Sonderausstellung »Faszination Stadt«
Hilfsnavigation
Informationen zur Ottostadt TwitterFacebookYoutubeRSS

Sprachauswahl

Volltextsuche
  • Header Kultur Ein Käfig voller Narren
Seiteninhalt

Sonderausstellung „Faszination Stadt“

Was haben das antike Babylon, das moderne New York und Magdeburg im Mittelalter gemeinsam? Vom 01.09.2019 bis 02.02.2020 gibt das Kulturhistorische Museum Magdeburg auf 1.200 Quadratmetern unter anderem darauf die Antwort. Die Ausstellung „Faszination Stadt“ ist eine bedeutende Kulturschau mit etwa 350 Exponaten zur Bedeutung der Urbanisierung Europas im Mittelalter und des Magdeburger Rechts.

Veranstaltungsplaktat Faszination Stadt © KHM
©
© KHM

„Im Spätmittelalter war Magdeburg ein gewichtiger Knotenpunkt und Rückkopplungsort für das riesige Netz der Städte des Magdeburger Rechts. An diese Geschichte möchten wir anknüpfen und mit der Ausstellung den Beitrag der Städte an der kulturgeschichtlichen Fundierung Europas und die Bedeutung mittelalterlicher Stadtrechte als eine Wurzel moderner Staatlichkeit in den Mittelpunkt stellen. Dieses faszinierende Städtenetzwerk ist auch eine der Grundlagen für die Bewerbung der Landeshauptstadt Magdeburg um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025.“ – Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper

Was ist eine Stadt? Urbanisierung Europas im Mittelalter

Urbanisierung ist die Entwicklung und Ausbreitung städtischer Lebensformen und ein wichtiges Element der modernen Gesellschaft. Das Kulturhistorische Museum Magdeburg zeigt mit etwa 350 kostbaren Gemälden und Skulpturen, wertvollen Handschriften, bedeutenden Dokumenten und seltenen archäologischen Fundstücken die einzigartige Entwicklung der Städte. Die Exponate stammen von 100 Leihgebern aus 12 Ländern Mittel- und Osteuropas. Viele davon sind erstmals in Deutschland zu sehen. Mit dem Ausstellungszeitraum vom 01.09.2019 bis 02.02.2020 stehen den Besucherinnen und Besuchern 155 Tage der Besichtigung zur Verfügung. Schirmherr dieser Ausstellung ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Reliquiar der Heiligen Barbara
©
© Radovan Boček, Muzeum Diecezjalne
Bild der Passion Christi aus der Pfarrkirche St. Jakob in Thorn
©
© Andrzej R.Skowronski, arsfoto
Skulptur Hahn der Krakauer Schützenbruderschaft
©
© Tomasz Kalarus / Muzeum Historyczne Miasta Krakowa
Heidelberger Bilderhandschrift des Sachsenspiegels

Das Magdeburger Recht: Ein wichtiger Grundstein

Mit dem Magdeburger Recht verbreitete sich ein Gerüst in Mittel- und Osteuropa, das den Status der Städte festigte, das Leben in ihnen regelte und bis weit über das Mittelalter hinaus wirkte. Durch dieses Stadtrecht entstand das Bürgertum als neue Gesellschaftsschicht und es prägte das Leben zahlreichen Orten zwischen Elbe und Dnjepr. Es regelte unter anderem die Freiheit der Bürger und die Selbstverwaltung. Bei seiner Verbreitung in Richtung Osten ging es eine enge Verbindung mit dem „Sachsenspiegel“ ein, dem wichtigsten Rechtsbuch des Mittelalters. Die Ausstellung „Faszination Stadt“ zeigt für sechs Wochen die vier berühmten Manuskripte des „Sachsenspiegel“ gemeinsam. Diese Möglichkeit gibt es erstmals seit 25 Jahren und erst zum zweiten Mal überhaupt.

Holzschitz-Miniaturporträt von Katarzyna Przybylo
©
© Muzeum Historyczne Miasta Krakowa
Weihrauchgefäß in Gestalt eines Schiffes
©
© Muzeum Narodowe w Gdansku
Holzschnitz-Miniaturporträt von Grzegorz Przybylo
©
© Muzeum Historyczne Miasta Krakowa

Die Highlights der Ausstellung

Die hochwertige Ausstellung ist geprägt von einzigartigen Ausstellungsstücken, die zum Teil das erste Mal in Deutschland zu sehen sein werden.

Die Präsentation aller vier Bildhandschriften des Sachsenspiegels im Original ist von herausragender Bedeutung. Die reich illustrierten Texte geben außergewöhnlich lebendige Einblicke in das mittelalterliche Leben.

Ein Kruzifix aus Krakau ist ein gutes Beispiel des Stadtrechts: Das filigran gearbeitete Werk des Bildhauers der Spätgotik Veit Stoß entstand als künstlerische Tätigkeit ohne Auftraggeber. Erst die Stadt bietet die Möglichkeit, Kunst für einen freien Markt zu produzieren.

Mit etwa 3 mal 3 Meter ist das monumentale Tafelgemälde „Thorner Passion“ aus der Pfarrkirche St. Jakob in Thorn eines der größten Ausstellungsstücke. Es stellt den Leidensweg Christi in einer dicht bebauten mittelalterlichen Stadt dar.

Mehr Informationen zur Ausstellung, sowie Anfahrt und Öffnungszeiten finden sie unter Faszination Stadt 2019.

Das Programm als PDF

Die wichtigsten Fakten im Überblick

Ausstellungstitel:
Faszination Stadt. Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht

The Allure of Cities: The Urbanization of Europe in the Middle Ages and Magdeburg Law

Laufzeit:
01.9.2019 bis 02.02.2020

Öffnungszeiten:
täglich 10.00 bis 18.00 Uhr

Schirmherr:
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Ausstellungsort:
Kulturhistorisches Museum Magdeburg,
Otto-von-Guericke-Straße 68-73, 39104 Magdeburg

Exponate:
etwa 350 Exponate von über 100 Leihgebern aus 12 Ländern Mittel- und Osteuropas

Highlights:

  • Präsentation aller vier Bilderhandschriften des Sachsenspiegels von Eike von Repgow (bis 15. Oktober 2019 im Original)
  • Kruzifix von Veit Stoß aus dem Nationalmuseum Krakau (nach 1490)
  • Kostbare Textilien aus dem Danziger Paramentenschatz
  • Monumentales Tafelgemälde „Thorner Passion“ von 3 mal 3 Meter Größe (1480-1490)
  • Ältester Stadtplan der Welt aus Nippur (Mitte 2. Jahrtausend vor Christi)
  • Goslarer Bergkanne (nach 1477)
  • Notizbuch von Nikolaus Kopernikus (1492)

Ausstellungsfläche:
etwa 1.200 Quadratmeter

Gesamtbudget:
etwa 3 Millionen Euro

Förderer:

  • Land Sachsen-Anhalt
  • Ostdeutsche Sparkassenstiftung mit der Stadtsparkasse Magdeburg
  • Kloster-Bergesche Stiftung
  • Kulturstiftung der Länder
  • Ernst von Siemens Kunststiftung
  • Lotto Sachsen-Anhalt

Kooperationspartner:
Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig,
Zentrum für Mittelalterausstellungen

Katalog:
Es erscheinen ein Katalog von etwa 550 Seiten sowie ein Kurzführer im Sandstein Verlag.

Gesamtleitung:
Dr. Gabriele Köster, Direktorin der Magdeburger Museen

Projektleitung:
Dr. Christina Link

Ausstellungsgestaltung:
neo.studio. neumann schneider architekten, Berlin

Hauptmotiv:
atelier42 visuelle kommunikation, Halle an der Saale

x

Bilder der Eröffnungsversanstaltung

Oberbürgermeister Trümper begrüßt die zahlreichen Gäste mit einer Rede
Magdeburger Dombläser bei einer musikalischen Darbietung
Zahlreiche Gäste sitzen auf Stühlen während einer Rede
Katrin Budde während ihres Grußwortes an dei Gäste
Professor Doktor Lück hält eine Festrede
Die Direktorin der Magdeburger Museen, Doktor Köster, hält eine Rede
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums stehen auf der Bühne
Oberbürgermeister Trümper und der ehemalige Oberbürgermeister Polte im Gespräch
Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt Robra
Magdeburger Dombläser während eines Zwischenmusikstückes
Die Direktorin der Magdeburger Museen Köster wird für das Fernsehen interviewt

Favorites Add current page to your favorites