze in Ihrem Flussbett zu halten. Es müsste quasi hinter den Häusern an der Hauptstraße etwas dringend geschehen.

Wie sind an genau dieser Stelle die Pläne und wann könnte man mit einer Umsetzung rechnen?
Hochwasserbericht
Datum: 26.03.14 - 18:25
Autor: Anja Müller
Mit Interesse habe ich den Hochwasserbericht gelesen, da ich selber als ehrenamtliche Helferin bei der Evakuierung für den Malteser Hilfsdienst dabei war.
Insbesondere die Schlussfolgerungen in Bezug auf die TEL waren interessant und ich schätze sie als durchaus richtig ein. Die Belastung der Leitungsstrukturen (des Stabes, als auch der TEL) war für mich, und für andere Helfer die ein "Ohr in Richtung Leitungsarbeit" haben, offensichtlich und klar wahrnehmbar. Was für mich beim Lesen der Ausführungen im Bericht erfreulich war, war die Erwähnung und Erkenntnis der Notwendigkeit eines Führungsfahrzeuges (im Fließtext). Welches ja in der Tat für eine operative Einsatzlenkung bei Großschadenlagen und umsomehr bei Katastrophenlagen unverzichtbar ist und nicht fehlen darf. Leider wird das Fahrzeug dann bei den finanziellen Auswirkungen bzw. Maßnahmen nicht mehr aufgeführt! Kostet so ein Einsatzleitwagen wirklich so wenig, dass man für die Beschaffung keine erwähnenswerte Beachtung beim finanziellen Aufwand vorsehen muss. Oder (was man vermuten muss als interessierte Leserin mit gewissem fachlichen Background) möchte man mit der Beschaffung eines Führungsfahrzeuges bis zur nächsten Katastrophe warten. Ich war übrigens auch bei den Evakuierungsmaßnahmen bezüglich des Bombenfundes am Busbahnhof als Helferin im Einsatz. Auch hier war der Einsatz eines Führungsfahrzeuges im Bereitstellungsraum sinnvoll und für die Koordinierung unbedingt erforderlich.
Wie ich im Zusammenhang mit der Einsatzauswertung hörte, steht der Einsatzleitwagen der Feuerwehr ja zukünftig auch nicht mehr zur Verfügung. Meine Frage lautet daher: Wird das benötigte Führungsfahrzeug nun beschafft, wie im Bericht aufgeführt (aber nicht geplant)? Und wenn ja, wann?
Antwort an Dr. rer.nat. Lothar Lücke
Datum: 26.03.14 - 17:31
Autor: Herr Netzel BOB
Lücke, Lothar schrieb:

Guten Tag,
als Bewohner Cracaus habe ich auch im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Eigenvorsorge folgende Fragen:
- Die Deiche im Breich Seestrasse und weiter südlich bis in die Kreuzhorst sollten nach der erfolgten Sanierung keine Probleme bereiten. Wie ist es aber in Richtung Norden bis zur Anna-Ebert-Brücke? In dieser Richtung scheint der Deich abzufallen. Sind dort bauliche Maßnahmen vorgesehen und wie soll der Gefahr einer Überflutung von Brückfeld und Cracau einschließlich z.B. der Neubauten am Zuckerbusch und auf diese Weise auch ganz Cracaus bei einer Überflutung der Anna-Ebert-Brücke begegnet werden?
- Das Gelände zwischen den östlichen Elbdeichen und dem westlichen Umflutdeich, also Ostelbien mit Pechau usw. würde bei einer Deichüberflutung oder einem Deichbruch voll laufen wie eine "Wanne" und das bei den gegebenen Höhenwerten des Geländes über normal Null bis zu einer beträchtlichen Höhe. Ist vorgesehen, alle Deiche, die diese "Wanne" einschließen so zu ertüchtigen, dass sie einem Wasserstand von 7,80m am Pegel Strombrücke standhalten? Wenn ja, für wann sind diese Arbeiten geplant?
Über eine Beantwortung meiner Fragen würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen!
L. Lücke


Sehr geehrter Herr Dr. Lücke,

vielen Dank für Ihre Zuschrift.

Für den Bau und die Unterhaltung von Deichen ist das Land Sachsen-Anhalt zuständig. Nach Information des Landesamtes für Hochwasserschutz werden zukünftig alle Deiche für ein noch festzulegendes neues Bemessungshochwasser ertüchtigt.

Die Landeshauptstadt Magdeburg ist bestrebt, die auf ihrem Stadtgebiet befindlichen Deiche schnellstmöglich sanieren bzw. erhöhen zu lassen. Detaillierte Auskunft kann zu diesem Sachstand derzeitig nicht gegeben werden. In Magdeburg werden darüber hinaus derzeit alle notwendigen operativen und baulichen Maßnahmen getroffen, um einem Hochwasser mit dem Pegelstand 7,80 m (Pegel Strombrücke) begegnen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Gez. Helge Langenhan


Seite: 12 ›