Quarantäne aufgrund von Corona
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Corona und Quarantäne

Ab 21. Januar 2022 gelten neue Quarantäneregeln für Magdeburg: Symptomfreie Infizierte und ihre Kontaktpersonen können sich nach 7 Tagen freitesten oder ohne Test nach zehn Tagen die Absonderung beenden. Gleiches gilt für Beschäftigte im Gesundheitswesen und im Pflegebereich. Neue Regelungen gibt es auch für Kitas und Schulen.

Quarantäneregelungen ab 21. Januar 2022

Basis der neuen Quarantäneregeln ist die geänderte Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt Magdeburg vom 7. Dezember 2021. Die Änderungen treten ab dem 21. Januar 2022 in Kraft. Die neuen Regeln gelten auch rückwirkend für alle derzeit in Quarantäne befindlichen Personen. Soweit Infizierten und Kontaktpersonen bereits ein Quarantäneschreiben des Gesundheitsamtes erhalten haben, wird der darin verfügte Zeitraum der Absonderung gegenstandslos. Bei der Berechnung der Frist wird der Tag des Auftretens der Symptome oder der Tag der Testung nicht mitgerechnet – die Frist beginnt mit dem Tag, der auf den Tag des Auftretens der Symptome oder auf den Tag der Testung folgt.

Die Allgemeinverfügung im Einzelnen (gekürzt)

I. Pflicht zur Absonderung für Kontaktpersonen und Ausnahmen

Personen, die im gleichen Haushalt wie infizierte Personen leben (Kontaktpersonen), haben sich ebenfalls unverzüglich in der Wohnung oder einer anderen geeigneten Unterkunft abzusondern (häusliche Quarantäne). Die Pflicht zur Absonderung gilt nicht für die nachfolgend aufgeführten Kontaktpersonen:

  1. Personen mit einer Auffrischimpfung (Boosterimpfung) – insgesamt sind drei Impfungen erforderlich (auch bei jeglicher Kombination mit dem Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson)
  2. Geimpfte Genesene – Geimpfte mit einer Durchbruchsinfektion oder Genesene, die eine Impfung im Anschluss an die Erkrankung erhalten haben
  3. Personen mit einer zweimaligen Impfung, ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung bis zum 90. Tag nach der Impfung – dies gilt auch für den Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson
  4. Genesene ab dem 28. Tag bis zum 90. Tag ab dem Datum der Abnahme des positiven Tests

Eine einmalige Impfung mit dem Covid-19-Impfstoff Janssen (Johnson & Johnson) begründet für die unter Buchstaben a bis c fallenden Personen keine Ausnahme von der Pflicht zur Absonderung.

II. Beginn und Dauer der Absonderungspflicht für Infizierte und Kontaktpersonen

Die Pflicht zur Absonderung beginnt für Infizierte und Kontaktpersonen am Tag des Auftretens der Symptome bei der infizierten Person. Bei asymptomatisch Infizierten beginnt für Infizierte und Kontaktpersonen die Pflicht zur Absonderung am Tag der Abnahme des positiven Tests bei der infizierten Person.

Dauer der Absonderung beträgt:

  1. für die allgemeine Bevölkerung

    • als Infizierte
      • 7 Tage, wenn die betroffene Person zuvor mindestens 48 Stunden symptomfrei war und frühestens am Tag 7 ein negativer PCR-Test oder zertifizierter Antigentest abgenommen wurde
      • 10 Tage ohne abschließenden Test

    • als Kontaktpersonen
      • 7 Tage, wennfrühestens am Tag 7 ein negativer PCR-Test oder zertifizierter Antigentest abgenommen wurde
      • 10 Tage ohne abschließenden Test

  2. Beschäftige in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe

    • als Infizierte
      • 7 Tage, wenn diebetroffene Person zuvor mindestens 48 Stunden symptomfrei war und frühestens am Tag 7 ein obligatorischer negativer PCR-Test abgenommen wurde
      • 10 Tage ohne abschließenden Test

    • als Kontaktpersonen
      • 7 Tage, wennfrühestens am Tag 7 ein negativer PCR-Test oder zertifizierter Antigentest abgenommen wurde
      • 10 Tage ohne abschließenden Test

  3. für Schüler*innen sowie Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten
    • als Infizierte
      • 7 Tage, wenn die betroffene Person zuvor mindestens 48 Stunden symptomfrei war und frühestens am Tag 7 ein negativer PCR-Test oder zertifizierter Antigentest abgenommen wurde
      • 10 Tage ohne abschließenden Test

    • als Kontaktpersonen
      • 5 Tage, wenn frühestens am Tag 5 ein negativer PCR-Test oder zertifizierter Antigentest abgenommen wurde und in der Einrichtung eine regelmäßige (serielle) Testung erfolgt und dort die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes besteht. ACHTUNG: Dies gilt dann, wenn das Kind die Einrichtung wieder besuchen soll. Die Regelung greift nicht als Freitestung für Freizeitaktivitäten. Hier ist die reguläre Quarantänezeit abzuwarten.
      • 10 Tage ohne abschließenden Test

Das Testergebnis des Abschlusstests muss vor der Beendigung der Absonderung vorliegen.

Haben Infizierte nach sieben Tagen weiterhin SARS-CoV-2-typische Symptome, besteht weiterhin die Pflicht zur Absonderung. Diese endet dann erst, wenn das Ergebnis einer weiteren Testung vorliegt und dieses keinen Nachweis einer aktuellen Infektion mit dem Coronavirus ergeben hat. Die Landeshauptstadt Magdeburg ist unverzüglich über das Auftreten von Symptomen und das Ergebnis der Testung zu unterrichten.

Kinder und Jugendliche - Regelungen Ferien- und testfreie Zeit

Für Schüler*innen sowie für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten gelten als Kontaktpersonen die Regelungen für die allgemeine Bevölkerung, in den Ferien sowie immer dann, wenn in der Einrichtung keine tägliche (serielle) Testung erfolgt und/oder dort keine Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes besteht. Ausführliche Informationen für Kinder und Jugendliche in pädagogisch betreuenden Einrichtungen finden sie unter Quarantäne-Regelungen für den Schulbetrieb.

Kontaktmöglichkeiten für Quarantäne-Fragen

Allgemeine Hinweise zum Verhalten in häuslicher Quarantäne

Infizierte Personen und Kontaktpersonen sollten umgehend ihren Hausarzt oder ihre Hausärztin kontaktieren, wenn sie sich krank fühlen oder folgende Symptome haben: Husten, Schnupfen, infektionsbedingte Atemnot, Fieber.

Bei lebensbedrohlichen akuten Erkrankungen sollte der Notruf (112) gewählt werden. Dabei sind die allgemeinen Regeln bei einem Notruf zu beachten und angegeben werden, dass eine Quarantäneanordnung besteht.

Um Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden, sollten infizierte Personen und Kontaktpersonen die innerhäuslichen Kontakte auf das Notwendigste beschränken. Auf gemeinsame Essen sollte verzichtet werden. Soweit möglich, sollten betroffene Personen separate Schlaf- und Aufenthaltszimmer nutzen.

Allgemeine Hygieneregeln, unbedingt beachtet werden sollten:

  • Beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Personen halten und sich wegdrehen und die Armbeuge vor Mund und Nase halten oder
    ein Papiertaschentuch benutzen, das danach sofort entsorgt werden sollte.
  • regelmäßiges und gründliches Waschen der Hände mit Seife und Wasser
  • Das Berühren der Augen, der Nase und des Mundes mit den Händen vermeiden.