Zweitimpfungen in Pflegeheimen gestartet
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Oberste Priorität: Zweitimpfungen in Pflegeheimen gestartet

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat am 20. Januar zwei Magdeburger Pflegeheime der „Wohnen und Pflegen“ (WuP) besucht. Dabei konnte er sich vor Ort selbst ein Bild vom Umgang mit der Corona-Pandemie machen. Im Pflegeheim „Haus Heideweg“ nahm das Stadtoberhaupt beim Beginn der zweiten Corona-Impfrunde teil. Anschließend kam der Oberbürgermeister mit dem Bewohnerbeirat ins Gespräch und konnte sowohl Einblicke in die Impfbereitschaft als auch in die Ängste und Sorgen der Heimbewohner*innen erhalten.

„Die Bewohner*innen in Alten- und Pflegeheimen müssen besonders geschützt werden“, so Oberbürgermeister Dr. Trümper. In den Magdeburger Pflegeeinrichtungen herrscht seit dem 23. November 2020 eine allgemeine Testpflicht für Besuchende. Diese Pflicht besagt ganz deutlich, wer Angehörige besuchen will, muss sich vorab in der Einrichtungen einem Corona-Schnelltest unterziehen. Auch das Pflegepersonal muss 2x in der Woche getestet werden. Von der Einhaltung dieser Testpflicht hat sich der Oberbürgermeister heute in den Heimen der kommunalen „Wohnen und Pflegen“ selbst überzeugt. Dr. Trümper möchte in Kürze auch Einrichtungen privater Träger besuchen und sich dort über die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie informieren.

Als zweiten Schritt im Kampf gegen das Virus sieht das Magdeburger Stadtoberhaupt das Impfen. Dem Start der zweiten Impfrunde für Pflegeheimbewohnende wohnte er bei seinem heutigen Besuch in der kommunalen Pflegeeinrichtung im Heideweg bei. Inzwischen wurde die erste Impfrunde in 31 von insgesamt 35 Alten- und Pflegeheimen der Landeshauptstadt durchlaufen. Auch wenn ein Großteil der Heimbewohner*innen in Magdeburg bald geimpft ist, besteht weiterhin die Testpflicht. Um das Personal in den Pflegeeinrichtungen zu entlasten, sucht das Sozialdezernat Freiwillige, die die Tests durchführen. Hierzu wird das Sozialdezernat zeitnah einen offiziellen Aufruf über eine Online-Plattform starten.

Oberbürgermeister Dr. Trümper und die 84-jährige Heimbewohnerin Frida Wagner
Ältere Dame im Rollstuhl wird von einer Pflegerin in den Arm genommen
Warteschlange für eine Corona-Schutzimpfung im Magdeburger Pflegeheim
Oberbürgermeister Dr. Trümper im Interview in einem Magdeburger Pflegeheim
Warteschlange in einem Magdeburger Pflegeheim mit Bewohnenden und Pflegekräften
Magdeburger Pflegeheimbewohnerin im Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Trümper
Älterer Herr Pflegeheimbewohner im Rollstuhl wartet mit Impfpass in der Hand
Magdeburger Pflegeheimbewohnerin im Rollstuhl wird geimpft
Warteschlange älterer Pflegeheimbewohner*innen im Rollstuhl

„Die Impfbereitschaft der Bewohner*innen hier im Haus Heideweg ist hervorragend. 90 Prozent von ihnen sowie mehr als 80 Prozent der Beschäftigten hier haben sich impfen lassen und bekommen heute die Zweitimpfung“, so die Sozialbeigeordnete Simone Borris. Auch unter dem Personal ist die Bereitschaft zum Impfen inzwischen auf 50 Prozent gestiegen. Allerdings stellt die geringen Impfstofflieferungen ein großes Problem dar.

Oberbürgermeister Dr. Trümper ergänzt:

„In meinem Gespräch mit dem Bewohnerbeirat haben mir die Senior*innen gespiegelt, dass sie mit der Impfung natürlich eine große Hoffnung auf baldige Normalität hier im Heim verbinden. So wünschen sie sich sehr, dass bald Dienstleistungen wie der Frisörbesuch oder die Fußpflege hier in der Einrichtung angeboten werden können.“

Wie wichtig der Schutz der Altenpflegeheime ist, betont auch Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper immer wieder. In seiner Pressekonferenz am 19. Januar wies er darauf hin, wie hoch die Zahl der verstorbenen Covid-19-Erkankten in einigen Gebieten Deutschlands ist:

„Auch einige Landkreise in Sachsen-Anhalt zeigen diese alarmierend hohen Werte. Deshalb dürfen wir nicht nachlassen in unserem Bemühen um den Schutz gerade der älteren Bürger*innen.“

Tabelle zur Sterblichkeit bei Covid-19-Erkankungen

Geringe Impfstofflieferungen sind ein Problem

Trotz der guten Durchimpfungsquote stellen die geringen Impfstofflieferungen ein großes Problem dar.

„Wir bleiben bei unserem Ziel, dass wir bis zum 23. Februar alle impfwilligen Bewohner*innen und Beschäftigten unserer Pflegeheime geimpft haben wollen. Da das Land in den kommenden Wochen weniger Impfstoff erhält, müssen wir die Eröffnung des Impfzentrums verschieben. Der vorhandene Impfstoff wird zunächst weiterhin für die Altenpflegeheime und die Krankenhäuser benötigt. Danach treten wir an die mobilen Pflegedienstanbieter und niedergelassenen Mediziner*innen heran. Wir hoffen, dass wir die Über-Achtzigjährigen, die zuhause wohnen, dann ab 1. Februar mit Impfterminen versorgen können. Darüber informieren wir dann gesondert“, erklärt Simone Borris.