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Der Magdeburger Reiter

Das einzige freistehende Reiterstandbild des hohen Mittelalters in Europa hat seinen Platz auf dem Alten Markt von Magdeburg. Bereits um 1240 geschaffen, zeigt es vermutlich Kaiser Otto den Großen. Während das Original des Reiters heute im Kulturhistorischen Museum steht, findet man auf dem Alten Markt eine vergoldete Kopie.

Kulturgeschichte im Herzen Magdeburgs: Der Magdeburger Reiter zählt gemeinsam mit seinen beiden Begleitfiguren zu den bedeutendsten Skulpturen der europäischen Gotik. Der Reiter zeigt wohl Kaiser Otto den Großen im Idealtypus eines jugendlichen staufischen Herrschers. Er wird begleitet von einer Schild- und einer Bannerträgerin.

Erstes freistehendes Reitermonument des Mittelalters

Bereits in der Antike wurden öffentliche Plätze in Städten mit Ehrenstatuen geschmückt. Erst mit dem Magdeburger Reiter wurde diese Tradition wiederbelebt. Er ist das erste vollplastische und freistehende Reitermonument des Mittelalters und steht damit am Anfang einer langen Reihe von Standbildern, die nach ihm bis in das 20. Jahrhundert hinein in Bronze oder in Stein im öffentlichen Stadtraum errichtet wurden. Anfangs stand die Figur unter einem frühgotischen Baldachin mit Spitzhelm und Zinnenkranz, 1651 wurde der Baldachin durch seine heutige barocke Ausformung ersetzt.

Heute im Kulturhistorischen Museum

Aus konservatorischen Gründen wurde das originale Denkmal 1961 in das Kulturhistorische Museum gebracht. An seinem ursprünglichen Platz steht heute eine seit 2000 vergoldete Kopie, die von dem Bildhauer Heinrich Apel angefertigt wurde.

Quelle: http://www.khm-magdeburg.de/ausstellungen/dauerausstellungen/der-magdeburger-reiter.html