Neuauflage des Stadtplans zeigt Stolpersteine
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Neuauflage des Stadtplans zeigt Stolpersteine

In Magdeburg können die mehr als 600 verlegten Stolpersteine jetzt noch besser gefunden werden: mit dem frisch gedruckten Verlegeplan mit Namensverzeichnis. Dieser ist jüngst vom Kulturbüro der Landeshauptstadt erstellt worden. Er enthält auch bereits die neuen 45 Stolpersteine, die bislang aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie noch nicht verlegt werden konnten. Erhältlich ist der neue Stadtplan an der Pforte des Alten Rathauses und im Kulturbüro.

Namensverzeichnis für mehr als 600 Gedenksteine

Der Diplom-Designer Ernst Albrecht Fiedler übernahm erneut die Gestaltung der nunmehr bereits 5. Auflage des Planes unter der Überschrift „Gegen das Vergessen. Stolpersteine für die Stadt Magdeburg“. Auf dem zweiseitigen Verlegeplan finden sich die Verlegeorte der Stolpersteine sowie das dazugehörige alphabetisch geordnete Namensverzeichnis. Der besseren Übersicht halber sind die Verlegeorte verschiedenfarbig hervorgehoben. Neben heutigen Straßennamen listet der Verlegeplan oftmals auch die ehemaligen Straßenbezeichnungen auf, denn die gesamte Straßenstruktur Magdeburgs war nach 1945 doch teils starken Veränderungen unterworfen.

Auf dem aktuellen Verlegeplan sind bisher 194 Verlegeorte mit den Namen der 607 Magdeburgerinnen und Magdeburger verzeichnet, an die bisher erinnert wird. Der neue Verlegeplan liegt für Interessierte im Alten Rathaus der Landeshauptstadt Magdeburg, Alter Markt 6 und im Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg in der Julius-Bremer-Str. 10 aus. Auch digital können die Stolpersteine gefunden werden – dazu kann der Stadtplan unter www.magdeburg.de/StolpersteinefuerMagdeburg genutzt werden.

Die Idee hinter den Stolpersteinen

Stolpersteine erinnern an Menschen und ihre Familien, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden oder wegen der Verfolgung die Flucht in den Tod wählten. Stolpersteine werden immer am Ort des letzten frei gewählten Wohnsitzes der Opfer verlegt. In Magdeburg waren dies vornehmlich jüdische Bürgerinnen und Bürger, aber auch Widerstandskämpfer, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und Behinderte, an deren Schicksal mit Stolpersteinen erinnert wird.

Stolpersteine als weltweit größtes dezentrales Mahnmal

Mit den inzwischen über 80.000 Stolpersteinen, die bislang europaweit verlegt wurden, schuf der Künstler Gunter Demnig das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Er gründete die „Stiftung-Spuren-Gunter Demnig“, in deren Trägerschaft die Stolpersteinverlegungen vorgenommen werden. In mehr als 1.600 deutschen Städten und Gemeinden und weiteren Orten in 26 Ländern arbeiten unzählige Ehrenamtliche mit Gunter Demnig und seiner Stiftung zusammen.

Kontakt

In Magdeburg koordiniert die städtische Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Magdeburg“, die beim Kulturbüro der Landeshauptstadt angebunden ist, die Verlegung von Stolpersteinen.

Landeshauptstadt Magdeburg
Kulturbüro
Julius-Bremer-Straße 10

Tel. 0391/ 540 2134
Fax 0391/ 540 2136
E-Mail: sekretariat@kb.magdeburg.de